Soulfood in einem frostig, langen Winter

Ihr Lieben,

der Winter hat uns weiter ziemlich fest im Griff, so oft wie in den letzten Wochen waren meine Autoscheiben schon lange nicht mehr vereist, Winterjacke, warme Stiefel und Handschuhe bleiben wohl noch eine Weile meine winterlichen Begleiter. Auch wenn ich diese sonnig frostigen Wintertage schon sehr mag und es gut tut, die Sonne im Gesicht zu spüren habe ich langsam genug von dieser Jahreszeit. Wirklich lange Spaziergänge am Abend machen bei den Temperaturen wahrlich keinen Spaß, dennoch war letzte Woche so ein Tag im Büro an dem ich abends dringend frische Luft und Ablenkung brauchte. Also den Liebsten, der nur wenig begeistert war, warm eingepackt, unter gehakt und ein wenig weiter die neue Nachbarschaft nach dem Umzug vor knapp 3 Monaten erkundet. Da wir nun in einer Kleinstadt in eher ländlicher Umgebung leben brauchen wir zum Glück nicht lange laufen, um die heimische Flora (noch sehr zaghaft) und Fauna zu bestaunen.

Winterabend, Sonnenuntergang, Abendhimmel, Niederrhein, Naturschutzgebiet

Wildgänse Naturschutzgebiet Niederrhein Hochöfen am Horizont Winterabend Abendhimmel

Weit entfernt am Horizont lässt sich die für das Ruhrgebiet prägnante Skyline der Industrie erkennen. So nah liegt das Grün vom Niederrhein und mein geliebtes Ruhrgebiet beieinander. So richtig durchgefroren nach dem Spaziergang zuhause angekommen gibt es was Schnelles aus dem Ofen. Flammkuchen geht ja immer und im Grunde in jeder Variation, für mich ist es ein echtes Soulfood. Besonders angetan hat uns die Kombination aus Frucht und Ziegenkäse, doch dazu gleich im Rezept die Details. Dafür hat so ein knackig kalter Winterabend dann doch seine Vorzüge, man kann es sich mit leckerem Essen gut gehen lassen und danach eingekuschelt in der Wolldecke auf dem Sofa den Abend ausklingen lassen. Dazu noch den Rest Rotwein vom Vorabend genossen, besser geht’s kaum. Wie verbringt ihr so einen frostigen Wintertag am Liebsten?

Hier nun das Rezept für super schnell und easy Flammkuchen, das ist wirklich kein Hexenwerk (wenn ihr nicht den Teig selbst machen wollt) – versprochen:

Zutaten

  • fertiger Teig z.B. Lizza oder Flammkuchenteig aus dem Kühlregal
  • 3-4 Feigen
  • Ziegenkäserolle
  • Speck- oder Schinkenwürfel nach Geschmack
  • Creme fraiche, Frischkäse oder saure Sahne (was ihr da habt) natur oder mit Kräutern – sehr gut passt auch Ziegenfrischkäse, wer den Geschmack verstärken möchte
  • diverse Kräuter besonders gut passen Rosmarin, Basilikum, Salz und Pfeffer
  • wer mag (und da hat) kann noch eine klein geschnittene (rote) Zwiebel hinzufügen

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Zunächst den Teig auf ein Blech legen (Tipp: bei Lizza muss der Teig erst vorgebacken werden) und mit der Creme bzw. den Alternativen bestreichen. Jetzt den Backofen auf ca. 200 Grad (so wie ihr sonst auch Pizza und Co. überbacken lasst) vorheizen. Wenn der Aufstrich noch natur ist jetzt ein wenig würzen (oder dies zum Schluss nachholen). Die Feige in kleine Stücke oder Scheiben schneiden, da diese Frucht sehr weich ist gebt euer Bestes. Den Ziegenkäse in Scheiben oder Würfel schneiden und beides griffbereit stellen. Jetzt ggf. die Zwiebel (seid tapfer) in kleine Würfel schneiden. Den Speck oder Schinken auspacken und dann kann es schon ans Belegen gehen. Die Reihenfolge spielt hier keine große Rolle, ich nehme meist erst die klein gewürfelten Zutaten und die Feigen. Zum Schluss kommt der Ziegenkäse drüber, jetzt ggf. würzen und schon kann das Wunderwerk in den Backofen. Je nach Ofentyp müsst ihr ca. 10-15 Minuten auf die Fertigstellung eures leckeren Flammkuchen warten. Danach werdet ihr mit einem Ergebnis dieser Art und einem echten Gaumenschmaus belohnt.

Flammkuchen Feige Ziegenkäse Rosmarin Rotwein Winteressen Soulfood

So nun hoffe ich, dass wir im März schon etwas mehr Vorfreude auf den Frühling entwickeln können. Habt viel Spaß beim Nach“kochen“ und zieht euch immer warm genug an, damit euch die Grippewelle nicht ereilt.

Viele liebe Grüße, Silke

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