Radeln im Pott – Teil 5: die Ruhrtalbrücke

Meine Lieben,

die Hochzeitsvorbereitungen nehmen mich schon ziemlich in Anspruch, dennoch habe ich am vergangenen Feiertag mit dem Liebsten und einer befreundeten kleinen Familie die erste Radeln-im-Pott-Tour 2016 gemacht. Das Wetter war traumhaft, ein richtiger Vorgeschmack auf den Sommer, der trotz starker Pollenkonzentration für mich kaum getrübt wurde. Für den Anfang hatten wir uns eine leichte Route von etwa 8 km einfacher Strecke herausgesucht, die uns an der Ruhr entlang zu einem netten Lokal namens „Dicken am Damm“ führte. Unsere Touren aus dem vergangenen Jahr hatten uns gelehrt, dass es sinnvoll ist diese so zu planen, dass ein Päuschen mit leckerem Getränk und kleiner Stärkung sozusagen auf dem Weg liegt. Dies hat sich nun bezahlt gemacht. Wir haben die gut 16 km insgesamt locker geschafft und sind auch zwei Tage danach nicht übermäßig platt oder von Muskelkater geplagt. Also alles richtig gemacht. Schön ist auch, dass sich die Tour entlang der Ruhr noch weiter bis nach Essen-Kettwig verlängern lässt, sobald wir etwas trainierter sind.

Im Biergarten haben wir dann sehr leckere Waffeln und ein kühles Getränk genossen. Dabei konnten wir das doch recht rege Treiben auf der Ruhr wunderbar beobachten, das war besonders für unseren jüngsten Teilnehmer interessant. Von einer Gondel wie in Venedig über kleine Paddelboote bis hin zu größeren Ausflugsschiffen, die sogar in unmittelbarer Nähe anlegten, war alles vertreten. Besonders imposant ist an dieser Stelle aber der Blick auf die doch sehr beeindruckende Ruhrtalbrücke der Autobahn A52, die unter anderem Essen mit Düsseldorf verbindet. Beim Überfahren ist einem gar nicht klar, wie unglaublich hoch man doch über dem Wasser hinweg rauscht, das musste ich auf jeden Fall bildlich festhalten:

Ruhrtalbrücke, Ruhr, A52, Wassersport Ruhr, Mülheim, Essen Kettwig

Der Rückweg führte uns dann noch zu einem kurzen Abstecher auf einen nahegelegenen Spielplatz, um auch den Kleinsten in unserer Runde glücklich zu machen. So konnte ich gleichzeitig weiter Sonne tanken, um meine Haut etwas vorzubräunen bis zur Hochzeit. Hier seht ihr unsere genaue Route:

Route Dicken am Damm, Fahrrad, Mülheim, Ruhrtalbrücke

Der Tag war unglaublich schön und entspannend, es gab viele tolle Momente mit der kleinen Familie und ich habe die sommerlichen Temperaturen wirklich genossen. Es war ein sehr guter Auftakt für eine Fortsetzung der Reihe „Radeln im Pott“ in 2016, die anderen Beiträge findet ihr im Menü. Ich hoffe es ist auch eine Route für dabei und ihr habt generell Lust bekommen auch mal wieder den Drahtesel abzustauben. Für mich eine schnelle und einfache Möglichkeit sich zu bewegen und gleichzeitig die nähere Umgebung zu erkunden, auch lässt sich meine Leidenschaft für die Fotografie damit wunderbar verbinden.

Ich wünsche euch noch ein schönes restliches Wochenende.
Viele liebe Grüße, Silke

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Radeln im Pott – Teil 4: der Tetraeder in Bottrop

Ihr Lieben,

wie ihr schon durch die Reihe „Radeln im Pott“ erfahren habt, entdecken der Liebste und ich aktuell die Sehenswürdigkeiten der Region per Rad. Die meisten davon habe ich bisher auch nicht per Auto oder zu Fuß besucht, daher wird es höchste Zeit, das Repertoire ein wenig aufzustocken. Wie könnte ich sonst so von meiner Heimat schwärmen, wenn ich die größten Touri-Punkte nicht selbst gesehen habe. Oftmals ist es das Nächstgelegene, das einem nicht in den Sinn kommt und man lieber wer weiß wie weit weg fährt. Ihr wisst sicher, was ich meine. Doch dank der neu entdeckten Freude am Fahrradfahren ist das ja gut miteinander zu verbinden. So waren wir kürzlich an einem Mittwochabend nach dem Essen noch beim Tiger&Turtle in Duisburg bei Dämmerung, nur mit dem Fotoergebnis bin ich nicht so zufrieden, das ich sie zeigen möchte. Die Geschichte von unserer Tour zum Geleucht habe ich euch ja bereits erzählt. Heute möchte ich euch den Tetraeder in Bottrop wärmstens empfehlen, diesen haben wir Ende Juli an einem Sonntagnachmittag besucht. Hier eine Übersicht unserer Tour:

Tetraeder Bottrop, Radtour, Mülheim
Der Sonntag bot sich an diesem Wochenende an, da es nach einigen Tagen Regen endlich wieder trocken und etwas sonnig zu werden schien. Wie sonnig, sollte sich später noch herausstellen. Wir waren insgesamt von Mittag bis in den frühen Abend hinein etwa 3-4 Stunden unterwegs, hatten vorsichtshalber lange Hose und Jacke dabei, doch im Nachhinein wäre kürzere Kleidung sinnvoller gewesen. Von Mülheim aus ging es zunächst Richtung Centro und dann weiter durch Oberhausen, teilweise unterhalb der A 42. Dabei sind wir das auf dieses Gebäude gestoßen, ein Relikt aus früheren Tagen:

Verkaufsanstalt gute Hoffnungshütte, Oberhausen, altes Gebäude
Es ist schön zu sehen, das manche Gebäude aus dieser Zeit noch zu gut erhalten sind. Außerdem war es eine gute Gelegenheit im Schatten ein Päuschen zu machen und weitere Erfahrung mit der Kamera zu sammeln. Denn es war auf der Tour wärmer als ursprünglich gedacht. Weiter ging es entlang der A42 und vorbei an der Burg Vondern, die ich bisher gar nicht kannte:

Burg Vondern, Oberhausen, A 42
Hier hatte an dem gleichen Wochenende ein mittelalterliches Fest stattgefunden, wie ich dank Internet herausfand und man kann die Räumlichkeiten der Burg inklusive Innenhof auch mieten. Keine schlechte Location für eine Party, weit und breit keine Anwohner, die sich gestört fühlen könnten und ausreichend Parkplätze an der Straße vor der Einfahrt. Werde ich mir merken, falls irgendwann eine größere Feier ansteht. Nach einiger Zeit des Radelns konnten wir unser Ziel dann schon hoch oben auf dem Berg entdecken, dennoch war es noch ein ganzes Stück zu radeln, bis wir endlich am Ziel waren:

Tetraeder, Bottrop
Am Fuße des Berges standen wir vor der Wahl, entweder den geschlungenen breiten Weg mit dem Rad nach oben zu meistern oder die Räder abzustellen, um über eine Vielzahl kleiner Stufen den Berg zu erklimmen. Da der Liebste anschließend den Berg mit dem Rad runter rollen wollte, nahmen wir den anstrengenden Aufstieg in Kauf. Also krämpelte ich zwischenzeitlich meine Hose hoch, um etwas Abkühlung zu bekommen, denn die Sonne brannte inzwischen vom Himmel, das hatte ich so nicht erwartet. Bei etwa 2 Drittel des Weges legten wir eine Pause ein, um wieder Kraft zu sammeln für das letzte Stück und irgendwie schafften wir es schließlich bis ganz nach oben:

Tetraeder, Bottrop
Für dieses traumhafte Bild mit einem großartigen Himmel im Hintergrund hat sich die Anstrengung aber wirklich gelohnt. Zur Abkühlung wehte dort oben auch ein angenehmer Wind, sodass die Strapazen recht schnell vergessen waren. Wenn ich nun schon einmal dort hinaufgekraxelt bin, möchte ich auch die Aussicht genießen. So stiegen wir Ebene für Ebene nach oben, um schöne Luftaufnahmen vom Ruhrgebiet zu machen. Leider bin ich mit meiner Kamera bei greller Mittagssonne noch nicht gut genug vertraut, um viele schöne Bilder zu machen. Die meisten waren ziemlich stark überbelichtet, sodass ich euch nur eins als Beweis hier zeigen möchte:

Tetraeder_4
Inzwischen macht mir die Höhe glücklicherweise nicht mehr so viel aus, sodass ich diesen Ausblick genießen konnte. Nach dieser Pause stellten wir kurz die Überlegung an, zum Abendessen das „Woodpeckers“ in Bottrop direkt mit dem Rad anzusteuern, entschlossen uns dann aber (glücklicherweise) für den Heimweg und die Autofahrt zum Abendessen. Denn nach einem kurzem Boxenstopp an einer Tankstelle – ist schon etwas befremdlich mit dem Fahrrad an der Tanke zu halten – zogen immer mehr Wolken auf und als wir wieder am Centro vorbeikamen war es schon recht frisch geworden und ziemlich grau am Himmel. Ziemlich erschöpft kamen wir dann knapp vor einem heftigen Regenschauer zuhause an, da hatten wir richtig Schwein, sonst wären wir völlig durchnässt worden. Kommen schließlich auch trockenen Fußes hin und zurück zum Auto, sitzen im Woopeckers draußen unter einem großen Sonnenschirm und sehen dem teils kräftigen Regenschauer zu. Essen sehr leckere Burger und ich trinke einen Kakao mit kleinen Marshmallows zum aufwärmen – mega gut, muss ich mir zuhause auch mal machen. Beobachten von unserem trockenen Plätzchen aus drei Enten, die den Autos und Motorrädern die Zufahrt zum Parkplatz erschweren  und von dem Drumherum sowie dem Regen völlig unbeeindruckt sind. Im Woodpeckers wurden wir von sehr netten Kellnern trotz großem Andrang und längeren Wartezeiten bedient, kann ich nur empfehlen. Besonders wer Motorräder mag ist dort gut aufgehoben, da man dem Treiben an diesem beliebten Treffpunkt in Ruhe zuschauen kann.

Die Bilanz des Tage ist zum einen, dass wir solch längere Touren demnächst unterteilen sollten, um mehr Pausen zu machen, damit es nicht so erschöpfend ist. Zum Anderen sollte man sich auch bei wechselhaft anmutendem Wetter vor Fahrtantritt eincremen, um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Den hatten wir beide uns als Andenken an diesen Tag geholt, was nicht weiter schlimm gewesen wäre, hätte sich das schöne Wetter auch in der kommenden Woche fortgesetzt. Doch am nächsten Tag bei fast schwarzem Himmel in Weltuntergangsstimmung und starkem Regen mit glühendem, dunkelrotem Gesicht im Büro zu sitzen und ständig kopfschüttelnden Kollegen zu begegnen war kein Spaß, dann kann ich euch versichern. Sie konnten das nicht so recht verstehen, für sie war es am Vortag nicht „so“ schön, als das man sich einen solchen Sonnenbrand hätte holen können. Wahrscheinlich waren sie nur neidisch, dass wir die kurze Zeit des Sommerwetters entsprechend genutzt hatten, doch das konnte mein zeitweises Unwohlsein nicht wirklich lindern. Habe den Tag dann irgendwie überstanden und freue mich im Nachhinein über die Bräune, die daraus entstanden ist.

Hoffe ich konnte euch eine weitere Anregung geben, was man im Ruhrgebiet so besichtigen kann. Zwar lädt das Wetter aktuell nicht so recht dazu ein, sich draußen lange aufzuhalten, aber geben wir mal die Hoffnung nicht auf, dass der Herbst auch noch sonnige Seiten hat.

Viele liebe Grüße, Silke

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Radeln im Pott – Teil 3: das Geleucht in Moers

Nachdem wir am Vortag bereits einiges geradelt waren, Näheres könnt ihr hier nachlesen, sollte es am Pfingstsonntagabend eigentlich eine kleine Tour von etwa 8 km einfache Strecke werden. Das Ziel verriet mir der Liebste nicht, er hatte sich an einer Empfehlung der Radfahr-App komoot orientiert und ich war einverstanden. Mit diesem Wissen radelten wir los, natürlich überlegte ich als grob die anfängliche Richtung klar war, wo es denn wohl mit dieser Entfernung von unserem Zuhause hingehen könnte. Vielleicht in den Duisburger Innenhafen, um dort etwas zu essen oder zu trinken, denn es war am Tag recht sonnig und schön gewesen. Dementsprechend hatten wir uns beide für T-Shirt und Strickjacke zur Jeans entschieden. Als irgendwann der Abzweig dorthin vorbei war, machte ich mir weiter Gedanken, wo es denn hingehen könnte. Wurde nicht so recht schlau daraus, irgendwann waren wir dann in Ruhrort und ich dachte mir schon, dass nun so langsam die Länge der Strecke auf einfachem Wege erreicht sein müsse. Auf der Brücke in der Nähe der Mühlenweide gefiel mir das Panorama mit der langsam untergehenden Sonne, dem Rhein und den Schiffen so gut, dass ich darum bat anzuhalten, um Fotos zu machen.

Rhein Duisburg Ruhrort Schifffahrt Sonnenuntergang Mündung
Finde das Bild ist mir auch ziemlich gut gelungen, kann mich direkt wieder an den Abend zurück versetzen. Nachdem ich mit dem Knipsen fertig war, eröffnete mir der Liebste, das man sein Ziel am Horizont schon erkennen könne. Am Horizont, dachte ich, da sehe ich nur die Brücke der A42 und die Stadteile Hamborn/Beeck, wo will er denn da hin? Nachdem all meine Vermutungen ins Leere liefen, lüftete er das Geheimnis, das es zum Geleucht – der Grubenlampe in Moers – gehen sollte und ihn die App wohl in die Irre geführt habe. Die 8 km waren wohl nicht die tatsächliche Strecke von unserem Standort in Mülheim aus, sondern von der Person übernommen, die diese Tourempfehlung in der App eingestellt hatte. Nun galt es zu entscheiden, ob wir weiter fahren oder umkehren wollten. Voller Schwung vom erholsamen Wochenende und dem Willen, jetzt nicht einfach aufzugeben, fuhren wir weiter am Rhein entlang. Dabei boten sich weitere schöne Fotomotive und eine ganze Schafsherde.

Friedrich Ebert Brücke Duisburg Ruhrort Fahnenmast Mühlenweide
Rhein Schafe Duisburg Laar Deich Sonnenuntergang
Schafe Lämmchen Baby Schäfchen

Nachdem wir dann die Brücke der A 42 überquert und in Baerl / Moers angekommen waren, war es schon merklich kühler, da Sonne fast untergegangen war. Da kamen die ersten Zweifel, ob die Aktion so eine gute Idee war, doch so kurz vor dem Ziel war aufgeben wirklich keine Option mehr. Nach einigem Suchen, da die App doch nicht alle Wege genau kannte und wir noch keine Halterung fürs Smartphone am Fahrrad hatten, trafen wir auf eine Gruppe von Geleucht-Besuchern, die scheinbar eine Führung gebucht hatten, denn alle trugen eine kleine rote Grubenlampe bei sich. Dies half uns den richtigen Weg nach oben zu finden, doch dieser war nach einiger Zeit so steil, dass es selbst im kleinsten Gang mit dem Rad nicht mehr zu schaffen war. Doch wir bissen auf die Zähne, denn schließlich war das Ziel schon fast zum Greifen nah. Nachdem ich schon einige Mal dachte, jetzt müsste es doch die letzte Kehre sein, kamen wir irgendwann endlich oben an. Die Wege sind anscheinend noch recht neu und schlangenlinienförmig angelegt, was die App zwischenzeitlich etwas verwirrte, aber dazu gleich mehr. Der Ausblick vom Geleucht entschädigte uns aber für all die Mühen, dort hinauf zu kommen:

Moers Geleucht Grubenlampe Sonnenuntergang Niederrhein
Moers Duisburg Brücke A 42 Rhein Blick von oben ThyssenKrupp Werk
Geleucht Moers Grubenlampe

Unterhalb des Geleuchts ruhten wir uns auf den Stufen noch ein wenig aus, als die Gruppe schließlich ihr Ziel erreichte und das Geleucht zur Besichtigung geöffnet wurde. Das wäre auch unsere Chance gewesen mit hoch zu gehen, doch wir wollten uns lieber die Zeit und die Kräfte für den Rückweg aufsparen. Damit komme ich zu einem weiteren Erlebnis dieser Tour, dem Rückweg. Hierbei wollten wir eigentlich wieder der App vertrauen – besser wäre es gewesen, mal auf den gesunden Menschenverstand zu hören – um nach unten zu gelangen. Doch diese führte uns über schmale Pfade mitten durchs Gebüsch, vermutlich war der Weg früher so angelegt gewesen. Als wir endlich wieder gefestigten Boden unter den Rädern hatten begegneten uns – gefühlt – riesige Mücken von der Größe wie eine Libelle oder ein Schmetterling, glücklicherweise sind wir von Stichen verschont geblieben. Wobei das irgendwie die „Krönung“ dieser Tour gewesen wäre.

Für den weiteren Rückweg entschieden wir uns linksrheinisch zu bleiben, um gefühlt etwas Wegstrecke zu sparen. Inzwischen war es nach Sonnenuntergang wirklich kalt, sodass einem sowohl Ohren als auch Finger abfroren, je länger wir fuhren. Die Dunkelheit erschwerte zumindest mir zusätzlich das Fahren, da mein Scheinwerfer vorne alles um mich herum wie Straßenschilder und Bäume anstrahlte nur nicht den Weg vor mir. Solange wir unter Straßenbeleuchtung fuhren, war das nicht so problematisch, doch auf dem letzten Teilstück entlang der Ruhr konnte ich mich nur noch an der LED-Leuchte des Liebsten orientieren, der allerdings nicht zu weit vorweg fahren durfte. Zeitgleich wurde auf dem Stück der Zustand des Radwegs deutlich schlechter und die tiefhängenden Äste / Sträucher machten uns zusätzlich das Leben schwer. Zu diesem Thema habe ich bereits mit der Stadt bzw. den Zuständigen bei Straßen NRW Kontakt aufgenommen. Zwar hängen überall Schilder, dass die Strecke in schlechtem Zustand ist, aber ein ordentlicher Grünschnitte hätte schon geholfen. Außerdem sind die Schilder bei Dunkelheit kaum lesbar und in unserer Verfassung haben wir sie auch nicht wirklich beachtet. Ziel war nur noch irgendwie nach Hause ins Warme zu kommen, was zu trinken und zu essen. Der Kuchen vom Nachmittag war inzwischen mehr als verbraucht.

Als wir schließlich zuhause ankamen, beschlossen wir noch ins Auto zu steigen und zum goldenen M zu fahren. So etwas hatten wir beide seit Jahren nicht mehr gemacht, nur das Haus verlassen, um einen Burger zu essen. Die wenigen Treppen runter in die Tiefgarage waren für mich kaum zu schaffen, so hart waren meine Oberschenkel, einzelne Stufen bin ich sogar runter gehopst, weil es nicht mehr ging. Fühlte mich wie ein Cowboy, aber nach einer Tour von 36 km in etwa 3 Stunden ist das ja auch kein Wunder. Hier könnt ihr unseren Weg nachverfolgen:

Radweg Geleucht Moers Mülheim
Nach Mitternacht fielen wir dann gesättigt und völlig entkräftet in sekundenschnelle in einen tiefen Schlaf. Doch immerhin konnten wir uns für die Tour mit schönen Fotos belohnen und haben nun in vielen Jahren noch eine Geschichte zu erzählen, die sich sicher noch unsere Enkel – sofern wir damit gesegnet werden – noch anhören dürfen. Wenn ihr mögt, erzählt mir von euren Fahrradabenteuern oder anderen Vorfällen, bei dem Plan und Wirklichkeit am Ende sehr weit auseinander lagen. Ich freue mich darauf.

Nun hoffe ich, ihr habt ein nettes Plätzchen gefunden, um die heißesten Tage des Jahres gut zu überstehen.
Liebe Grüße, Silke

P.S.: Wenn ihr euch auch für die anderen Teile dieser Reihe interessiert, findet ihr sie hier unter Teil 1 und Teil 2

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Radeln im Pott – Teil 2: der Kaisergarten in Oberhausen

Wie bereits angekündigt möchte ich hier die Rubrik „Radeln im Pott“ etablieren und setze die Reihe heute mit einer Tour von Mülheim nach Oberhausen fort. Am Pfingstwochenende haben wir uns mit einem guten Freund zu einer gemeinsamen Radtour verabredet. Da dieser in Oberhausen wohnt und wir zusammen was essen wollen lag es nahe Richtung Kaisergarten und Centro zu fahren. Hier seht ihr unsere genaue Tour auf der Karte:

Karte Kaisergarten Centro Radweg

Zwar war es ziemlich kühl und bedeckt, doch die Entscheidung fällten wir noch bei Sonnenschein und stick warmer Luft. Im Nachhinein war es vermutlich besser so zum Radeln – außerdem sind wir ja nicht aus Zucker 😉 – und man fährt sich ja auch warm. Die erste Station war der Kaisergarten in Oberhausen, aufgrund des Wetters war nicht viel los und wir fanden einen netten Platz direkt am Wasser. Von hier konnten wir das rege Treiben der Tiere auf und neben dem Gewässer gut verfolgen. Hier ein paar Impressionen:

Schloß Oberhausen Kaisergarten Steg Springbrunnen

Oberhausen Kaisergarten Springbrunnen Schloß Oberhausen

Nicht weit von unserem Platz hatte sich eine Schwanfamilie niedergelassen mit vielen süßen kleinen Schwanbabys. Davon habe ich allerdings kein Foto gemacht, da ich die Eltern nicht verärgern wollte. Schließlich hat meine Schwester als Kind damit schlechte Erfahrungen gemacht, wurde sogar gebissen, das wollte ich nicht für ein Bild riskieren. Manchmal muss man der Natur ihre Ruhe lassen. Bei der Weiterfahrt habe ich dann nicht mehr an meine Sonnenbrille gedacht, die ich zwar nicht als Sonnen- vielmehr als Insektenschutz verwendet und wohl etwas unglücklich in meinen Fahrradkorb gelegt hatte. Kurze Zeit später nach einem etwas holprigen Stück mit Kopfsteinpflaster entlang des Rhein-Herne-Kanals hörte ich ein komisches Klappern und drehte mich um. Da ich nicht meine Brille vermutete und auch die Sonne nicht schien habe ich meine Verwunderung schnell wieder beiseite geschoben. Erst nach dem Essen im Pfannkuchenhaus an der Centro Promenade viel mir auf, dass meine Brille nicht mehr da war. Auf dem Rückweg haben wir versucht den gleichen Weg zu nehmen, doch ich hatte kein Glück. Das hat mich zwar im ersten Moment etwas mitgenommen, aber es war kein Verlust von hohem Wert, somit konnte ich ihn schnell verwinden.

Ein wenig getröstet hat mich das wieder ein mal sehr leckere Essen im Pfannkuchenhaus, mir gefällt die Auswahl und die Möglichkeit, sich seinen Pfannkuchen indivuell zusammen zu stellen. Angefangen beim Teig, der Weizen oder Vollkorn sein kann, über diverse herzhafte bis süße Zutaten ist alles einzeln wählbar. Mein Favorit ist Vollkorn mit Lauch, Feta und Thunfisch. Sieht aus wie Pizza, schmeckt aber viel besser. Alternativ gibt es auch fertig belegte Pfannkuchen, hier ist Chili con Carne meine erste Wahl, da es zwei meiner liebsten Gerichte miteinander kombiniert. Ansonsten gibt es auch noch Schnitzel und andere Fleischgerichte auf der Karte, doch zu denen kann ich kein Urteil fällen, da ich in einem Pfannkuchenhaus nunmal dem Namen nach bestelle.

So nun hoffe ich, dass ich euch für das kommende Wochenende und den bevorstehenden Sommer inspirieren konnte. Was könnt ihr mir an Radtouren empfehlen, was sollte man unbedingt mal ausprobieren? Ich freue mich schon auf eure Kommentare.

Wünsche uns allen morgen einen schönen Siebenschläfertag, auf das die nächsten 7 Wochen angenehm sommerlich werden.
Liebe Grüße, Silke

Update: hier die Links zu Teil 1 und Teil 3 dieser Reihe, Fortsetzung folgt.

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Radeln im Pott – Teil 1: entlang der Ruhr von Mülheim nach Duisburg

Ihr Lieben,

mit diesem Beitrag möchte ich eine neue Kategorie eröffnen, da der Liebste und ich in den letzten Wochen unter die Freizeitradler gegangen sind. Nachdem mein geliebter Drahtesel die letzten Jahre ein eher tristes Dasein fristete habe ich ihm in diesem Jahr eine Frischzellenkur in Form eines Frühjahrs-Checks beim Fahrradhändler verpasst. Dem Liebsten fehlte noch der passende fahrbare Untersatz, sodass wir zeitgleich für ihn eins ausgesucht haben. Seitdem versuchen wir so oft es geht mit dem Rad unterwegs zu sein, mir kommt es entgegen, da ich auch gerne abends nach dem Abendessen eine Runde drehe, Spazieren gehen aber der Liebste nicht so gerne hat. Somit fanden wir hier einen guten Kompromiss. Nachdem die ersten Runden zunächst die Abholung der Räder beim Fahrradhändler sowie der Weg zu einem guten Freund in der Nähe waren wollten wir am ersten Brückentag im Mai so richtig wissen. Unsere Tour führte uns an der Ruhr entlang von Mülheim aus nach Duisburg und auf der anderen Seite durch Oberhausen wieder zurück. Den genauen Weg könnt ihr hier verfolgen:

Radweg Ruhr Duisburg Mülheim
Besonders die andere Seite der Ruhr von Duisburg kommend Richtung Oberhausen/Mülheim hat mir sehr gefallen. Beim nächsten Mal werde ich meine DSLR mitnehmen und von wundervoll bewachsenen Radwegen, die aktuell in voller Blüte stehen, Fotos machen. Aktuell bin ich nur mit dem Smartphone unterwegs, doch auch diese Bilder sind vorzeigbar. Daher hier ein kleiner Eindruck:

Mülheim Ruhr Ruhrpark Radweg
Mülheim, Ruhr, Ruhrpark

Für die ca. 16 km waren wir mit einigen Pausen, um uns auf der Navi-App nach dem Weg zu erkundigen (inzwischen hat der Liebste eine Halterung fürs Rad zum Geburtstag bekommen), in etwa 1,5 Stunden unterwegs. Da wir am Abend mit Freunden zum Essen und gemütlichen Beisammensein verabredet waren, konnten wir nach der Tour so richtig zuschlagen. So wählten wir im Raffelberger Hof sowohl das Schweinefilet im Speckmantel mit Bratkartoffeln sowie den Raffelburger, den der Liebste für besonders lecker befand. Wer also in der Nähe des Duisburger Zoos gutbürgerliche Küche zu moderaten Preisen und freundlicher Bedienung sucht, ist in dieser Gaststätte gut aufgehoben. Auch ein paar begrenzte Plätze im Biergarten gibt es bei schönem Wetter zu ergattern, allerdings darf man die Lage an einer gut befahrenen Straße nicht verschweigen. Davon ist allerdings drinnen kaum noch was zu hören. Dafür wird umso lauter das Schnitzel frisch geklopft, was auch ein Qualitätsmerkmal ist.

Ich hoffe mein Erfahrungsbericht hat euch gefallen und inspiriert, auch mal wieder die nähere Nachbarschaft per Rad zu erkunden. Gerne nehme ich Tipps für eine weitere Tour in der Region entgegen. Weitere Beiträge zu diesem Thema folgen in der nächsten Zeit.

Für den morgigen ersten richtigen Sommertag mit über 30 Grad wünsche ich euch einen kühlen Kopf und frühen Feierabend.

Ganz liebe Grüße, Silke

Nachtrag: hier geht es zum zweiten und dritten Teil dieser Serie.

 

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