Herbstblues und ein Lebenszeichen

Regentropfen Eichenblatt Herbst

Ihr Lieben,

fast ein halbes Jahr ist seit meinem letzten Beitrag vergangen, nun kann ich mich endlich bei euch zurückmelden. Ich springe somit vom Ende des Frühlings sofort in den Herbst, aber nicht ohne schon mal anzukündigen, dass ein detaillierter Bericht von den Hochzeitsvorbereitungen sowie der Hochzeit selbst folgen werden. Dieser bedeutende Tag in meinem Leben ist auch der Grund für die Funkstille hier auf dem Blog in den letzten Monaten. Ich hoffe ihr verzeiht mir diese Sendepause, ich werde versuchen euch mit entsprechendem Input in den nächsten Wochen zu entschädigen. Als kurze Zusammenfassung kann ich sagen, dass der Tag wirklich der Schönste in meinem bisherigen Leben war und alles noch besser gelaufen ist, als im Vorfeld erhofft und erträumt. Klar gab es auch die ein oder andere Panne, diese haben aber dem Gesamteindruck im Rückblick keinen Abbruch getan. In der Situation selbst war ich verständlicherweise doch mal mehr mal weniger einem Nervenzusammenbruch nahe. Damit es auch in der Zukunft nicht langweilig wird, planen wir aktuell den Neubau eines Eigenheims, worüber ich sicher auch in der nächsten Zeit berichten werde. Im Zuge der Hochzeitsvorbereitungen habe ich auch mein Interesse an Bastelarbeiten und anderen kreativen Möglichkeiten entdeckt, auch davon möchte ich hier das ein oder andere zeigen.

Neben diesen großartigen Momenten der vergangenen Monate gab es leider auch Begebenheiten, die nicht so erfreulich waren. Gerade in den letzten Wochen wurden doch einige geliebte Menschen von dieser Erde abberufen, was mich sehr nachdenklich stimmt. Egal ob nach langer Krankheit und gleichermaßen absehbar wie für den Betroffenen erlösend, in hohem Alter oder ganz plötzlich und unerwartet es führt einem die Endlichkeit des Lebens vor Augen. Auch wenn ich normalerweise ein recht positiver Mensch bin, so haben mich diese Einschläge des Schicksals, wie ich sie nenne, schwer getroffen. Ich habe mir dann vorgestellt, wie es mir ergehen würde, wenn ich einen Elternteil oder gar meinen Mann verlor. Das hat mich tief traurig gemacht und ich habe mir erneut vorgenommen mir möglichst viel Zeit für meine Lieben zu nehmen auch wenn das bedeutet, andere Dinge zurückzustellen. Vergangene Zeit lässt sich nicht aufholen und es ist daher umso wichtiger im Hier und Jetzt zu leben. Doch das ist leichter gesagt als im hektischen Alltag getan. Ich halte es aber für erstrebenswert und aktuell bin ich auf einem guten Weg. Die Vergangenheit soll mein Fundament sein, Lehren und Erfahrungen bergen, um mich für die Gegenwart und Zukunft zu wappnen. Ziele in der Zukunft geben einem eine Richtung und eine Perspektive für das aktuelle Leben, im besten Fall ist sie Motivation und Vorfreude auf das was kommen mag. Doch wirklich Einfluss habe ich nur auf das Geschehen in der Gegenwart und den versuche ich so gut es geht zu nutzen. Vielleicht kann ich den oder anderen von euch ermutigen, es mir gleich zu tun. In unserer Gesellschaft, die oft vom Piepsen des Smartphones und den diversen To-do-Listen wie fremdgesteuert agiert, finde ich es wichtig gegenzusteuern und aufmerksam zu machen.

So genug vom Herbstblues an diesem Totensonntag, bald beginnt die Adventszeit von der ich mir in diesem Jahr ganz besonders Ruhe und Besinnlichkeit wünsche. Ich nehme mir vor viel mit Familie und Freunden zu unternehmen, mich nicht zu sehr den ganzen Leckereien hin zu geben und mit Gelassenheit der aufkommenden Hektik entgegen zu wirken. Schließlich habe ich schon fast alle Weihnachtsgeschenke besorgt und darf mir vornehmlich Gedanken über meinen eigenen Wunschzettel machen, schließlich steht in drei Wochen etwa noch mein Geburtstag an.

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit und bis bald.
Ganz liebe Grüße, Silke

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Frohe Ostern

Meine Lieben,

ich wünsche euch ein frohes Osterfest und eine schöne Zeit mit euren Lieben. Ich habe in diesem Jahr wieder diesen super leckeren Hefezopf gebacken, dieses Mal für meine Eltern, da Mama mit gebrochenem Schlüsselbein auf ihre Genesung wartet und wir ansonsten gut mit österlichem Essen versorgt sind. Traditionell gehört für mich aber alljährlich auch das Eier färben dazu, nach der Erfahrung vom letzten Jahr habe wieder die Eier gekocht und gefärbt in einem Schritt. Mit natürlichen Farben, aber ohne aufwändige Herstellung dieser aus Lebensmittel wie rote Beete, Karotte und Co., das Ergebnis könnt ihr hier sehen:

Eier färben Naturfarben bunt Ostern
Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden, bei einigen Eiern habe ich vorher Gummibänder über gestülpt, sodass diese sich kreuzen oder einfach nur eine Mittellinie bilden. Wie ihr seht hat das zumindest bei zwei Eiern erkennbar gut geklappt. Die Farben sind teilweise unterschiedlich kräftig, obwohl sie im gleichen Farbbad lagen und das Orange dominiert mir zu stark, sollte eigentlich rot und orange werden. Schmecken werden sie hoffentlich trotzdem und eine kleine Freude für die Familie sind sie sicher auch. Mag es sehr, selbst gemachtes zu verschenken, das darf dann auch mal nicht so perfekt aussehen. Gestern waren wir zu einem netten Expandables Filmeabend mit guten Freunden und leckerem Essen. Das Rezept für den Guinness-Schokoladenkuchen, den wir genossen haben, teile ich in Kürze mit euch.

Nun wünsche ich euch ein paar erholsame Tage, vielleicht macht ihr es dem Hasen hier einfach nach:

Hase Porzellan chillig laessig entspannt Ostern Blumen bunt

Frohe Ostern, Silke

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Mein #Sonntagsglück – ein spontaner Ausflug

Ihr Lieben,

kürzlich bin ich auf die Blogparade der „soulsister“ Katrin gestoßen, die hier jede Woche die kleinen und großen Glücksmomente sammelt. Ich finde diese Aktion ganz zauberhaft, daher habe ich mir vorgenommen zumindest einmal im Monat daran teilzunehmen. Denn schließlich wird Glück mehr, wenn man es teilt. Außerdem habe ich mir ja schon häufiger vorgenommen, achtsamer zu sein und das Leben nicht im Alltag einfach so vorüber ziehen zu lassen. Vielleicht hilft diese Aktion mir dieses Vorhaben immer wieder bewusst zu machen.

Sonntagsausflug Duiven Tulpen Jumbo Markt Strauß
Mein persönliches Sonntagsglück war am letzten Sonntag ein spontaner Ausflug in unser Nachbarland, die Niederlande mit dem Ziel Poffertjes zu essen. Hatten da schon am Samstag spät abends Lust drauf und wären fast gg. 21 Uhr noch los gedüst, da der nächste Treffer laut Google noch ca. 1 Stunde geöffnet hatte. Im Nachhinein hat es sich als gut herausgestellt, dass wir die ca. 150 km an dem Abend nicht mehr gefahren sind. Denn die angegebene Adresse in Didam scheint lediglich der Wohnsitz des Besitzers zu sein, der normalerweise auf Straßenfesten oder Weihnachtsmärkten mit seinem Wagen vertreten ist. Doch das alles wussten wir nicht, als wir bei herrlichem Sonnenschein losgefahren sind. Voller Vorfreude und einem wohligen Gefühl einen schönen Ausflug zu machen genoss ich die vorbeiziehende Landschaft des Niederrheins.

Eine kurze Schrecksekunde gab es als das Auto plötzlich eine Warnmeldung anzeigte, dass etwas mit den Reifen nicht stimme. Nach einer Überprüfung an der Tankstelle konnten wir dann aber beruhigt weiter fahren. In Didam angekommen parkten wir das Auto und schlenderten in Richtung der angezeigten Adresse. Nach einem herumlaufen kamen wir dann aber zu dem Schluss, dass sich hier wohl kein Poffertjesstand befindet. Mir gefiel der Ort mit seinen kleinen Backsteinhäuschen, den Fensterläden und gestreiften Markisen, der Windmühle und dieser traumhaften Stille, doch der Liebste war unruhig. Er müsse dringend eine Toilette aufsuchen (oder sich am nächsten Baum erleichtern), konnte aber in dem Städtchen nichts passendes finden. Also blieb uns nichts anderes übrig als die nächste Tankstelle aufzusuchen, ich würde meine Fotosession hinten anstellen müssen. Nachdem sich der Liebste erleichtert hatte suchten wir ein neues nahegelegenes Ziel. Uns kam in den Sinn einen großen Supermarkt aufzusuchen, den wir von unserem Urlaub auf Texel im vergangenen Jahr schätzen gelernt hatten. Auf dem Weg dorthin kamen wir schließlich an einer Schule und dem folgenden Kreisverkehr in Duiven vorbei, der mein einziges Fotomotiv dieses Tages werden sollte:

Sonntagsausflug Duiven Holland Fahrraeder Figur Kreisverkehr
Mir gefällt diese Statue sehr gut, es vermittelt für mich Abenteuer, Lebensfreude und richtig viel Spaß in der Gruppe. Irgendwie freue ich mich schon riesig, wenn es wärmer ist und wir wieder Radtouren machen können, dieses Bild erinnert mich an unser Radeln im Pott aus dem letzten Jahr. Immerhin konnten wir im Supermarkt ordentlich Beute machen, die traumhaft schönen Tulpen auf dem Foto oben sind ebenfalls von dort. Und natürlich haben wir auch Poffertjes mitgenommen und mit Genuss nach unserer Rückkehr zuhause als Nachtisch verzehrt. Alles in allem hat sich der Ausflug gelohnt, ich habe die erste Sonne am Wochenende sehr genossen und freue mich auf den Frühling, trotz der Pollen, die ja dann vermehrt fliegen. Der Liebste und ich haben uns vorgenommen, so einen Ausflug öfter zu machen. Er hat uns beide entspannt und glücklich gemacht, obwohl nicht alles nach Plan verlaufen ist. Zu unserer Überraschung habe ich inzwischen herausgefunden, dass der holländische Imbiss bei uns in der Stadt auch Poffertjes anbietet, hätten wir also gar nicht so weit fahren brauchen 😉

Wünsche euch einen schönen Sonntag.
Ganz liebe Grüße, Silke

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Von einer Horde wilder Hornissen im Wohnzimmer, Nicht-Vorsätzen, Plänen und einem kleinen Rückblick

Meine Lieben,

das neue Jahr ist nun schon knapp drei Wochen alt und bisher bin ich zuversichtlich, dass es ein gutes Jahr für mich wird. Ich hoffe ihr seid gut ins Jahr 2016 gestartet. Wie schon in den letzten Jahren habe ich keine sogenannten Vorsätze gefasst, schließlich ist Ernährung, Bewegung, bewusst leben und vieles mehr schon länger in meinem Fokus, daran arbeite ich regelmäßig, sodass ich es nicht als Vorsatz fassen muss. Außerdem scheitern die meisten Neujahrsvorsätze schon nach kurzer Zeit. Da erzähl‘ ich euch sicher nichts Neues. Nach den doch sehr genussvollen und zügellosen Feiertagen zum Jahresende habe ich mich schon wieder gut im Griff, ernähre mich recht gesund und mache regelmäßig Sport. Besonders Yoga hat es mir angetan, nach dem Tipp von Ellen mache ich das „30 Days of Yoga„-Programm von Adriene auf Youtube und ich bin wirklich begeistert. Früher habe ich Yoga ja als sehr esoterisch angehauchte Gymnastik abgetan, aber da lag ich komplett falsch. Auch wenn ich nicht komplett daran glaube, damit irgendwelche Energieflüsse in meinem Körper zu beeinflussen, so fühle ich mich nach einer Viertel- oder halben Stunde – so lang oder kurz sind die Videos – richtig gut, was besonders jetzt im Winter hilfreich ist.

So ist es in den letzten Wochen nicht selten passiert, dass ich ziemlich unmotiviert, energielos oder müde war, dann die liebe Adriene in mein Wohnzimmer geholt habe und es mir danach richtig gut ging. Glaube ich wäre an so manchen Tagen nicht so produktiv gewesen oder hätte mehr Zeit mit schlafen verbracht als ich es letztlich tat. Was mir gut gefällt ist die beruhigende, aber dennoch nicht anstrengend langsame Art zu sprechen, die Adrienes Englisch auch gut verstehen lässt. Das solltet ihr wissen, die Videos sind komplett auf Englisch, aber ich finde man versteht ganz gut was gemeint ist, auch wenn nicht jedes Wort klar ist. Mit der Zeit habe ich einige neue Begriffe gelernt, kenne so manche Übung und deren Bezeichnung, sodass ich auch vom Video wegschauen kann. Merke wie sich meine Beweglichkeit erhöht hat, aber besonders mein Rücken jubelt nach jeder Yoga-Session und auch im Alltag habe ich weniger Zipperlein. So mache ich einige Übungen schon morgens nach dem Aufstehen, um alles an seinen Platz zu rücken und die Müdigkeit aus dem Körper zu treiben, gleiches kann ich auch gut auf dem Bürostuhl vollführen. Das lockert die doch arg gebeutelte Rückfront und tut gut, wieder in Schwung zu kommen.

Angestachelt von meinem sportlichen Ehrgeiz hat sich der Liebste (endlich) aufgerafft, die Standhalterung für sein Fahrrad zur Nutzung im Innenbereich aufzubauen. Ein netter Nachbar hat es uns schon vor einiger Zeit zum Testen überlassen und nach anfänglichen Schwierigkeiten steht es jetzt einsatzbereit in unserem Wohnzimmer. Einzig die Geräuschentwicklung ist gewöhnungsbedürftig, so klang es kürzlich für mich im Bad als würde eine Horde wild gewordener Hornissen durch unsere Wohnung fliegen. So kam es zu dem Posttitel heute 😉 Inzwischen ist ein Bezug für den Reifen bestellt, der wieder Ruhe bringen soll. So könnten wir parallel Yoga und Radeln durchführen, was bei einem ersten Versuch unter den Bedingungen nur schlecht möglich war. Der Liebste hatte es sich schön eingerichtet, mit lauter Musik – zur Motivation versteht sich – auf den Ohren, trat er kraftvoll in die Pedale. Doch für mich war es doch nicht so leicht zu übertönen, wie ich dachte. Im Stehen konnte ich bei hoher Fernseher-Lautstärke Adriene noch gut verstehen, aber als ich auf der Matte direkt neben den „Hornissen“ lag, war es endgültig vorbei. Zum Glück kannte ich die Übungen, sodass ich meinen sportlichen Einsatz zu Ende bringen konnte. Glücklicherweise ist unser Haus massiv gebaut, sonst hätte sicher schon einer der Nachbarn den Kammerjäger gerufen 😉

Orange halbiert, angeschnitten, frisch, halbe Frucht, Smoothie

Bei so viel Bewegung müssen wir uns natürlich auch gut stärken. Das versuchen wir so oft es geht mit Selbstgekochtem abzudecken, dazu gibt es hin und wieder morgens einen frischen Smoothie und ein paar Leckereien für den Genuss. Unser liebster Smoothie besteht aus 2 frisch gepressten Orangen und einer Banane, wahlweise verfeinert mit dem Saft eines Granatapfel – Erfahrung hat uns gelehrt, das auspressen besser ist, als die Kerne zu mixen – oder 2 Maracujas. Ausprobiert haben wir auch Papaya (ganz gut), Mango (lecker, aber oft ziemlich weiches Fleisch) und Kiwi (ziemlich gut). Allein dafür hat sich unser Standmixer schon bezahlt gemacht, hätte nicht gedacht, dass wir dadurch tatsächlich regelmäßig Vitaminbomben zaubern. Auch Pesto für Nudeln steht seitdem viel häufiger auf dem Programm, da lässt sich ja auch gut experimentieren.

Neues gewagt habe ich auch im vergangenen Dezember mit der Dekoration für die Adventszeit. Mir war danach, das ein oder andere selbst zu machen, manchmal tut Veränderung richtig gut. Ich hatte ja schon Teelichtgläser im November satiniert, sodass jetzt noch Deko für die Eingangstür und die Glasbodenvase fehlte. Hatte auf der Verpackung des roten Filz schon Anregungen gesehen, die ich unbedingt umsetzen wollte. Spaß hat mir die Arbeit mit Filz und Bastelkleber gemacht, das vernähen von Filz mit der Hand ist doch schwierig, darauf kann ich zukünftig verzichten. Trotzdem alle Mühe hat sich gelohnt, fühlte mich in diesem Advent besonders wohl in unserem vorweihnachtlichen Zuhause und auch unseren Gästen hat es gut gefallen. Hier könnt ihr euch von meiner Arbeit selbst ein Bild machen:

Filz Deko Weihnachten Tür Glasvase selbstgemacht Tannenbaum beleuchtetDeko Weihnachten rot Kerzen Tanne Herz TeelichterAuf dem ersten Foto seht ihr die Deko an der Bodenvase, die Ränder sind mit rotem Glitzerfaden vernäht, das sieht man nur leider nicht. Die Türdeko ist zwar an den Rändern nicht ganz perfekt, aber der Filz war etwas weicher und ließ sich schlecht schneiden. Außerdem gibt es dem ganzen eine persönliche Note 😉 Überlege nun schon, was ich für die kommenden Wochen an Deko erstellen könnte, das nicht nur österlich ist, sondern bis über den Sommer hinweg bleiben könnte. Habe selbst gebogene Drahtblumen und -herzen gesehen, die mit Nagellack richtig tolle Effekte erzielen, vielleicht teste ich das aus. Weiß nur noch nicht, woran ich sie befestige oder wie ich sie dann zur Dekoration verwende. Vielleicht habt ihr ja Tipps für mich? Ansonsten wird es nach den doch recht ruhig verbrachten Feiertagen im neuen Jahr für mich nicht langweilig. Einen Tag nach Nikolaus bekam ich die Frage aller Fragen gestellt und bin seitdem immer wieder mit den Vorbereitungen für das große Fest beschäftigt. Dafür werde ich sicher auch einiges selbst gestalten, teilweise mit der Hilfe von Schwiegermama in spe, die besonders für Karten und Papier ein Händchen hat.

Wie ihr seht, bei mir wird es nicht langweilig in 2016. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr Vorsätze oder Pläne, vielleicht stehen kleine und große Veränderungen an? Ich freue mich auf eure Kommentare dazu.

Winterlich frostige Grüße, Silke

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Wenn es zu Ende geht…

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, dass mich aktuell sehr beschäftigt. Es ist ziemlich schwere Kost, etwas das ich auf diesem Blog sonst eher nicht thematisiere. Doch die Ereignisse der letzten Woche haben auch dazu geführt, dass es hier sehr ruhig war. Eigentlich sollte es es am vergangenen Wochenende einen Adventsgruß geben und gestern wollte ich den ersten Geburtstag von Kindderachtziger feiern. Doch für all das fehlt mir aktuell die Ruhe und die Energie. Deshalb möchte ich euch an meinen Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen, die mich zuletzt sehr bewegten. So wie das Jahr geht auch das Leben eines geliebten Menschen irgendwann zu Ende, das ist oft für den Betroffenen eine Erlösung, doch für die Angehörigen schwer zu akzeptieren. Da sagt der Kopf einem ganz klar, dass weiteres Leid dem Menschen erspart werden soll, aber das Herz schreit vor Schmerz und Trauer über den bevorstehenden Verlust. Wenn ich ehrlich bin ist diese Phase sogar schlimmer als der endgültige Zustand, ich fühle mich hilflos dieser Situation ausgeliefert, kann nichts für den Menschen tun das es verhindert, aber auch nichts das ihm Erleichterung verschafft. Sogar Besuche strengen an, kosten Kraft, da sich die Person dann unbedingt so normal wie möglich geben möchte. Gerade Menschen, die selten ihre Gefühle zeigen und nach außen hin immer möglichst stark sein wollen, setzen dafür all ihre Energie ein. So gerne würde ich etwas backen oder kaufen, das sie liebt, doch sowohl zum Lesen als auch für den Genuss der Lieblingsspeisen fehlt inzwischen die Kraft.

Jedes Mal, wenn das Telefon geht oder ich eine Nachricht bekomme, fürchte ich, dass es nun endgültig ist, ich anfangen muss den unumkehrbaren Zustand zu akzeptieren. Auch wenn ich es noch so sehr versuche die Situation vom Kopf her zu bewältigen, so schaltet sich das Herz immer wieder ein. Zeitgleich beobachte ich, wie eine fast 70 Jahre andauernde Liebe und Ehe mit dieser Situation umgeht. Für jemanden in meinem Alter, der Ehe und eigene Familie noch vor sich hat, ist das besonders interessant zu beobachten. Um ähnliches zu erreichen müsste ich schon um die 100 Jahre alt werden, aber wer weiß vielleicht ist das mit der Medizin der Zukunft gar nicht mehr so unwahrscheinlich.

Wie schon Anfang des Jahres in diesem Beitrag zieht es mich in solchen Situationen zu einem Spaziergang in den nahe gelegenen Park, der besonders zu dieser Jahreszeit wenig besucht ist. Da kann ich dann meinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf lassen. So auch vor kurzem als ich unbedingt frische Luft und etwas Zeit brauchte, mich zu sortieren. Dabei sind auch diese Herbstbilder entstanden, die nur noch gerade so in die aktuelle Jahreszeit passen:

Herbst Blatt Laub Park Mülheim

Herbst Blatt Laub Park Mülheim Springbrunnen Fontäne
Es tat mir gut auf diese Szenerie zu schauen, dabei an die derzeitige Situation wie auch an vergangene schöne Moment zu denken und das ein oder andere Tränchen zu vergießen. Irgendwie ist so eine Herbstszene ganz passend für eine solche Melancholie. So wie die Jahreszeiten ist auch das Leben dem Lauf der Zeit unterworfen, niemand kann das beeinflussen. Das zu akzeptieren ist schwer, dennoch schlage ich mich aktuell recht tapfer. Kürzlich habe ich ein Bild gesehen, bei dem eine ähnliche Szene zwischen Mutter und Kind einmal in jungen Jahren und einmal im Alter dargestellt war. Dazu stand dann noch ein sehr passender Spruch, doch leider ist dies im großen weiten Netz für mich nicht mehr auffindbar. Sinngemäß stand da aber, dass sich früher die Mutter um ihr Kind gesorgt hat und es sich dann irgendwann nahezu umkehrt.

Kürzlich haben der Liebste und ich einen Bericht gesehen, in dem das Alter mit der zweiten Kindheit verglichen wurde, bei dem schließlich die Rollen vertauscht werden. Eine interessante Sichtweise, die mir ganz gut gefällt. Vielleicht findet das Alter so mehr Akzeptanz in der Gesellschaft, denn ich gehe davon aus, dass durch höhere Lebenserwartung dieser Teil der Bevölkerung noch weiter ansteigen wird. Nehme mich selbst auch nicht davon aus, mich oft über ältere Menschen, besonders am Steuer oder beim Einkaufen zu beklagen. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass ein Umdenken stattfinden muss in der Zukunft. Ziel sollte es nach einem erfüllten Leben sein auch unter menschlichen Rahmenbedingungen den letzten Lebensabschnitt zu verbringen. Bereits heute sind die Berufe in Pflege und Betreuung älterer Menschen zahlreich, doch wegen Arbeitszeit und Bezahlung nicht der erste Berufswunsch für die Heranwachsenden. Gleiches gilt leider auch für die Betreuung von Kindern, in beiden Bereichen sehe ich noch großen Bedarf, dass seitens Politik noch mehr getan wird. Aber das möchte an dieser Stelle auch nicht weiter ausführen, schließlich hat da jeder so seine Meinung.

Gestern habe ich eine Torte gebacken anlässlich des ersten Geburtstags meines Patenkindes und zeitgleich habe ich sie auch für die Person gemacht, die früher so wundervolle Kuchen und Torten gezaubert hat. Hoffe einfach, dass sie sich darüber ein bisschen freuen kann, wenn sie das Foto sieht. Euch werde ich das Rezept hoffentlich auch bald vorstellen können. Der trübe und nasse Dezembertag heute passt gerade auch zu meiner Stimmung, schaffe es glücklicherweise oft genug auch Freude und Glück zu empfinden, sodass es mich nicht komplett deprimiert. Versuche weiter mit dieser Situation umzugehen und hoffe auf euer Verständnis für eine gewisse Stille hier bei Kindderachtziger. Denke zum kommenden Wochenende kann ich ein bisschen was nachholen und dann wieder einen Rhythmus für meine Beiträge finden.

Wünsche euch weiterhin eine schöne Vorweihnachtszeit und bis bald.

Silke

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Zehn Veränderungen für mein persönliches Glück

Regenbogen komplett Mülheim bunt Himmel

Diesen Regenbogen so komplett abzulichten war wirklich großes Glück. Bin dafür extra einen kleinen Umweg gefahren, aber es hat sich gelohnt. Sonst sieht man ja meist nur eine Seite vom Bogen, ob Anfang oder Ende kann nicht bestimmt werden. Ein bisschen glaube ich ja an die Mär, dass am Ende ein Goldtopf steht, doch noch war die Neugier und die Motivation nicht groß genug, um danach zu suchen. Wie steht’s mit euch?

Nachdem ich diesen Beitrag auf Lilies Diary gelesen habe, war mir klar, dass ich euch auch von meinen Veränderungen berichten möchte, die ich in der letzten Zeit bereits vorgenommen habe oder noch dabei bin in den Alltag zu überführen. Ich spüre die Wirkung der im Folgenden genannten Punkte deutlich, vielleicht ist auch für dich etwas dabei, dass dir hilft mehr Zufriedenheit im Leben zu erlangen und häufiger glücklich zu sein. Sicher habe ich hier keine Zauberformel gefunden – da muss ich euch leider enttäuschen – und manches ist vermutlich nicht auf jeden gleichermaßen anwendbar, aber die Veränderungen haben mir gezeigt, mit wie wenig man wirklich große Fortschritte hin zu einem gelasseneren und glücklicheren Leben machen kann. Zusätzlichen Auftrieb gab mir eine Challenge auf der Arbeit bei der es in einem selbstgewählten Team darum ging über 10 Wochen an mind. 5 von 7 Tagen 10.000 Schritte zu erreichen. Dazu zählten nicht nur Gehen oder Laufen sondern auch andere Sportarten, die in Schritte umgerechnet werden konnten. Hier nun die zehn Punkte, die ich im vergangenen halben Jahr und verstärkt in den letzten 3 Monaten verfolgt habe:

  • mehr Bewegung im Alltag: für die Challenge bin zu Fuß zum Einkaufen gegangen, mit dem Rad zu spontanen Fotoausflügen aufgebrochen, habe morgens die Treppe – immerhin sieben Etagen bis zum Büro – statt Aufzug genommen und noch vor dem Aufstehen Streching gemacht.
  • mehr Sport: ebenfalls für die Schritte habe ich mir angewöhnt neben meinem Sportkurs zweimal die Woche an anderen Tagen abends Fitnessübungen auf der Gymnastikmatte zu machen, darüber hinaus möchte ich mal Yoga ausprobieren. Dazu werde ich den Tipp von Nicole verfolgen und mit dem DVD Programm starten. Meine in den letzten Wochen gesteigerte Fitness gibt mir ein gutes Körpergefühl und mehr Energie. Morgens bin ich nicht mehr so bleiernd müde und schlapp, auch wenn es draußen noch dunkel ist und ich vielleicht nicht so zeitig schlafen gegangen bin, wie ich wollte. Abends nach dem Training bin ich erschöpft genug, um in einen ruhigen, erholsamen Schlaf zu finden.
  • sich bewusst und gesund ernähren: nehme mehr und vor allem regelmäßiger frisches Obst und Gemüse zu mir, so gibt es mittags schon mal einen selbstgemachten Möhrensalat, vormittags einen Apfel oder schon morgens zum Frühstück frischen Orangensaft. Besonders in dieser Jahreszeit hoffe ich so, den Liebsten und mich vor schlimmerem als einer leichten Erkältung zu bewahren. In der Regel kochen wir abends frisch und in der letzten Zeit versuche ich auf die Herkunft und Inhaltsstoffe der Lebensmittel zu achten, was ich mit bewusst essen meine. Genauso gerne backe ich uns Leckereien, wenn die Lust auf Süßes kommt. Hier probiere ich hin und wieder Kohlenhydrate zu reduzieren oder Brötchen zu backen, die länger satt machen.
  • mehr trinken: schon seit einigen Jahren trinke ich morgens zuhause nur Tee, auf der Arbeit vornehmlich Wasser und zwischendurch Tee, in Ausnahmefällen einen fertigen Cappuccino aus dem Automaten. Abends gibt es neben Wasser auch Cola, sozusagen das Einzige, dass ich mir bei Getränken „gönne“.
  • was für die Seele tun: es ist zu einem gewissen Ritual geworden, neben dem Streching noch ein kurzen Moment morgens zu meditieren, das verschafft mir innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Als ziemlich ungeduldiger Mensch weiß ich es sehr zu schätzen, wenn ich im beispielsweise im Straßenverkehr oder an der Kasse mich nicht mehr selbst so sehr stresse. Auch mal eine Gesichtsmaske auflegen, die Nägel lackieren ist Balsam für meine Seele.
  • häufiger kreativ arbeiten: habe mir vorgenommen, mehr Dinge auszuprobieren, ohne direkt daran zu denken, was ist wenn es nicht klappt. Einfach mal drauf loslegen. So habe ich mir nun Satiniermittel bestellt und möchte Teelichtgläser selbst weihnachtlich gestalten. Mal sehen, wie dieses Experiment verläuft. Überlege auch, mal eine Kindergeschichte zu schreiben.
  • nicht mehr vom Perfektionismus leiten lassen: es gibt sie nicht, die richtige Entscheidung, die allen wenns und abers standhält. Das ist eine wertvolle Erfahrung, die ich in der letzten Zeit gemacht habe. Ich kann nur anhand der aktuellen Informationen abwägen und ein gewisses Risiko für eine Fehlentscheidung zu tolerieren. Sonst überlege ich ewig hin und her, sodass alles andere stagniert. Das ist keine zufriedenstellende Situation und sich endlich zu entscheiden, gibt ein unglaublich gutes Gefühl. Ich bin immer noch dabei, meinen eigenen Weg zu finden, das zu tun, was mir Freude bereitet. Versuche mehr Fortschritte im Kleinen zu machen, die recht schnell Fortschritte erkennen lassen. Das nimmt insgesamt Druck raus, senkt Erwartungen, macht leicht und beschwingt.
  • Freunde und das Umfeld sorgfältig auswählen: sich mit Menschen zu umgeben, die ähnlich ticken, die mehr Freude bereiten als das sie Sorgen/Probleme/Stress verursachen ist eine sehr wichtige Erkenntnis der letzten Monate für mich. Denn nur wenn man einander Kraft gibt, auch mal verständnisvoll zurücksteckt und gemeinsam daran arbeitet, eine wundervolle Zeit zu verbringen ist eine Freundschaft wirklich erfüllend. Zeitgleich ist es notwendig, auch wenn es schmerzhaft ist und schwer fällt, Menschen zu meiden, die einem Energie rauben, mehr Nehmen als Geben und die mich für den Verlauf der Beziehung allein verantwortlich machen.
  • jeden Moment intensiv erleben und genießen: da denke ich an eine Liedzeile, die ich sehr passend finde „one life, one shot – give it all you got“, treffender kann ich es nicht ausdrücken. Hoffe es wird ein Lebensmotto für mich.
  • sich erlauben glücklich zu sein und es auch allen zeigen: wer sagt uns, dass wir nicht offentsichtlich glücklich sein dürfen? Denke wir versagen es uns viel zu oft selbst ohne dass es dafür wirklich einen Grund gibt. Als ersten Schritt, um dies umzusetzen, habe ich kürzlich in der Bahn vor mich hin gelächelt, während ich entspannt der Musik lauschte und an den Liebsten daheim so wie die Familie dachte, zu der ich auf dem Weg war.

Immer schaffe ich es nicht, die zuvor genannten Punkte zu leben, aber einiges ist schon Gewohnheit geworden. Daher bin ich guter Dinge, dass ich noch mehr schaffen kann. Ich hoffe es war auch für dich die ein oder andere Anregung dabei. Über einen entsprechenden Kommentar freue ich mich sehr, vielleicht hast du ja auch Tipps, die ich noch nicht ausprobiert habe und die speziell dich glücklich machen.

Nun wünsche ich euch einen schönen Novembersonntag, mit frühlingshaften Temperaturen.
Viele liebe Grüße, Silke

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Melodien meines Lebens

Borkum Sonnenuntergang Schiff Abendrot Nordsee

Ihr Lieben,

kennt ihr das, ihr hört einen Song und sofort tauchen Erinnerungen auf, die mit dieser Melodie eng verbunden sind?! Durch den Beitrag von Nika habe ich mir darüber einige Gedanken gemacht, welche Lieder eine besondere Rolle in meinem bisherigen Leben gespielt haben oder immer noch spielen. Das ist schon spannend und teilweise auch gar nicht einfach, da ich nicht zu jedem Song den Titel oder Interpreten kenne, daher kann die nachfolgende Sammlung sicher nicht als vollständig betrachtet werden. Dennoch sind mir einige prägende Momente wieder ins Gedächtnis gerufen worden, als ich wegen der Lieder recherchierte. Generell löst Musik bei mir oft Emotionen aus, ich beschäftige mich gerne mit den Texten und kann darin wunderbar aufgehen. Musik kann für mich entspannend sein oder ein Ventil für überschüssige positive wie negative Energien, die ich dann auch gerne bei einem wilden Tänzchen oder wippend bis trommelnd im Auto rauslassen kann. Oftmals lasse ich es mir auch nicht nehmen, lauthals dazu mitzusingen, egal ob ich die Töne treffe oder nicht. Aber wie heißt es so schön „nobody’s perfect“ 😎

Rückblickend auf meine Kindheit gehört neben der Weihnachtsbäckerei und anderer toller Liedsammlungen von Rolf Zuckowski auf jeden Fall die Schallplatte – ja ich kenne noch das Ding namens Plattenspieler aus der Zeit bevor es die DJ’s für sich entdeckten – mit Weihnachtsliedern wie dem „Holla Pferdchen“ von Ivan Rebroff zu den bedeutsamsten Musikstücken aus dieser Zeit. So war es für mich zusammen mit meinem Vater Tradition in der Adventszeit diese Musik am Abend oder am Wochenende aufzulegen, auch der Tannenbaum wurde meist bei diesen Melodien geschmückt. Bei Schallplatte und später Kassette war es allerdings schwierig, meinen Lieblingssong genau anzuspielen, somit kannte ich irgendwann auch das Lied davor und dahinter nahezu auswendig.

Wovon meine Mutter immer mal wieder spricht ist die Kassette mit dem „Gold“-Album von Abba, die ich Ende der 80er auf unsere erste Urlaubsreise nach Italien nahezu endlos im Auto gehört habe. Danach kannte ich alle Lieder nahezu auswendig und auf jeder folgenden längeren Autofahrt habe ich dann zeitweise mitgesungen oder Teile wie „aha – aha“ aus dem Song „Voulez-vous“ mitvertont. Sie weiß heute noch welch eine Freude das gewesen ist 😉 Seitdem bin ich ein großer ABBA-Fan, hatte zeitweise „Mamma Mia“ als Klingelton, habe das Musical inzwischen schon zweimal gesehen und bei jedem Singstar-Abend haben sich die Freundinnen irgendwann bereit erklärt mir diesen Wunsch zu erfüllen. Hin und wieder habe ich auch nur für mich die Songs gesungen, weil es einfach so viele schöne Erinnerungen weckte.

Dann gab es da eine Kassette – ja so alt bin ich schon – mit verschiedenen Liedern für Kinder und Jugendliche, die ich nicht genau benennen kann. Vermutlich eine Hitparade aus Anfang der neunziger Jahre. Mein Lieblingslied habe ich kürzlich durch Zufall in einem anderen Zusammenhang gehört, nachdem ich zuvor schon häufiger nach Anhaltspunkten für Titel oder Interpret gesucht hatte. Das Lied ist von Nick Kamen und heißt „I promised myself“. Kann mich noch gut erinnern, wie ich in meinem Zimmer auf dem Boden saß und der Musik gelauscht oder mitgesungen habe.

Meine erste CD bekam ich zu Weihnachten von meiner Schwester, es war das Best of von 1994 mit „Cotton Eye Joe“ von Rednex und „Mädchen“ von Lucilectric. Dann gab es da kurze Zeit später noch einen Sampler mit dem Song „Captain Jack“ der gleichnamigen Band. Bei diesen Songs kann ich heute noch ausflippen, wenn ich sie irgendwo höre und es ist mir auch überhaupt nicht peinlich. So haben der Liebste und ich kürzlich spontan mit dieser Musik einen Nostalgieabend verbracht, als ich für diesen Post recherchierte. Ist schon schön, wenn man in etwa zur gleichen Zeit aufgewachsen ist, da ist quasi jeder Song eine Geschichte wert.

Wer in den Neunziger seine Jugend verbracht hat, weiß dass dies auch die Zeit der Boybands war. Take That haben sich aufgelöst als ich gerade anfing, Popmusik zu hören. Daher hatte ich eher zu den anderen „Großen“ dieser Zeit wie Backstreet Boys, N’Sync und Caught in the Act einen Bezug. Entgegen der Mehrheit der Mädels in meiner Klasse schwärmte ich für Lee von Caught in the Act statt für Nick, Brian oder Justin. Das war in der Pubertät nicht gerade leicht, gegen den Strom zu schwimmen, aber rückblickend war es eine wertvolle Erfahrung. Leider ist einem das erst hinterher bewusst, wenn schon viele Tränen geflossen sind.

Kurz nach dem Millenium, dass ja gar nicht so apokalyptisch verlief, wie damals befürchtet, machte ich mein Abitur. Als Song für unsere Feier wurde „One Moment in time“ von uns Schülern ausgewählt, der Raum wurde dabei abgedunkelt, wir hielten alle Knicklichter in den Händen und verabschiedeten uns von diesem Lebensabschnitt. Das erinnert mich wieder daran, dass ich noch mal das Video von der Feier schauen wollte, um mich noch besser zu erinnern. Passender hätten wir das Lied nicht auswählen können, schließlich hieß es von da an sich seinen Weg im Leben zu suchen und ihn zu beschreiten, in dieser Konstellation würden wir auch nicht mehr zusammen kommen. Das hat unser zehnjähriges Nachtreffen im letzten Jahr bewiesen.

Die Zeit danach war abgesehen von den jeweils aktuellen Charthits geprägt von den sommerlichen Hits, die meine Freundin und ich in unseren zahlreichen gemeinsamen Urlauben beim ausgiebigen Feiern genossen haben. Besonders hervorzuheben wäre da „Single Ladies“ von Beyoncé und „Hotel Room Service“ von Pitbull. Neben diesen fröhlichen Erinnerungen weiß ich, dass ich in Phasen von Liebeskummer häufig Sinead O’Connor „Nothing Compares 2 U“ oder „Unbreak my heart“ von Toni Braxton gehört habe. Schon damals half mir Musik Emotionen zuzulassen, um sie dann zu verarbeiten.

Der Liebste und ich verbinden mit dem Beginn unserer Beziehung vor vier Jahren nicht direkt ein bestimmtes Lied, aber an dem Abend sahen wir „Fast & Furious 5“ mit dem Abschluss „Danza Kuduro“ von Don Omar. Der Song lief schon vorherigen Urlaub mit meiner Freundin in den Clubs rauf und runter, somit gehört er auf jeden Fall in diese Liste. In der Zeit danach begann ich eine Musikrichtung kennen und lieben zu lernen, die ich zuvor immer weit von mir gewiesen hatte: den Metal. Inzwischen war ich schon auf einigen Konzerten und zähle Bands wie Megaherz und Five Finger Death Punch zu meinen Favoriten. Von letzteren war auch der erste Song, den mir der Liebste seinerzeit vorstellte, das einzige „Liebeslied“, das er kenne, so seine Worte. Naja „the bleeding“ handelt eher von einer Trennung, aber er ist sehr emotional trotz der musikalischen Härte zwischendrin, sodass ich ihn hier zum Abschluss mit aufnehme.

Alles in allem stelle ich fest, dass in den dreißig Jahren schon eine Menge Musik an meine Ohren gedrungen ist, die mich und mein Leben geprägt hat. Nun interessiert mich natürlich sehr, ob es euch da ähnlich geht. Ich freu mich schon davon in den Kommentaren zu hören. Kann euch nur empfehlen, in dieser Hinsicht in eurer Erinnerung zu kramen, das ist spannend, was da so alles zu Tage gefördert wird.

Ich genieße jetzt noch den goldenen Herbst, der uns gerade geschenkt wird. Zeitgleich beginne ich die Vorbereitungen bei Deko und Gebäck für die bevorstehende Adventszeit, schließlich steht der Spekulatius schon seit zwei Monaten im Geschäft. Wäre doch eine Schande, ihn da so einfach verkommen zu lassen?! 😉

Viele liebe Grüße, Silke

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Herbstimpressionen

Meine Lieben,

eigentlich hatte ich geplant, schon längst einen neuen Post online zu stellen und er sollte auch ein anderes Thema haben. Aber ich war letzte Woche fleißig mit der Kamera und dem Rad trotz der frostigen Temperaturen unterwegs, das Ergebnis wollte ich euch nicht vorenthalten. In diesem Jahr erlebe ich den Herbst und seine Farben aufgrund der Fotografie irgendwie intensiver und bewusster als bisher, daher ist es mir gerade so wichtig euch auch ein paar Impressionen mitzugeben. Was gefällt euch denn an dieser Jahreszeit am Besten? Habt ihr schon fleißig Suppe gekocht, Kürbis gegessen oder Blätter gefegt? Kürbis gab es bei uns dieses Jahr zum ersten Mal und ich denke es wird nochmal eine Wiederholung geben. Aktuell füllen wir täglich die Vitamindepots mit frisch gepresstem Orangensaft auf, um uns gut durch die Erkältungszeit zu bringen. Den Liebsten hat es leider schon erwischt, aber bisher sind die Symptome glaub‘ noch erträglich, auch wenn das bei Männern ja so eine Sache ist. Ich sag nur „TMS: tödlicher Männerschnupfen“ 😉  Natürlich kann ich gut verstehen, wie mies es einem geht, wenn so eine Erkältung erstmal in den Knochen steckt, deswegen tue ich ja auch alles, um die Genesung zu fördern. Entsprechende Streicheleinheiten sind selbstverständlich inklusive bei Schwester Silke.

So genug von Krankheiten, der Herbst hat auch durchaus seine schönen Seiten wie ich euch im Folgenden zeigen werde.

Herbstlaub Sträucher Mülheim Autobahn
Dieses Bild habe ich schon häufiger im Vorbeifahren auf der Autobahn gesehen und mir überlegt wie ich das am Besten einfangen könnte. Zum Glück kam mir in den Sinn, dass ich auf dem Weg zu meinem Sportkurs an mehreren Stellen die Autobahn überqueren kann. Zwar kam hin und wieder ein Jogger oder Spaziergänger vorbei und ich fühlte mich ein wenig unwohl, aber es hat sich gelohnt. Vermutlich ist es Quatsch so zu denken, weil Hobby-Fotografie ja etwas völlig normales ist, aber ich bin da noch nicht soweit. Hat jemand Tipps, wie ich besser damit umgehen lerne?

Herbstsonne Dämmerung Sonne Himmel Gegenlicht Schatten Mülheim
Kaum zu glauben, dass das der Blick von der gleichen Brücke nur zur anderen Seite ist, oder? Das Gegenlicht und die entsprechende Kameraeinstellung haben dieses wunderbare Bild erzeugt, ohne dass ich bis zum Sonnenuntergang warten musste. Mag solche Fotos mit Silhouetten sehr gerne, nun ist mir auch selbst eins gelungen.

rotes Herbstlaub Baumkrone
gelbes Herbstlaub Baumkrone Zoo Duisburg

Auch hier der Kontrast zwischen rotem Herbstlaub bei strahlendem Sonnenschein zu etwas bewölkt und gelbes Herbstlaub in der Nähe der Uni Duisburg. Hatte ich kürzlich nach meinem Sportkurs gesehen, nur das fotografisch einzufangen war aufgrund diverser Verkehrsschilder gar nicht so einfach.

Herbstsonne Wald Duisburg Zoo Schattenspiel Horror Grusel
Bei diesem Bild meinte der Liebste die Szene sähe aus wie aus einem Horrorfilm. Ich war total stolz, dass ich diesen Lichteinfall und das entstehende Schattenspiel so gut einfangen konnte, bin dafür sogar ein wenig ins Dickicht gekrochen, um einen schönen Bildausschnitt zu bekommen und dann sowas. Naja mit Halloween vor der Tür kann ich mich auch damit anfreunden.

Waldweg Herbst Laub Dunkel Wald Düster Duisburg Zoo
Dies ist eins meiner Lieblingsbilder, kommt schon fast dem Platz 1 meiner Sommer Fotochallenge gleich, so stolz bin ich, dass es mir gelungen ist den belaubten, doch recht dunklen Waldweg so einzufangen. Kaum zu fassen, dass dieses Bild keine 10 Minuten vor dem vorherigen mit dem Sonnen-/Schattenspiel entstanden ist, so dicht stehen im Wald bei Kaiserberg die Bäume. Muss sagen ich war auch ziemlich mutig, obwohl es mit halb sechs am Abend ja nun wirklich noch nicht dunkel ist, auch nicht zu dieser Jahreszeit. Aber der Wald hat so seine ganz eigenen Regeln. Zum Glück hatte ich ja mein Fahrrad und es zogen einige Familien vom Zoo zum nahe gelegenen Parkplatz, sodass es sich noch in Grenzen hielt.

Ahornbaum Rot Herbst Laub Sonne

Diese Bild entstand einige Tage vorher bei strahlendem Sonnenschein in unserem Garten, das wunderschöne Bäumchen der Nachbarn mit seinem sattroten Laub hat es mir wirklich angetan. So in der Sonne ist es für mich eine tolle Herbstimpression. Im Sommer umschwirren ihn die Glühwürmchen und für den Winter wird er meist warm eingepackt, um auch im nächsten Jahr wieder so schön zu leuchten.

Abschließend mein absolutes Lieblingsbild, ich bin so stolz, dass es mit der Schärfentiefe so gut geklappt. Wollte unbedingt das Motiv so schön freistellen, wie ich es bei anderen Bildern immer bewundere. Wie ich inzwischen weiß, ist das gar nicht so schwer, wenn man die notwendigen Kameraeinstellungen kennt und entsprechend einsetzt.

Vogelbeere Scheinbeere Herbst Wildgewächs

Jetzt muss ich nur noch das Objekt im Vordergrund gestochen scharf hinbekommen, eventuell liegt es auch an meinem „Allround“-Objektiv, das ich mir beim Kauf als Anfänger sinnvoll erschien. Jetzt da ich besser weiß, was ich so fotografiere sollte ich mich in dem Fotogeschäft nochmal beraten lassen, wäre ja ein gutes Weihnachtsgeschenk. Aber vielleicht hat auch einer von euch Tipps für mich? Bei der Pflanze vermute ich, dass es sich um eine Scheinbeere handelt, bin mir aber nicht sicher. Die Botaniker unter euch dürfen in den Kommentaren gerne aufzeigen.

Wünsche euch noch eine gute restliche Woche und bis ganz bald.
Liebe Grüße, Silke

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Einblick in unser Viertel – #Heimatgefühl

Ihr Lieben,

am vergangenen Wochenende war Tag der deutschen Einheit und diese ist bereits 25 Jahre her. Wenn ich versuche mich in diese Zeit zurück zu versetzen kann ich mich nur vage erinnern. Schließlich war ich gerade mal 5, aber ich sehe schemenhaft die Fernsehbilder zunächst vom Mauerfall später dann von der Wiedervereinigung und ich weiß, dass es meine Eltern sehr bewegt hat, auch wenn unsere Familien aus Westdeutschland stammen. Es war ein bedeutendes Ereignis, dass unser Land geprägt hat. Vor diesem Hintergrund und auch bei dem Gedanken an die Vielzahl der Flüchlinge, die aktuell nach Europa und nach Deutschland kommen, habe ich mich zuletzt verstärkt mit dem Thema Heimat beschäftigt. Dazu hat die liebe Nicole uns kürzlich in ihr Viertel mitgenommen und gezeigt, wie sie seit vielen Jahren glücklich lebt. Das alles war für mich Anlass genug, nun meine Gedanken nieder zu schreiben und euch unser Viertel zu zeigen, das seit ziemlich genau 2 Jahren nun unser Zuhause ist.

Raffelbergpark Theater an der Ruhr Mülheim Info
Keine 5 Minuten zu Fuß und ich stehe vor diesem Schild, das den Eingang des Raffelbergparks am Theater an der Ruhr bezeichnet und zu kleinen wie größeren Spaziergängen einlädt. Der Park ist wirklich herrlich, kann mir schon gut vorstellen, dort später mal mit Kinderwagen u. Co. unterwegs zu sein.

Raffelbergpark Theater Mülheim Ruhr Springbrunnen
Im Bereich der Pavillons im Hintergrund könnte ich mir wunderbar vorstellen, getraut zu werden. Das schoss mir schon beim ersten Spaziergang durch den Kopf und lässt mich nicht mehr los. Ob es tatsächlich erlaubt und möglich ist, weiß ich nicht, aber wenn es soweit ist, werde ich mich informieren.

Raffelbergpark Theater Mülheim Ruhr Springbrunnen 
Sind diese Rosen nicht wundervoll? Dies ist die vom Teich und Brunnen gegenüberliegende Seite, im Hintergrund ist schon ein Teil des Theaters an der Ruhr zu sehen.

Theater Ruhr Raffelbergpark

Theater Ruhr Raffelbergpark
Der Park ist besonders bei Sonnenschein wirklich eine Oase der Ruhe und Entspannung, obwohl entlang zwei Hauptverkehrsstraßen führen und ein Stück weiter ein Autobahnkreuz liegt. Neben so viel Flora gibt es auch Fauna zu sehen, die für Städter wie mich und den Liebsten immernoch etwas besonderes ist. Wie ihr seht, ist es im Ruhrgebiet doch verdammt grün und gar nicht so, wie es sich viele vorstellen.

Kuh Kalb Mülheim Raffelberg Park

rote Tür Haus Nummer 66
Auf dem Rückweg meines Spaziergangs komme ich gerne mal an diesem Haus mit der auffälligen Tür vorbei, das mir als Fotomotiv sofort gut gefiel. Als ich das erste Mal dann mit Kamera bewaffnet dort vorbeikam, stand die Tür gerade ein Stück auf und es war auch nicht das beste Wetter, sie wäre nicht so schön zur Geltung gekommen. Schließlich habe ich es dann doch, trotz davor parkender Autos geschafft, ein schönes Bild zu machen. Die geniale Hausnummer ist mir erst später beim verkleinern des Bildes am Rechner aufgefallen. Wirklich teuflich gut… 😉

Wenn ich so über mein Zuhause nachdenke macht es mich wirklich stolz und glücklich, was wir uns Gemütliches geschaffen haben, in dem sich auch Gäste sehr schnell wohlfühlen. Wirklich Heimat ist für mich aber immer noch mein „Elternhaus“ und die Gegend darum herum, da kenne ich jede Straße und jeden Weg, finde mich immer ohne Navi und Karte zurecht, egal von wo ich komme. Zwar gelingt mir das in meinem neuen Viertel auch schon ziemlich gut, aber gut zwanzig Jahre gegen zwei ist ja auch kein wirklich fairer Vergleich. Immerhin konnte ich mit der aktuellen Nähe zur Ruhr meine Liebe zum Rhein kompensieren, der nun nicht mehr ganz fußläufig für mich erreichbar ist. Der Liebste meinte schon kürzlich, dass ich eigentlich einen Job haben müsste, der mit Schifffahrt und den Wasserwegen zu tun hat, weil ich mich da so gut auskenne. Das habe ich einzig meinem Vater zu verdanken, der in diesem Bereich tätig war und mir viel beigebracht hat. Interessanterweise fühle ich mich am Wasser wohler als im oder gar auf dem Wasser, wer weiß woher das wieder kommt. Schließlich verbinde ich mit Heimat und Zuhause immer auch liebe Menschen, die mir viel bedeuten, so könnte ich auch, wenn es die Umstände erfordern, woanders leben, solange diese Personen bei mir sind. Ihr merkt schon, es ist mehr ein Gefühl als eine Tatsache, die man wirklich greifen kann. So hat sicher jeder eine andere Definition davon, vielleicht teilt ihr sie mit mir in den Kommentaren, ich freue mich schon darauf.

Ihr merkt sicher, dass der Pott tief in meinem Herzen verankert ist und ich meine Liebe für die Region sehr gerne mit euch teile. Viel zu selten sind wir auf etwas stolz, das auch noch in der Öffentlichkeit, obwohl es durchaus berechtigt ist. Daher bin ich hier so mutig zu sagen, dass ich meine Heimat sehr schätze, was ich sehr wichtig finde. Leider geschieht es viel zu oft, dass einem die Dinge die man hat und das Umfeld in dem man lebt „selbstverständlich“ geworden ist. Sicher kann ich mich davon nicht ganz freisprechen, aber besonders seit meinem Artikel zum Thema „Demut“ ist mir klar geworden, dass es wichtig ist eine bewusstere Wahrnehmung zu entwickeln und dankbar zu sein. Auf diesem Weg versuche ich dem nachzugehen.

Ich wünsche euch noch eine gute restliche Woche in diesen bisher doch ganz wundervollen Herbsttagen.
Liebe Grüße, Silke

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Wer hat an der Uhr gedreht? – #Schreibzeit Herbst 2015

Herbst Kastanie
Meine Lieben,

wenn es Herbst wird brauche ich eigentlich keinen Kalender, um zu wissen, dass es wieder soweit ist. Ich bekomme dann schneller kalte Hände und Füße, besonders beim Stillsitzen im Büro. Vor allem habe ich so ein leichtes Frösteln, wenn ich abends zu Bett gehe. Dann muss ich mich schnell beim Liebsten wärmen oder ihm zumindest die Füße rüber strecken, manchmal ist er so lieb und wärmt mit einem Fuß schon mein Bettende vor. Wenn er, was glücklicherweise selten vorkommt, nicht da ist lege ich mir vor dem Schlafen gehen ein warmes Kirschkernkissen ins Bett. Aus dem Haus gehe ich nun nicht mehr ohne einen Schal bzw. Loop um den Hals, Socken in den wetterfesten Schuhen und meist einem Top unter der Kleidung. Im Auto schalte ich die Sitzheitzung an, bis die normale Heizung die eingestellten 22 Grad erreicht hat und abends kommt dann regelmäßig die Wolldecke mit auf die Couch. Auch wenn ich den Sommer, sofern er nicht unerträglich heiß oder schwül ist, und besonders den Frühling im Jahr lieber mag so hat der Herbst auch seine Vorzüge. Es macht wieder mehr Spaß lecker und deftig zu kochen und vor allem zu backen. So gab es kürzlich spontan an einem Sonntagabend noch Muffins zum Nachtisch. Sich mit Tee unter die Decke zu kuscheln oder Kerzen anzuzünden hat auch seinen Charme und besonders mag ich die verschiedenen Rot-, Orange- und Goldtöne, die einem bald überall begegnen. Hoffentlich scheint noch oft die Sonne, damit ich schöne Herbstmotive knipsen kann, vielleicht gelingt mir ein weiteres Lieblingsfoto so wie beim Sommer Fotospiel.

Passend zum gestrigen Herbstanfang hat die liebe Bine die Schreibzeit in diesem Monat den Jahreszeiten gewidmet. Dem möchte ich mich gerne anschließen. Wie schon zuvor erwähnt ist der Frühling meine liebste Jahreszeit, wenn alles grün wird und zu blühen beginnt, die Tage wieder länger werden und man so langsam die dicke Winterjacke gegen etwas leichteres tauschen kann. Diesen Frühling habe ich mir regelmäßig frische Blumen ins Haus geholt, weil ich diese frohen, frischen Farben sehr mag und sie wie ich festgestellt habe unsere schwarz/ weiß/graue Einrichtung hübsch aufhellen. Einziger Nachteil am Frühling und den folgenden Monaten ist, das dann Allergiezeit für mich ist, aber vielleicht kann ich diesen Herbst etwas tun, dass es mich nächstes Jahr nicht so sehr erwischt.

Der Sommer gefällt mir, weil man so viel noch am Abend machen kann in den berühmten lauen Sommernächten. So haben wir spontan unter der Woche noch eine Radtour gemacht oder nach dem Grillen leckere Getränke auf der Terrasse genossen bis es Schlafenszeit war. Auch mag ich es wenn schon morgens die Sonne durch den Rollo blinzelt, dass es reicht maximal mit leichter Strickjacke das Haus zu verlassen und die Sonnenbrille ein ständiger Begleiter ist. Das was sonst den Sommer trübt ist die Zahl an Fliegen, Wespen, Bienen und Mücken, doch dieses Jahr hatten wir da recht wenig Probleme mit, lediglich das Grillfleisch war sehr verlockend und der Liebste hat gleich zweimal das Pech gehabt, gestochen zu werden. Doch mit meiner Pflege war der Schmerz schnell wieder vergessen 😉

Ich bin zwar kein Freund von Bucket Lists und ähnlichem für die einzelnen Jahreszeiten, aber für den bevorstehenden Herbst und auch Winter habe ich mir vorgenommen, wieder öfter zu lesen, was mir sonst immer viel Freude bereitet. Nur im Sommer waren wir viel unterwegs und auch der Urlaub gemeinsam mit einem Teil der Familie war dieses Jahr etwas Neues. Sonst habe ich im Urlaub am Pool oder Strand so manches Buch verschlungen, doch das kleine Patenkind zu bespaßen hat das dieses Jahr alles wettgemacht. Es wird nun auch wieder mehr Tee bei uns geben und meinen Vorrat an Teelichtern habe ich auch schon aufgefüllt. Die bevorstehende dunklere Zeit ist wie geschaffen für behagliche Atmosphäre bei Kerzenschein. Hinsichtlich Dekoration gibt es bei mir nicht zu jedem Anlass und jeder Jahreszeit Veränderung, doch im Herbst habe ich es mir seit dem letzten Jahr zur Aufgabe gemacht, frische Kastanien in unserer Nachbarschaft zu sammeln und sie zu unserer bestehenden Deko hinzuzufügen.

Herbst Kastanien Deko dezent Naturdeko
Das gefällt auch dem Liebsten, das will schon was heißen, er lässt mir ja grundsätzlich freie Hand bei diesen Dingen, aber wenn es ihm auch zusagt, bin ich umso glücklicher. Der Liebste hat sich auch in den Kopf gesetzt, dieses Jahr mit mir einen Kürbis zu schnitzen, so wie es zu Halloween üblich ist. Bin mal gespannt, wie wir damit zurecht kommen, wäre schon mal eine Übung für die kommenden Jahre, wenn wir es mit der Nichte zusammen machen können. Kürbis gab es in diesem Herbst erstmals auch auf dem Teller, seit ich mich mit Blogs beschäftige hatte ich schon öfter von entsprechenden Gerichten gelesen und mich jetzt mal herangewagt. Der erste Versuch war schon ziemlich gut, denke wir werden es nochmal wagen, da wir beide den an Maronen erinnernden Geschmack mögen. Letztere soll es diesen Herbst auch wieder aus dem eigenen Ofen geben, schmecken einfach am besten.

Mit Blick auf den kommenden Winter freue ich mich auf die ganzen Weihnachtsleckereien, den Geruch von Zimt und Gebackenem, Besuche auf dem Weihnachtsmarkt mit heißem Kakao und zu Weihnachten ein bisschen Schnee. Auch wenn ich im Winter Geburtstag habe bin kein echtes Winterkind, dafür friere ich zu schnell und bin genervt, wenn plötzlich gefühlt alle Autofahrer aufhören ihr Fahrzeug zu bewegen, nur weil es glatt sein“könnte“. Kürzlich haben wir schon überlegt, wie wir die Weihnachtstage und Silvester verbringen, in den Läden steht ja schon seit Monatsanfang der Lebkuchen, die Dominosteine und der Spekulatius, ich überlege mir wieder Adventskalender zu basteln und „Morgen Kinder wird’s was geben“ ging mir auch schon morgens mal über die Lippen.  Meine Mama hat mich gefragt, ob sie mir auch einen Loopschal für den Winter häkeln soll, das finde ich genial. Für den Herbst habe ich bereits einen Lieblingsloop, den muss ich jetzt mal messen und mir Wolle aussuchen, schon kann es losgehen. In den letzten Jahren waren mir meine Schals entweder zu dick oder dünn, sodass es bei richtiger Eiseskälte durch die Maschen durchwehte. Somit bin ich auch hier bald gerüstet. Ihr seht, ich bin schon gut dabei, die Winter-/ Weihnachtszeit willkommen zu heißen, auch wenn ich die Zeit bis dahin auch genauso reizvoll finde.

Welches ist denn eure liebste Jahreszeit? Verratet es mir doch in den Kommentaren oder verfasst auch einen Beitrag zur Schreibzeit, ich freu mich drauf.
Herbstliche Grüße, Silke

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