Ein wahrer Genuss – Guinness Schokoladenkuchen

Ihr Lieben,

aufgrund der Hochzeitsvorbereitungen bin ich aktuell sehr eingespannt, daher kommt der Blog aktuell etwas zu kurz. Blogge parallel auch unsere Erlebnisse rund um die Hochzeit auf unserer Hochzeitsseite, da ist nicht mehr drin. Im Moment bastel ich an unserer Tischdeko, dabei beklebe ich Pappbuchstaben mit Dekopatch-Papier, hoffe ich kann euch davon demnächst mal etwas zeigen. Macht viel Spaß, überlege schon, was ich noch machen könnte mit dieser Technik. Würde mich auch gerne an Bastelbeton wagen, aber erstmal eine Sache fertig machen. Habe erst 3 von mindestens 15 Buchstaben fertig, also ist noch einiges zu tun. Immerhin bin ich in etwa 4-5 Stunden damit durch gewesen, dass ist ein guter Schnitt wie ich finde. Mit der Übung werde ich sicher noch ein bisschen schneller und im Mai bekomme ich noch Unterstützung von meinem Patenkind. Damit ihr aber nicht nur gähnende Leere hier vorfindet verwöhne ich euch heute mit einem richtig tollen Kuchenrezept.

Als bekennender Schokoholiker stelle ich euch heute einen richtig leckeren Schokoladenkuchen vor. Die Freunde meines Verlobten, mit denen wir an einem schönen Filmeabend den Kuchen geteilt haben, waren schwer begeistert. Auch meiner Familie mundeten die „Reste“ sehr gut. Er ist zwar von den Zutaten her recht mächtig, schmeckt aber locker und leicht, das sieht man ihm fast an 😉

Guiness Kuchen Schokoladenkuchen mit Bier

Guiness Schokoladenkuchen – verbesserte Variante mit weniger Zucker

Zutaten für eine normale Springform:
  • 300 ml Guinness Bier (ich hatte extra stout)
  • 250 g Butter
  • 75 g Backkakao
  • 250 g Zucker (das Originalrezept sagt 400 g, doch das war mir Zuviel)
  • 140 g saure Sahne (in meinem Fall Rama Cremefine)
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 275 g Mehl (hier: Typ 405)
  • 1 TL Backpulver
Topping
  • 175 g Frischkäse (Philadelphia Balance war meine Wahl)
  • 150 g griechischer Joghurt
  • 125 g Puderzucker
  • ggf. Sahne und eine Handvoll Beeren

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen, die Springform mit Backpapier auslegen oder ordentlich einfetten. Das Guinness in einer Kasserolle oder einem anderen Topf zusammen mit der Butter erhitzen bis die Butter geschmolzen ist (nicht kochen!). Parallel den Zucker und Kakao abwiegen, in einer anderen Schüssel die saure Sahne mit dem Vanillezucker und den Eiern verrühren. Ich habe das mit einem Schneebesen gemacht, geht sicher auch mit der Maschine. Das Zucker-Kakao-Gemisch sowie die Bier-Butter Flüssigkeit unterrühren, dann das mit dem Backpulver vermischte Mehl langsam unterheben. Bei mir ging es mit dem Schneebesen weiterhin gut, aber wie gesagt die Maschine auf kleiner Stufe tut es sicher auch. Es sollte nur nicht zu heftig verrührt werden, damit es nachher eine schöne Konsistenz gibt. Der Teig ist sehr flüssig, doch das ist alles genau richtig so. Diese Masse in die vorbereitete Springform füllen und etwa 45 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Mein Teig ist in der Mitte etwas gerissen, doch das tat dem Ganzen keinen Abbruch.

Den Teig gut auskühlen lassen, dafür am besten schon aus der Springform lösen. Für das Topping den Frischkäse mit den griechischen Joghurt vermischen und dann den Puderzucker unterrühren. Auch diese Masse ist recht flüssig, doch langsam auf dem Kuchen verteilt – am besten von der Mitte aus – klappte es bei mir sehr gut. Wem das nicht gefällt kann auch mehr Frischkäse und weniger Joghurt nehmen, ich wollte nur etwas für die Kalorienbilanz tun und griechischer Joghurt ist aktuell unser Favorit für guten Geschmack bei weniger Kalorien. Die Creme schön gleichmßig verteilen und ggf. so wie ich mit bunten Zuckerstreuseln oder ähnlichem Verzieren. Bis zum Verzehr den Kuchen im Kühlschrank aufbewahren. Wer mag kann den Kuchen mit Sahne und ein paar Beeren servieren, Blaubeeren passten aus meiner Sicht sehr gut dazu. Hier seht ihr das fertige Ergebnis:

 

Guiness Kuchen Schokoladenkuchen mit Bier und Streusel Frühlingskuchen
So ich hoffe ihr könnt noch ein wenig die Sonnenstrahlen heute und morgen genießen, bevor uns am Wochenende dieses traumhafte Frühlingswetter für ein Päuschen verlassen soll. Selbst nach dem stressigsten Tag habe ich richtig gute Laune, wenn ich die Blütenpracht sehe, die jetzt überall sprießt und diese tollen Farben am Himmel bei Sonnenuntergang.
 
Wünsche euch eine großartige restliche Woche.
Viele liebe Grüße, Silke
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Kochen geht auch ohne Rezept – Gemüse-Curry mit Kokosmilch

Ihr Lieben,

Kochen ist nicht wirklich meine Stärke, das überlasse ich dann doch eher dem Liebsten. Immerhin wage ich mich hin und wieder an den Herd und helfe mit so gut ich kann. Doch das Backen ist mir eindeutig lieber, keine Ahnung warum. Der Liebste ist auch sehr gut im Improvisieren und so entstand das folgende Rezept, das wir spontan zu einem unserer Lieblingsgerichten erkoren haben. Also Zettel und Stift gezückt, hier kommen die Zutaten – wobei ihr die auch beliebig variieren könnt, was ihr gerade da habt – für unser

Gemüse-Curry mit Kokosmilch

Zutaten

  • ca. 500 g Brokkoli-, Blumenkohl- und Romanesco-Röschen (wir hatten das Röschen Trio von Crop’s tiefgekühlt)
  • 1 Glas Erbsen und Möhren
  • 1 Paprika
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1-2 TL Thai Curry Paste (je nach Schärfe-Wunsch)
  • Knoblauch, Salz, Pfeffer, Chili Flocken nach Geschmack
  • Couscous oder Reis als Beilage

So geht’s:

Knoblauch und Currypaste im Wok oder in einer großen Pfanne kurz anbraten, dann das TK-Gemüse und die Kokosmilch hinzugeben. Aufkochen lassen, dann etwa 15-20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis das Gemüse schon etwas weich ist. Dann die Paprika und die Erbsen mit Möhrchen dazu, da die ja frisch bzw. vorgekocht sind brauchen sie nicht mehr so lange in der Wärme. Schließlich soll alles noch etwas Biss haben. Das Ganze noch für 5-10 Minuten köcheln lassen. Derweil den Couscous quellen lassen. Wer Reis mag, muss vielleicht direkt zu Beginn den Reis aufsetzen. Dann Couscous und das Curry auf dem Teller anrichten, einfach genießen. Erstaunlich wie lecker fleischlos Essen sein kann. Und schnell geht es noch dazu.

Hier seht ihr das fertige Ergebnis:

Thai Curry cremig Gemüse Curry Kokosmilch Blumenkohl Brokkoli Paprika Couscous

Hmm… ich könnte schon wieder. Denke es wird bei uns nun öfter vegetarische oder sehr Gemüse-lastige Gerichte geben. Sobald das Frühjahr beginnt gibt es ja auch wieder mehr frisches Gemüse, solange finde ich tiefgekühlt eine gute Alternative.

Wie überbrückt ihr den frische-armen Winter? Steht ihr auf Eintöpfe, Wirsing und Co.?

Ich bin da doch eher wählerisch, so ziemlich alles an Kohl, Bohnen, Champignons und Feldsalat kommt in dieser Zeit bei uns auf den Tisch, Eintöpfe sind eher eine Seltenheit. Habe letztens Weißebohnensuppe gemacht, die war sehr lecker. Werde euch davon demnächst berichten.

Nun genieße ich noch ein wenig die Sonnenstrahlen bei frostigen Temperaturen, bevor es demnächst wieder wärmer, aber auch nasser sein wird.
Viele Grüße, Silke

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Zu guter Letzt in 2015…

Ihr Lieben,

der Dezember war für mich sehr emotional und ereignisreich, daher war es hier leider ruhiger als geplant. Doch so ganz ohne einen Eintrag möchte ich dieses Jahr nicht beenden. Ich hoffe ihr habt die Weihnachtstage gut verbracht und konntet der allgemeinen Hektik einigermaßen entfliehen. Bei mir war es fast perfekt in diesem Jahr, wäre da nicht der Verlust eines geliebten Menschen gewesen. Doch so ist der Lauf der Dinge schätze ich, das sagt sich leichter als es wirklich ist. Jeder der es bereits erlebt hat, weiß was ich meine. Klar das Leben muss weitergehen, das wäre auch im Sinne des Verstorbenen. Und doch gibt es immer wieder Momente, Erinnerungen, ein Wort oder eine bewegende Szene im Fernsehen, die einem die Trauer wieder bewusst machen. Vermutlich ist einzig Zeit das Heilmittel, sich einerseits Zeit zum Trauern nehmen und zum Anderen mit der Zeit lernen, diese zu bewältigen. Für mich ist es das erste Mal als Erwachsener, das ich einen engen Verwandten verliere, somit kann ich kaum auf Erfahrungen im Umgang damit zurückgreifen. Manchmal wünschte ich mir noch ein Kind zu sein und wie mein Patenkind sagen zu können: „ist doch nicht so schlimm, sie schaut uns jetzt vom Himmel aus zu“. Doch genug der Sentimentalität zum Abschluss des Jahres möchte ich euch noch mein liebstes Rezept für Roggenbrötchen vorstellen, das eignet sich gut für ein Neujahrs-/  Katerfrühstück.

Gefunden habe ich es bei der lieben Nika, von ihr war ja schon das Haferflockenbrot-Rezept, das ich eine zeitlang sehr oft nachgebacken habe. Die folgenden Zutaten braucht ihr für ca. 8 ordentlich große Brötchen. Wenn ihr kleinere Mengen abteilt werden es sicher auch 10 Stück.

Roggenbrötchen

Zutaten:

  • 400g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 200g dunkles Weizenmehl (Typ 1050)
  • 40g Hefe (1 Würfel)
  • 1 TL Salz
  • 500 ml fettarme Milch oder Buttermilch
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 2 EL Zitronensaft

Die Milch zusammen mit dem Wasser auf dem Herd erwärmen. Dann die Hefe dazugeben und umrühren. Da die Milch nicht zu heiß werden darf empfielt sich eine mittlere Stufe beim Herd und das umrühren mit dem Finger (Tipp von Nikas Oma), um die Temperatur gut einschätzen zu können. Hat bei mir sehr gut geklappt, auch wenn mich der Liebste kürzlich freundlich darauf hinwies, dass wir auch Löffel hätten 😉

Während die Milch warm wird lässt sich schon mal das Mehl in einer Schüssel vorbereiten. Hinzu kommt dann das Salz und der Zitronensaft sowie die Hefe-Milch, sobald sie fertig ist. Diese Masse mit den Knethaken des Mixers ordentlich verkneten, mindestens 5 Minuten lang. Das klingt nicht viel, aber mit dem Rührgerät kommt es einem deutlich länger vor. Ich bereite den Teig meistens in der „Peng-Schüssel“ von Tupper zu (der Kenner weiß wovon ich spreche), somit verschließe ich den Teig mit dem Deckel und stelle die Schüssel in den ca. auf 40 Grad vorgewärmten Backofen. Natürlich tut es auch ein anderer warmer Ort und ein Handtuch zum zudecken. Nun habt ihr 30 Minuten Zeit etwas anderes zu erledigen, solange muss der Teig ruhen und aufgehen. Es hat sich als hilfreich erwiesen, vorher noch etwas Mehl über den Teig zu geben, da er gerne mal so weit aufgeht, dass er am Deckel kleben bleibt.

Nach der Ruhezeit die Hände ordentlich mit Mehl oder wie bei mir erst mit etwas Margarine und dann mit Mehl einreiben, damit der Teig nicht so sehr an den Fingern kleben bleibt. Als ich die Brötchen das zweite Mal gemacht habe lag am Ende der Ruhezeit eine Silikonmatte mit etwas Mehl bestäubt, ein Teigschaber mit Margarine-Mehl-Überzug sowie eine weitere Schüssel mit Mehl bereit. So vorbereitet holte ich den Teig mit dem Schaber aus der Schüssel auf die Arbeitsfläche, dann alles gut mit Mehl bestäuben und die gewünschte Anzahl Teiglinge vom großen Klops abnehmen. Den Teigling rundlich formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Da die Teiglinge noch weiter aufgehen, empfiehlt es sich etwas Platz zwischen ihnen zu lassen (oder nach dem Backen die Teile wieder voneinander zu trennen). Dann mit einem Handtuch abgedeckt weitere 40 Minuten an einem warmen Ort – bei mir wieder im Backofen – gehen lassen.

Schließlich den Ofen auf 200°C Grad Umluft (bei Ober-/Unterhitze etwa 230°C Grad) vorheizen – ggf. vorher die Teiglinge raus nehmen 😉 – und dann die Brötchen etwa 30-40 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Das Ganze immer mal wieder beobachten, damit sie nicht dunkel oder hart werden. Kommt ja alles auf den Backofen an, daher sind meine Werte nur ein Anhaltspunkt. Schließlich auf dem Blech auskühlen lassen und möglichst luftdicht aufbewahren, wenn sie nicht sofort verzehrt werden. Bei mir halten die Brötchen gut 2-3 Tage frisch, doch meistens sind sie an einem Wochenende mit zweimal Frühstück verputzt. Je nach Appetit am Morgen kommt man vielleicht auch mit 1-1,5 Brötchen aus, da sie gut sättigen. Was übrig bleibt schmeckt auch kurz aufgewärmt überm Toaster noch wie frisch gebacken.

So sieht dann das fertige Ergebnis aus:

Roggenbroetchen, Brötchen, Roggen, aufgeschnitten, Frühstücksbrötchen, Sonntagsbrötchen

Zum Schluss noch ein kleines Fazit zu 2015: es war ein richtig gutes Jahr für mich von den letzten Wochen mal abgesehen und ich freue mich auf ein ereignisreiches Jahr 2016. Nun wünsche ich euch einen richtig tollen Silvesterabend und ein gutes, gesundes sowie fröhliches Jahr 2016.

Guten Rutsch, Silke

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Ein Jahr Kindderachtziger – #Happy Birthday

Meine Lieben,

dieser Blog besteht nun schon gut ein Jahr und ich möchte ihm offiziell zum ersten Geburtstag gratulieren. Herzlichen Glückwunsch Kindderachtziger, du hast mir schon so manchen netten Bloggerkontakt beschert, ich durfte schon zu Gast bei Little Tiger sein, habe bei Fee’s Blogparde über mich und meinen Körper mitgemacht und viele tolle Kommentare erhalten. Ich habe dir zu diesem Anlass auch eine Torte gebacken:

Toffiffeetorte Geburtstag eins
Okay zugegeben, sie ist nicht für dich gedacht gewesen, sondern für den ersten Geburtstag meines Patenkinds. Aber es passte vom Zeitpunkt her ganz gut, da ich am 30.11. auch diesen Blog hier begonnen habe. In deinem ersten Jahr hattest du laut Statistik 980 Besucher, das ist mehr als ich mir erträumt habe für den Anfang. Ich bin stolz darauf, was ich mit dir schon erreicht habe und wie viel Spaß es mir macht, dich zu betreiben. Lass dies der Auftakt für eine lange gemeinsame Reise sein.
Damit ihr Leser auch etwas vom Geburtstag meines Blog habt, folgt hier das Rezept der oben abgebildeten Torte.

Toffifee Torte
(ohne Backen, lediglich 2-3 Stunden Kühlzeit)

Zutaten für den Boden:

  • 200 g Butterkekse
  • 125 g Butter oder Margarine
  • 8-10 weiche Karamellbonbons (z.B. muh muh`s)

Die Butterkekse möglichst fein zerbröseln, am besten füllt ihr sie in einen Gefrierbeutel, es geht aber auch einfach so mit der Hand in einer ausreichend großen Schüssel. Ein paar größere Stücke lassen, dann ist der Boden etwas knuspriger. Anschließend die Karamellbonbons mit dem Messer in kleine Stücke schneiden, die kleben etwas, aber es geht noch. Diese dann unter die Keksbrösel mischen. In einem kleinen Topf oder in einer Mikrowellen geeigneten Schüssel die Butter verflüssigen. Bei mir hat das bei 600 Watt gut eine Minute gedauert, lieber ein bisschen weniger einstellen und genau beobachten, den explodierendes Fett ist eine ziemliche Sauerei in der Mikrowelle 😉

Dann die Keks-Bonbon-Mischung mit dem Fett vermischen und gut umrühren bis eine einigermaßen feste Masse entstanden ist. Ich kannte diese Art des Bodens schon vom New York Cheesecake, daher wusste ich, dass nicht alles perfekt vermengt sein muss und man die Mischung am besten direkt auf den Boden einer mit Backpapier ausgelegten Springform (26 cm) verteilt und leicht andrückt, damit es gleichmäßig fest wird. Im Nachhinein wäre es sinnvoller gewesen, den Ring auf die Tortenplatte zu stellen, die auch zum Servieren verwenden wollte, sodass er nur das Maß für die Runde Form vorgibt, ich den Kuchen aber nicht komplett aus der Form lösen muss. Naja ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Danach stellt ihr den Boden für etwa eine halbe Stunde kühl. Die Zeit könnt ihr nutzen, um die Creme vorzubereiten.

Zutaten Creme:

  • 750 g Quark
  • 250 ml kalte Schlagsahne
  • 100 ml Milch
  • 75 g Zucker
  • 150 g Nuss-Nougat-Creme eurer Wahl (bei mir war es Nutoka, weil ich sie nussiger finde als das bekannte Original)
  • 15g Kakaopulver
  • 1/2 Pck. Sofort Gelatine (oder andere Alternativen, um die Creme zu verfestigen)

Die Gelatine nach Packungsanleitung verwenden, ich musste nur etwa die Hälfte der Tüte in die Sahne einrühren. Ansonsten die Sahne wie gewohnt aufschlagen und mit der Gelatine verfestigen. Den Quark mit der Milch verrühren, damit sie schön cremig wird. Bei mir war es so, dass ich dann schon den Zucker hinzugefügt hatte, bis ich feststellte, dass der Zucker nur in die helle Creme sollte und der dunkle Teil ja über die Nuss-Nougat-Creme gesüßt wurde. Da ging wohl meine Ungeduld mit mir durch 😉

Somit war ich an dieser Stelle sozusagen gezwungen, die Menge aufzuteilen, was sich im Nachhinein als gar nicht so schlecht erwiesen hat. So konnte ich recht gut abwiegen und später nur noch die Sahne unterheben. Aber der Reihe nach. Also den cremigen Quark halbieren, in die helle Creme den Zucker rühren, auf die dunkle „Seite“ (die Star Wars Fans werden den Hinweis verstehen) den Kakao und die Schokocreme geben. Beide Teile für sich gut verrühren und dann jeweils die Hälfte der Sahne unterheben. Am besten mit den Esslöffel, dann bleibt die Creme schön luftig und ihr könnt am Löffel testen, ob die Creme die fest genug ist.

Jetzt sollte die halbe Stunde für den Boden im Kühlschrank in etwa um sein, war zumindest bei mir so. Die dunkle Creme darauf verstreichen, das ging bei mir mit einem Silikonteigschaber ganz gut. Müsst ihr ausprobieren, Ziel ist die Masse möglichst glatt abzuziehen. Dann geht die fast fertige Torte nochmal für 20- 30 Minuten in den Kühlschrank. Nach Ablauf der Zeit könnt ihr vorsichtig die weiße Creme auf der dunklen glatt streichen. Ihr solltet mit möglichst wenig Druck arbeiten, damit sich beide Schichten nicht vermischen. Ich habe daher den hellen Teil in kleineren Portionen auf der dunklen Creme verteilt und mit dem Teigschaber glatt gezogen, das ging ziemlich schnell und gut. Nun muss die Torte mindestens 2 Stunden, besser 3-4 Stunden kühl gestellt werden. Bei mir hatte sie etwa die Höhe der Springform wie man auf dem Foto oben sehen kann, somit passte sie in ein normales Fach.

Deko:

  • 1-2 Pakete Toffifees
  • ggf. Raspelschokolade oder Kuvertüre
  • Evtl. 30g Haselnüsse

Nach Ablauf der Zeit nehmt ihr vorsichtig den Ring ab, bei mir hat es nicht ganz geklappt, dass sie sich nicht verzogen hat. Könnte auch daran gelegen haben, dass ich die Deko schon drauf hatte und die Toffifees wirklich fix die Creme verdrängt und sich aufgelöst haben. Vielleicht stelle ich den Ring demnächst etwas größer, damit die Creme am Rand keinen Kontakt damit hat. Sind halt Erfahrungen, die man mit so einem Projekt macht, war für die erste Torte überhaupt. Dafür sieht sie doch ganz passabel aus und hat vor allem super geschmeckt, das ist die Hauptsache finde ich. Bei der Deko lasse ich euch freie Hand, ihr könnt 12 Toffifees verteilen, so wie ich und noch welche klein hacken für die Mitte. Ich habe die 1 aus Toffifees gelegt und dann noch ein paar Schokoraspel drüber gestreut. Ihr könnt auch Kuvertüre schmelzen und in Fäden über die Torte ziehen, kann mir das gleiche auch gut mit Karamel vorstellen. Empfehlung ist, bei allem was mit Toffifee oder Karamell zu tun hat, wirklich ganz kurz vorher erst dekorieren. Hätte ich auch nicht gedacht.

Zum Schluss hoffe ich, ihr hattet gestern einen schönen Nikolaustag, hier ein Bild von der Deko meiner Kaffeetafel:

Nikolaus Stiefel Serviette falten

Wie ich feststelle, bin ich sowohl beim Backen als auch beim Dekorieren, Basteln etc. gar nicht so untalentiert wie ich immer dachte. Muss mir noch mehr zutrauen, finde ich bin mit Gläser satinieren, Servietten falten und Adventsdeko selber gestalten (Post folgt) auf einem ziemlich guten Weg. Würde auch gerne den Tannenbaum selber schlagen gehen, doch der Liebste mag nicht und die Axt schwingen, das traue ich mich nun wirklich noch nicht. Wünsche euch weiterhin eine schöne Adventszeit und ich hoffe ihr bleibt mir auch in meinem zweiten Bloggerjahr als treue Leser erhalten.

Viele liebe Grüße,
Silke

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Russischer Zupfkuchen

Im Herbst ist für mich wieder verstärkt Zeit zum Backen, es macht auch viel mehr Spaß als bei Hitze am Ofen zu stehen 😉 Wenn es euch da genauso geht habe ich euch heute ein besonders leckeres Rezept für russischen Zupfkuchen mitgebracht. Fand das Muster auf diesem Kuchen schon immer sehr spannend und jetzt weiß ich, dass es kein Hexenwerk ist, dies hinzubekommen. Das Beste ist, dass er auch noch schnell zubereitet ist, das macht für mich ein richtig gutes Rezept aus. Auch hält sich der Kuchen mehrere Tage frisch, doch meist ist die Versuchung zu groß, um ihn allzu lange stehen zu lassen. So aufgepasst hier kommt mein heutiges Rezept:

Russischer Zupfkuchen

Zutaten für den Teig:

  • 200 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 350 g Mehl
  • 30 g Kakaopulver
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Eier

Zutaten für die Füllung:

  • 180 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 4 Eier
  • 500 g Magerquark
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Paket Vanillepudding

Erst einmal den Backofen bei Umluft auf 180 Grad vorheizen. Dann in einer Schüssel die Butter, den Zucker und die Eier miteinander verrühren, bis eine schöne glatte, leicht schaumige Masse entsteht. Dazu hilft es wenn die Butter entweder schon raumwarm ist oder man sie in kleine Stücke schneidet, funktioniert zumindest bei mir am besten. Mag es nicht, wenn trotz Spritzschutz auf der Schüssel man selbst und/ oder die Küche gleich in der ersten Minute versaut ist. Dann in einer zweiten Schüssel Mehl, Kakao und Backpulver miteinander vermengen und unter die vorherige Masse rühren. Wer mag kann den Teig danach noch mit der Hand kneten, ich habe einfach etwa 2/3 der Menge in eine zuvor mit Backpapier ausgelegte Springform (26 cm) gefüllt. Dabei den Boden flach in die Form drücken und rundum einen kleinen Rand hochziehen.

Dann alle Zutaten für die Füllung zu einer gleichmäßigen Creme verrühren. Auch hier habe ich erst Butter, Zucker und Eier aufgeschlagen und danach die restlichen Zutaten untergehoben. Diese Masse dann auf den Boden geben, den verbliebenen Teig in kleine Fetzen ziehen oder zu Kugeln formen, wie es der Liebste tat:

russischer Zupfkuchen
Die Kugeln auf der Füllung gleichmäßig verteilen so wie auf dem Foto und dann ab mit dem Kuchen für etwa 60-70 Minuten in den Ofen. Nachdem der Kuchen angeschnitten ist, erkennt man auch das typische Muster des Zupfkuchens wieder:

russischer Zupfkuchen
Die Kombination aus einer Käsekuchencreme und einem Schokoboden ist einfach nur genial, neben dem New York Cheesecake mein Favorit beim Thema Käsekuchen. Nun wünsche ich euch viel Erfolg beim Nachbacken und noch eine gute restliche Woche.
Viele liebe Grüße, Silke

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New York Cheesecake – und ganz viel Liebe

New York Cheesecake
Ihr Lieben,

ich hoffe ihr hattet einen guten Start in den Herbst und habt so langsam wieder Lust auf’s Backen so wie ich?! Anlässlich des 4. Jahrestages mit dem Liebsten teile ich heute mit euch das für mich beste Käsekuchenrezept wo gibt. Hier in der Version mit ganz viel Liebe, geht natürlich auch mit Obst, Fruchtsoße oder ganz ohne Topping. So jetzt zückt die Stifte (bzw. stellt den Drucker an), wenn ihr auch ein Käsekuchenliebhaber seid.

New York Cheesecake

Zutaten für 1 Springform (26 cm):

Für den Boden:

  • 150 g    Kekse, (Butterkekse)
  • 100 g    Butter

Für den Belag:

  • 200 g    Zucker
  • 3 EL     Speisestärke
  • 800 g    Frischkäse (alternativ: 200 g durch Magerquark ersetzen)
  • 200 g    Sahne oder Rama Cremefine zum Schlagen
  • 1          Ei
  • 2 EL     Zitronensaft

Für den Guss:

  • 250 g    Schmand oder saure Sahne
  • 2 EL     Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 TL      Zitronensaft

Die Butterkekse zerbröseln, ich gebe sie in einen Gefrierbeutel und drücke die Kekse auf der Arbeitsplatte klein, bis keine groben Stücke mehr übrig sind. Dann die Kekse gut mit der flüssigen Butter vermischen und die Mischung auf den Boden einer mit Backpapier ausgelegten Springform verteilen, fest andrücken. Bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen 5-10 Minuten vorbacken, dann herausholen.

Im Folgenden: Nicht mit dem Rührgerät schlagen, sondern langsam cremig rühren, das ist ganz wichtig (ggf. kurz mit dem Rührgerät vermischen, hat bei mir nicht geschadet) – den Zucker mit Stärke, Frischkäse und Magerquark cremig rühren. Das Ei, die Sahne und den Zitronensaft dazugeben und alles glatt rühren.

Die Creme auf den vorgebackenen Boden streichen und den Kuchen weitere ca. 45 Minuten backen. Währenddessen die Zutaten für den Guss miteinander verrühren. Wenn der Rand leicht braun ist, herausnehmen und den Guss auf den Kuchen streichen. Nun den Kuchen nochmal 5-10 Minuten backen. Am besten über Nacht auskühlen lassen. Wie schon zuvor beschrieben könnt ihr nach Belieben den Kuchen dekorieren oder ihn einfach pur genießen. Bei uns gab es schon mal die Variante mit etwas Erdbeersoße, das war auch was Feines.

Wünsche euch noch einen schönen Sonntag und viel Spaß beim Nachbacken.
Liebe Grüße, Silke

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Selbstgebackene Haferflockenbrötchen – ein wahrer Genuss

Ihr Lieben,

wie ihr feststellt, genieße ich aktuell den Sommer im Leben 1.0, daher ist es hier ein wenig ruhiger als sonst. Aber ab September möchte ich euch wieder verstärkt mit Beiträgen beglücken, ich hoffe ihr freut euch schon darauf. Damit ihr am kommenden Wochenende wirklich leckere und schnell gemachte Brötchen auf den Tisch zaubern könnt, bekommt ihr mein liebstes Rezept dafür. Die Grundlage ist das Haferflockenbrot von Nika, dass ich zuvor schon mehrmals erfolgreich nachgebacken habe, hier der Beweis:

Haferflockenbrot
Kann ich auch in dieser Form sehr empfehlen. Da wir aber am Wochenende mehr die Brötchen-Frühstücker sind habe ich kurzer Hand aus dem Grundteig 6-8 Stücke geformt. Was braucht ihr dafür? Neben einem vorgeheizten Backofen bei 160 Grad und etwa 45-60 Minuten Zeit insgesamt für Teig bereiten und backen fehlt noch folgendes:

Zutaten für 6-8 Brötchen:

  • 500 g Magerquark
  • 350-400 g Haferflocken
  • 100-150 g Körner oder gemahlene Mandeln nach Wahl, bei mir waren es mal Sonnenblumenkerne und mal Leinsamen – demnächst möchte ich Röstzwiebeln probieren
  • 3 Eier
  • 2 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz

Zunächst die Haferflocken mit den Körnern bzw. Mandeln und dem Backpulver gut vermischen. Dann nach und nach den Magerquark sowie die Eier hinzufügen. Mit dem Esslöffel kräftig durchrühren, ging bei mir viel besser als mit Mixer oder elektrischem Schneebesen. Nicht wundern, es ist tatsächlich (etwas) anstrengend, aber die Mühe lohnt sich. Dann mit den Händen aus dem Teig 6-8 Kugeln formen, auf ein Backblech setzen und etwas platt drücken, damit sie eine schöne Brötchenform bekommen. Die gehen zwar etwas auf, aber bei mir passten 3-4 pro Reihe sehr gut nebeneinander, ggf. 1-2 versetzt dazwischen. Dann ab mit dem Blech für ca. 30 Minuten in den Backofen, lieber ein paar Minuten weniger einstellen und die Brötchen begutachten, damit sie nicht zu dunkel werden.

Brötchen low carb, Haferflocken, Quarkbrötchen
Denke das Ergebnis kann sich sehen lassen. Danach auskühlen lassen und genießen, mir schmecken sie sowohl mit süßem als auch herzhaftem Belag und auch der Liebste wünscht sie sich desöfteren zum Frühstück, das will schon was heißen. Nun noch ein kleiner Vorgeschmack, wie es am Wochenende auf eurem Teller aussehen könnte:

Broetchen_Haferflockenbrot_neu_2

Für diejenigen unter euch, die so wie ich versuchen den Konsum von Kohlenhydraten zu reduzieren, kann ich diese Alternative in Brot und Brötchen nur wärmstens empfehlen, vor allem, weil man sie nach Belieben variieren kann. Vielleicht versuche ich es demnächst mal mit Röstzwiebeln oder Cranberries, wer weiß.

Ich wünsche euch noch eine gute, möglichst sonnige restliche Woche und bis bald.
Liebe Grüße, Silke

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Gefüllte Hähnchenbrust mediterran à la Silke

Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade so richtig in Sommerlaune, auch wenn das Wetter nicht immer strahlend sonnig ist finde ich haben wir bisher im Ruhrgebiet einen ganz guten Sommer erlebt. Was passt da zum Sommer besser als ein mediterranes Gericht, das ich mir aus verschiedenen Rezepten selbst zusammen gestellt habe?! Merke so langsam, was kochen ausmacht und das ich doch Gefallen daran finden könnte. Zumindest werde ich mutiger und experimentierfreudiger, lasse mich nicht nur vom Rezept leiten, sondern gehe nach „Gefühl“, wenn man es so nennen kann. Damit ihr auch noch mehr in Sommerstimmung kommt, hier meine mediterran gefüllte Hähnchenbrust mit fruchtig-frischem Salat der Saison:

Gefüllte Hähnchenbrust mediterran à la Silke

  • ca. 500-600 g Hähnchenbrustfilet bzw. Putenbraten (für 2 gute Esser, wenn nur Salat als Beilage dient)
  • ca. 75 g getrocknete Tomaten ohne Öl
  • ca. 3-4 EL Olivenöl
  • ca. 20-30 g Frischkäse
  • mediterrane Kräuter nach Wahl z.B. Basilikum, Oregano, Thymian
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 200 g Speck
  • grüner Salat nach Wahl (hier: Bonduelle Raffinesse)
  • Paprika, alternativ z.B. Mango, (Platt-) Pfirsich
  • 150-200 g Schafskäse

(Lieblings-) Salatdressing für alle grünen Salate

  • ca. 3 EL Olivenöl
  • ca. 3 EL Balsamico
  • 1-2 EL Honig
  • 1 EL Senf
  • Salz, Pfeffer

Die Tomaten mit Öl mit Stabmixer vermengen, bis eine gleichmäßige Masse ohne große Stücke entsteht wie bei Pesto. Dann nach Belieben Frischkäse hinzugeben, je nachdem wie cremig es sein soll. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Das Fleisch fast ganz aufschneiden und aufklappen, ggf. zuvor aus einem großen Stück 2-3 kleinere schneiden.  Die Tomatenmasse auf das Fleisch streichen, mit mediterranen Gewürzen bestreuen (oder schon vorher drunterheben) und fest zusammen drücken. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen – das war ein bisschen trickreich, weil ja die Füllung nicht wieder heraus kommen sollte, evtl. vorher würzen. Da merkt man, dass ich noch kein Kochprofi bin, die Planung ist noch verbesserungswürdig -, dann mit Speck umwickeln, bis alles bedeckt ist. In eine feuerfeste Auflaufform legen. Bei 180 Grad etwa 30-45 Minuten je nach Ofen backen, so lange bis der Bacon schön durchgebraten ist.

Den Salat waschen und ggf. klein schneiden, die Paprika säubern und in mundgerechte Stücke zerteilen, ebenso den Schafskäse schneiden oder zupfen/krümeln. Die Zutaten fürs Dressing vermischen und wenn das Fleisch fertig ist über den Salat geben. Sonst weichen die Salatblätter so durch. Beides zusammen auf dem Teller anrichten, so wie hier:

Haehnchenbrust_gefuellt_selbst gemacht
Dem Liebsten und mir hat es sehr gut geschmeckt, ist ideal im Sommer: leicht und erfrischend, trotzdem lange sättigend. So nun wünsche ich euch viel Spaß und guten Appetit beim Nachkochen. Genießt den Sommer so gut es geht, vielleicht erzählt ihr mir in den Kommentaren, ob ihr auch in Sommerlaune seid.
Ganz liebe Grüße, Silke

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Low Carb Küche – Pizza und Pfannkuchen mal anders

Seit etwa Anfang Mai versuchen der Liebste und ich unseren Konsum an Kohlenhydraten einzuschränken, wir ernähren uns seitdem überwiegend low carb wie es so schön heißt. Basis war das Kochbuch zum „I make you sexy“-Programm von Detlef D. Soost, aus dem wir das ein oder andere ausprobiert haben. Allerdings haben es aktuell nur zwei Gerichte geschafft, dass wir sie als schmackhafte Alternative ansehen. Unsere geliebten Nudeln können und wollen wir nicht ersetzen, daher gibt es sie zwischendurch weiterhin. Als Ersatz für Reis haben wir Couscous kennen und lieben gelernt. Nur Pizza- und Pfannkuchenteig kommen ja nicht so recht ohne Mehl aus, sodass dies eine echte Herausforderung darstellt. Nach einigen nur bedingt leckeren Versuchen, Pfannkuchen fast ausschließlich aus Ei, etwas Fett und einer Handvoll gemahlener Mandeln herzustellen, entstand kürzlich eher aus der Not heraus das folgende Rezept. Mangels ausreichend gemahlener Mandeln musste ich mir einfallen lassen, wie ich dieses Defizit nun ausgleiche ohne zu Weizen- bzw. Vollkornmehl zu greifen. Das Ergebnis ist zumindest optisch nicht vom Original zu unterscheiden:

Pfannkuchen, Kirchererbsenmehl, low carb, i make you sexy
Auch geschmacklich konnte es punkten, sodass dies nun für die Zukunft unsere low carb Variante für verschiedene Beläge ist. Bisher haben wir sie nur herzhaft genossen, dazu gleich mehr. Demnächst ist dann mal was Süßes mit Obst dran, vielleicht selbst gemachter Apfelmus, hat hier jemand einen Tipp für mich, was außer Äpfeln da noch reinkommt für die cremige Konsistenz? Nun aber zunächst das Rezept für den Teig und eines für einen Belag:

Zutaten für 2 Pfannkuchen (einer macht gut satt)

  • 5 Eier Größe M (bei Größe L eher 4)
  • 20 g gemahlene Mandeln
  • 40 g Kichererbsenmehl (war noch von einem misslungen Brotbackversuch übrig geblieben – soll wg. der Hülsenfrucht „gute“ Kohlenhydrate enthalten)
  • ca. 20-30 g Frischkäse natur nach Wahl mit viel Fett oder reduziert (alternativ geht auch Quark)
  • etwas Mineralwasser (mindestens medium Blubber)
  • Fett zum Braten

Alle Zutaten bis auf das Wasser möglichst in einem hohen Gefäß glatt rühren, dann spritzt es nicht so. Zum Schluss das Blubberwasser hinzu für die Konsistenz, ggf. kurz mit dem Mixer unterrühren. Die Hälfte des Teigs in eine gefettete Pfanne (wir braten mit Rama Culinesse) geben, sodass ein schöner Pfannkuchen entsteht, evtl. den Teig durch Schwenken verteilen. Auf mittlerer Hitze erst von der einen, dann von der anderen Seite bräunen, ganz so wie ihr ihn am liebsten habt. Ich bevorzuge ihn so wie auf dem Foto, lieber zu hell als zu dunkel. Der Liebste ist da nicht ganz so zimperlich, aber meist sehen sie so aus. Vermutlich lassen sich aus dem Teig auch die kleinen amerikanischen Pancakes formen, doch da weiß ich nicht, wie viele es dann werden. Es empfiehlt sich die Pfannkuchen vor dem belegen etwas abkühlen zu lassen, kommt aber ein bisschen auf die Füllung und den persönlichen Geschmack an. Beim Belag gab es bisher schon Lachs (dünn geschnitten) mit Salatgurkenscheiben, einen Thunfischsalat mit Paprika und Frühlingszwiebeln sowie eine Caeser’s Salad Füllung, die ich euch hier in einer etwas abgewandelten Version vorstelle:

Zutaten für die Füllung von 2 Pfannkuchen

  • 500 g Hähnchenbrustfilet
  • 25 g geriebenen Parmesan
  • 100 ml Majonnaise
  • 3 EL Öl nach Wahl
  • 3 TL Senf
  • 2 EL frisch gepressten Zitronensaft
  • 2 EL Worcester Soße
  • grüner Salat nach Wahl (hatte eine fertig geschnitte Variante von Bonduelle)
  • Salz, Pfeffer

Das Hähnchenfleisch in möglichst kleine Würfel schneiden (oder mit der Küchenmaschine zerkleinern) in einer Pfanne mit Salz und Pfeffer anbraten, zur Seite stellen und abkühlen lassen.

In einer Schüssel den Parmesan, Mayonnaise, Öl, Zitronensaft, Senf und Worcester Soße miteinander vermengen. Das abgekühlte Fleisch hinzufügen und unterrühren. Den Salat (ggf. klein schneiden) und mit der Füllung auf den Tisch stellen. Die etwas abgekühlten Pfannkuchen nun erst mit Salat belegen und dann die Fleischsoße darauf verteilen. Zusammenrollen und genießen.  Diese Variante ist aktuell unser Favorit, wird es sicher in Zukunft öfter geben. Gerade nach dem Sport sind die Pfannkuchen schnell und einfach zubereitet, machen gut satt und das für den Rest des Abends.

Nun zur allseits beliebten Pizza in der kohlenhydratarmen Variante. Als Alternative für den Teig steht einem ja so ganz ohne Mehl und Hefe nicht allzuviel zur Verfügung, aber die folgende Version wird zumindest die Thunfisch-Freunde unter euch überzeugen. Habe zwar auch schon Rezepte mit Hüttenkäse als Basis gesehen, doch mit dem habe ich noch keine Erfahrung gemacht. Hier schon mal ein Vorgeschmack auf das Ergebnis:

Pizza low carb Thunfisch

Zutaten für den Pizzateig (1 großes Blech)

  • 5 Dosen Thunfisch in Wasser
  • 5 Eier Größe M
  • Salz, Pfeffer
  • Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin (Gewürze je nach Geschmack)

Für den Belag
der ist ja individuell gestaltbar, aber diese Version hat sich zusammen mit dem Thunfisch bewährt

  • 1/2 Tube Tomatenmark oder passierte/stückige Tomaten aus der Dose
  • ca. 200 g (Geflügel-) Salami
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1-2 Paprika (Farbe beliebig)
  • 5 Champignons
  • ca. 50 g ger. Käse (Parmesan, Gouda vollfett oder reduziert etc.) zum überbacken
  • ggf. weitere Gewürze

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Thunfisch etwas abtropfen lassen und in eine Schüssel geben. Dann die Eier unterrühren und gut würzen, wichtig ist, dass sich das Ei komplett mit dem Thunfisch verbindet. Sonst ensteht eine ziemlich feste Eischicht beim Backen, die etwas den Geschmack nimmt. Den Teig auf dem Blech gleichmäßig verteilen und für ca. 15 Minuten in den Ofen. Derweil kann der Belag vorbereitet werden, alles an Gemüse in Stücke schneiden und den Rest bereitlegen. Sobald das Blech aus dem Ofen kommt, kann die Tomatenschicht auf dem Teig verteilt werden, ggf. noch einmal würzen. Vorsichtig sein mit dem heißen Blech 😉

Dann nach Belieben erst die Salami, dann das Gemüse darauf verteilen, zum Schluss mit Käse bestreuen. Für weitere 10-15 Minuten in den Ofen, bis der Käse schön verlaufen ist. Dann die Pizza in Stücke zerteilen und genießen. Wir bekommen meist 10-12 Stücke daraus und verputzen jeder um die 3 Teile bis wir richtig satt sind. Diese Sättigung hält gut vor ohne das man sich wie sonst nach Fast Food so vollgestopft fühlt.

So nun hoffe ich, dass ich ein paar Anregungen für low carb Rezepte geben konnte. Freue mich, wenn ihr mir eure Erfahrungen damit teilt oder weitere Tipps und Anregungen hinterlasst.
Genießt die Sonne, wenn sie euch denn beerht, hier scheint sie seit ein paar Stunden.

Viele liebe Grüße, Silke

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Apfelkuchen – im zweiten Anlauf geglückt

Ihr Lieben,

wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, gibt es bei mir häufiger etwas Selbstgebackenes, womit ich auch gerne Familie und Freunde versorge. Meine Mutter ist ganz happy, wenn ich den Liebsten und mich zum Kaffee bei ihnen einlade und direkt dabei sage, dass ich den Kuchen mitbringe. In der Regel gelingt mir auch jedes Rezept auf Anhieb, da ich mir schon vorher genau überlege, ob ich das für schaffbar halte oder eher nicht. Bei dem Kuchen, den ich euch heute mitgebracht habe, war das allerdings anders, hier konnte ich erst im zweiten Anlauf ein vorzeigbares Ergebnis erzielen. Doch muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht aufmerksam genug das Rezept gelesen habe.

Wie beschrieben habe ich den Kuchen gebacken und auch eine Stäbchenprobe an mehreren Stellen im Kuchen gemacht, doch erst beim Anschneiden wurde ersichtlich, dass die Mitte noch im Rohzustand war. In meiner Not, wir waren eigentlich auf dem Weg zu den Schwiegereltern in spe, habe ich bei meinem Eltern – denen ich 2 Stücke da lassen wollte – den Kuchen noch einmal nachgebacken. Ganz aufgeregt habe ich dann noch angerufen, dass wir später kommen, weil der Kuchen gerettet werden muss und ich gestehe ein, es hat mich schon zur Verzweiflung gebracht. Durch das erneute Backen konnte zwar ein bisschen was verbessert werden, wirklich gut war der Kuchen nicht. Er wurde zwar trotzdem brav aufgegessen, aber dieser Vorfall beschäftigte mich noch eine ganze Weile. Erst nach mehrmaligen Lesen ist mir mein Fehler dann aufgefallen, ich hatte dennoch lange Zeit nicht den Mut, es noch einmal zu wagen. Vor gut zwei Wochen dann waren wir dann bei meinen Eltern zum Kaffee eingeladen und ich hatte eigentlich vor, einen Pflaumenkuchen zu backen, da in der Woche bereits welche im Supermarkt im Angebot waren. Als ich dem Liebsten davon erzählte, war er wenig erbaut von meiner Idee, sodass ich kurzfristig umdisponierte. Bei meiner Suche, was ich denn stattdessen machen könnte, viel mir dieses Rezept wieder in die Hände, das ich euch nun voller Stolz präsentiere:

Apfelkuchen

Zutaten

  • 1kg Äpfel
  • etwas Butter oder Rama Culinesse zum Braten
  • 4 EL Apfelsaft
  • 250g Butter
  • 200g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 125g Crème fraîche
  • 500g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Zimt
  • ggf. Sahne oder Vanilleeis dazu

Die Äpfel schälen, in Viertel schneiden und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel in schmale Streifen schneiden. Etwas Butter bzw. Rama in einer Pfanne schmelzen und die Apfelspalten kurz darin andünsten. Mit Apfelsaft ablöschen und noch mal 5 Minuten lang dünsten. Danach beiseite stellen und abkühlen lassen. Die Butter, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und schaumig aufschlagen. Nacheinander die Eier und die Crème fraîche unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Zimt mischen, danach unter die Eiercreme rühren. Den Backofen auf 180°C vorheizen und eine Springform einfetten bzw. mit Backpapier auslegen. Jetzt wird es spannend, bitte genau lesen: erst die Hälfte des Teiges hineingeben und die Hälfte der Äpfel mit der Sauce darauf verteilen. Dann den restlichen Teig darüber geben, verteilen und die zweite Hälfte der Äpfel obendrauf legen. [Bei meinem Desaster hatte ich die komplette Menge der Äpfel auf dem Teig verteilt und die andere Hälfte Teig darüber gegeben. Das war wohl zuviel Obst in der Kuchenmitte, weshalb es nicht komplett gar wurde.]

Den Kuchen in der Mitte des vorgeheizten Backofens ca. 1 Stunde backen, kurz vor Ende der Backzeit schon mal Stäbchenprobe machen. Ggf. den Kuchen für die restliche Zeit abdecken, damit er nicht zu dunkel, aber trotzdem gar wird:

Apfelkuchen fast fertig
Dann aus der Form nehmen und auskühlen lassen. Wer mag kann ihn noch mit Puderzucker bestäuben oder mit Sahne bzw. Vanilleeis servieren.

Apfelkuchen fertig
Der Kuchen hat nun allen sehr gut geschmeckt, war auch noch nach 2 Tagen frisch und saftig.

Hier hat es gerade ziemlich heftig geregnet und die Temperaturen sind deutlich gefallen, was aber im Moment ganz angenehm ist. So kann man in der Wohnung wieder durchlüften und nachts besser schlafen. Vielleicht habt ihr jetzt auch Lust wieder den Backofen zu befüllen, vielleicht mit meinem Apfelkuchenrezept. Habt ihr auch schon mal ein Desaster beim Backen erlebt oder gelingt euch alles beim ersten Mal? Freue mich auf eure Kommentare.

Liebe Grüße, Silke

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