Von einer Horde wilder Hornissen im Wohnzimmer, Nicht-Vorsätzen, Plänen und einem kleinen Rückblick

Meine Lieben,

das neue Jahr ist nun schon knapp drei Wochen alt und bisher bin ich zuversichtlich, dass es ein gutes Jahr für mich wird. Ich hoffe ihr seid gut ins Jahr 2016 gestartet. Wie schon in den letzten Jahren habe ich keine sogenannten Vorsätze gefasst, schließlich ist Ernährung, Bewegung, bewusst leben und vieles mehr schon länger in meinem Fokus, daran arbeite ich regelmäßig, sodass ich es nicht als Vorsatz fassen muss. Außerdem scheitern die meisten Neujahrsvorsätze schon nach kurzer Zeit. Da erzähl‘ ich euch sicher nichts Neues. Nach den doch sehr genussvollen und zügellosen Feiertagen zum Jahresende habe ich mich schon wieder gut im Griff, ernähre mich recht gesund und mache regelmäßig Sport. Besonders Yoga hat es mir angetan, nach dem Tipp von Ellen mache ich das „30 Days of Yoga„-Programm von Adriene auf Youtube und ich bin wirklich begeistert. Früher habe ich Yoga ja als sehr esoterisch angehauchte Gymnastik abgetan, aber da lag ich komplett falsch. Auch wenn ich nicht komplett daran glaube, damit irgendwelche Energieflüsse in meinem Körper zu beeinflussen, so fühle ich mich nach einer Viertel- oder halben Stunde – so lang oder kurz sind die Videos – richtig gut, was besonders jetzt im Winter hilfreich ist.

So ist es in den letzten Wochen nicht selten passiert, dass ich ziemlich unmotiviert, energielos oder müde war, dann die liebe Adriene in mein Wohnzimmer geholt habe und es mir danach richtig gut ging. Glaube ich wäre an so manchen Tagen nicht so produktiv gewesen oder hätte mehr Zeit mit schlafen verbracht als ich es letztlich tat. Was mir gut gefällt ist die beruhigende, aber dennoch nicht anstrengend langsame Art zu sprechen, die Adrienes Englisch auch gut verstehen lässt. Das solltet ihr wissen, die Videos sind komplett auf Englisch, aber ich finde man versteht ganz gut was gemeint ist, auch wenn nicht jedes Wort klar ist. Mit der Zeit habe ich einige neue Begriffe gelernt, kenne so manche Übung und deren Bezeichnung, sodass ich auch vom Video wegschauen kann. Merke wie sich meine Beweglichkeit erhöht hat, aber besonders mein Rücken jubelt nach jeder Yoga-Session und auch im Alltag habe ich weniger Zipperlein. So mache ich einige Übungen schon morgens nach dem Aufstehen, um alles an seinen Platz zu rücken und die Müdigkeit aus dem Körper zu treiben, gleiches kann ich auch gut auf dem Bürostuhl vollführen. Das lockert die doch arg gebeutelte Rückfront und tut gut, wieder in Schwung zu kommen.

Angestachelt von meinem sportlichen Ehrgeiz hat sich der Liebste (endlich) aufgerafft, die Standhalterung für sein Fahrrad zur Nutzung im Innenbereich aufzubauen. Ein netter Nachbar hat es uns schon vor einiger Zeit zum Testen überlassen und nach anfänglichen Schwierigkeiten steht es jetzt einsatzbereit in unserem Wohnzimmer. Einzig die Geräuschentwicklung ist gewöhnungsbedürftig, so klang es kürzlich für mich im Bad als würde eine Horde wild gewordener Hornissen durch unsere Wohnung fliegen. So kam es zu dem Posttitel heute 😉 Inzwischen ist ein Bezug für den Reifen bestellt, der wieder Ruhe bringen soll. So könnten wir parallel Yoga und Radeln durchführen, was bei einem ersten Versuch unter den Bedingungen nur schlecht möglich war. Der Liebste hatte es sich schön eingerichtet, mit lauter Musik – zur Motivation versteht sich – auf den Ohren, trat er kraftvoll in die Pedale. Doch für mich war es doch nicht so leicht zu übertönen, wie ich dachte. Im Stehen konnte ich bei hoher Fernseher-Lautstärke Adriene noch gut verstehen, aber als ich auf der Matte direkt neben den „Hornissen“ lag, war es endgültig vorbei. Zum Glück kannte ich die Übungen, sodass ich meinen sportlichen Einsatz zu Ende bringen konnte. Glücklicherweise ist unser Haus massiv gebaut, sonst hätte sicher schon einer der Nachbarn den Kammerjäger gerufen 😉

Orange halbiert, angeschnitten, frisch, halbe Frucht, Smoothie

Bei so viel Bewegung müssen wir uns natürlich auch gut stärken. Das versuchen wir so oft es geht mit Selbstgekochtem abzudecken, dazu gibt es hin und wieder morgens einen frischen Smoothie und ein paar Leckereien für den Genuss. Unser liebster Smoothie besteht aus 2 frisch gepressten Orangen und einer Banane, wahlweise verfeinert mit dem Saft eines Granatapfel – Erfahrung hat uns gelehrt, das auspressen besser ist, als die Kerne zu mixen – oder 2 Maracujas. Ausprobiert haben wir auch Papaya (ganz gut), Mango (lecker, aber oft ziemlich weiches Fleisch) und Kiwi (ziemlich gut). Allein dafür hat sich unser Standmixer schon bezahlt gemacht, hätte nicht gedacht, dass wir dadurch tatsächlich regelmäßig Vitaminbomben zaubern. Auch Pesto für Nudeln steht seitdem viel häufiger auf dem Programm, da lässt sich ja auch gut experimentieren.

Neues gewagt habe ich auch im vergangenen Dezember mit der Dekoration für die Adventszeit. Mir war danach, das ein oder andere selbst zu machen, manchmal tut Veränderung richtig gut. Ich hatte ja schon Teelichtgläser im November satiniert, sodass jetzt noch Deko für die Eingangstür und die Glasbodenvase fehlte. Hatte auf der Verpackung des roten Filz schon Anregungen gesehen, die ich unbedingt umsetzen wollte. Spaß hat mir die Arbeit mit Filz und Bastelkleber gemacht, das vernähen von Filz mit der Hand ist doch schwierig, darauf kann ich zukünftig verzichten. Trotzdem alle Mühe hat sich gelohnt, fühlte mich in diesem Advent besonders wohl in unserem vorweihnachtlichen Zuhause und auch unseren Gästen hat es gut gefallen. Hier könnt ihr euch von meiner Arbeit selbst ein Bild machen:

Filz Deko Weihnachten Tür Glasvase selbstgemacht Tannenbaum beleuchtetDeko Weihnachten rot Kerzen Tanne Herz TeelichterAuf dem ersten Foto seht ihr die Deko an der Bodenvase, die Ränder sind mit rotem Glitzerfaden vernäht, das sieht man nur leider nicht. Die Türdeko ist zwar an den Rändern nicht ganz perfekt, aber der Filz war etwas weicher und ließ sich schlecht schneiden. Außerdem gibt es dem ganzen eine persönliche Note 😉 Überlege nun schon, was ich für die kommenden Wochen an Deko erstellen könnte, das nicht nur österlich ist, sondern bis über den Sommer hinweg bleiben könnte. Habe selbst gebogene Drahtblumen und -herzen gesehen, die mit Nagellack richtig tolle Effekte erzielen, vielleicht teste ich das aus. Weiß nur noch nicht, woran ich sie befestige oder wie ich sie dann zur Dekoration verwende. Vielleicht habt ihr ja Tipps für mich? Ansonsten wird es nach den doch recht ruhig verbrachten Feiertagen im neuen Jahr für mich nicht langweilig. Einen Tag nach Nikolaus bekam ich die Frage aller Fragen gestellt und bin seitdem immer wieder mit den Vorbereitungen für das große Fest beschäftigt. Dafür werde ich sicher auch einiges selbst gestalten, teilweise mit der Hilfe von Schwiegermama in spe, die besonders für Karten und Papier ein Händchen hat.

Wie ihr seht, bei mir wird es nicht langweilig in 2016. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr Vorsätze oder Pläne, vielleicht stehen kleine und große Veränderungen an? Ich freue mich auf eure Kommentare dazu.

Winterlich frostige Grüße, Silke

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