Zu guter Letzt in 2015…

Ihr Lieben,

der Dezember war für mich sehr emotional und ereignisreich, daher war es hier leider ruhiger als geplant. Doch so ganz ohne einen Eintrag möchte ich dieses Jahr nicht beenden. Ich hoffe ihr habt die Weihnachtstage gut verbracht und konntet der allgemeinen Hektik einigermaßen entfliehen. Bei mir war es fast perfekt in diesem Jahr, wäre da nicht der Verlust eines geliebten Menschen gewesen. Doch so ist der Lauf der Dinge schätze ich, das sagt sich leichter als es wirklich ist. Jeder der es bereits erlebt hat, weiß was ich meine. Klar das Leben muss weitergehen, das wäre auch im Sinne des Verstorbenen. Und doch gibt es immer wieder Momente, Erinnerungen, ein Wort oder eine bewegende Szene im Fernsehen, die einem die Trauer wieder bewusst machen. Vermutlich ist einzig Zeit das Heilmittel, sich einerseits Zeit zum Trauern nehmen und zum Anderen mit der Zeit lernen, diese zu bewältigen. Für mich ist es das erste Mal als Erwachsener, das ich einen engen Verwandten verliere, somit kann ich kaum auf Erfahrungen im Umgang damit zurückgreifen. Manchmal wünschte ich mir noch ein Kind zu sein und wie mein Patenkind sagen zu können: „ist doch nicht so schlimm, sie schaut uns jetzt vom Himmel aus zu“. Doch genug der Sentimentalität zum Abschluss des Jahres möchte ich euch noch mein liebstes Rezept für Roggenbrötchen vorstellen, das eignet sich gut für ein Neujahrs-/  Katerfrühstück.

Gefunden habe ich es bei der lieben Nika, von ihr war ja schon das Haferflockenbrot-Rezept, das ich eine zeitlang sehr oft nachgebacken habe. Die folgenden Zutaten braucht ihr für ca. 8 ordentlich große Brötchen. Wenn ihr kleinere Mengen abteilt werden es sicher auch 10 Stück.

Roggenbrötchen

Zutaten:

  • 400g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 200g dunkles Weizenmehl (Typ 1050)
  • 40g Hefe (1 Würfel)
  • 1 TL Salz
  • 500 ml fettarme Milch oder Buttermilch
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 2 EL Zitronensaft

Die Milch zusammen mit dem Wasser auf dem Herd erwärmen. Dann die Hefe dazugeben und umrühren. Da die Milch nicht zu heiß werden darf empfielt sich eine mittlere Stufe beim Herd und das umrühren mit dem Finger (Tipp von Nikas Oma), um die Temperatur gut einschätzen zu können. Hat bei mir sehr gut geklappt, auch wenn mich der Liebste kürzlich freundlich darauf hinwies, dass wir auch Löffel hätten 😉

Während die Milch warm wird lässt sich schon mal das Mehl in einer Schüssel vorbereiten. Hinzu kommt dann das Salz und der Zitronensaft sowie die Hefe-Milch, sobald sie fertig ist. Diese Masse mit den Knethaken des Mixers ordentlich verkneten, mindestens 5 Minuten lang. Das klingt nicht viel, aber mit dem Rührgerät kommt es einem deutlich länger vor. Ich bereite den Teig meistens in der „Peng-Schüssel“ von Tupper zu (der Kenner weiß wovon ich spreche), somit verschließe ich den Teig mit dem Deckel und stelle die Schüssel in den ca. auf 40 Grad vorgewärmten Backofen. Natürlich tut es auch ein anderer warmer Ort und ein Handtuch zum zudecken. Nun habt ihr 30 Minuten Zeit etwas anderes zu erledigen, solange muss der Teig ruhen und aufgehen. Es hat sich als hilfreich erwiesen, vorher noch etwas Mehl über den Teig zu geben, da er gerne mal so weit aufgeht, dass er am Deckel kleben bleibt.

Nach der Ruhezeit die Hände ordentlich mit Mehl oder wie bei mir erst mit etwas Margarine und dann mit Mehl einreiben, damit der Teig nicht so sehr an den Fingern kleben bleibt. Als ich die Brötchen das zweite Mal gemacht habe lag am Ende der Ruhezeit eine Silikonmatte mit etwas Mehl bestäubt, ein Teigschaber mit Margarine-Mehl-Überzug sowie eine weitere Schüssel mit Mehl bereit. So vorbereitet holte ich den Teig mit dem Schaber aus der Schüssel auf die Arbeitsfläche, dann alles gut mit Mehl bestäuben und die gewünschte Anzahl Teiglinge vom großen Klops abnehmen. Den Teigling rundlich formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Da die Teiglinge noch weiter aufgehen, empfiehlt es sich etwas Platz zwischen ihnen zu lassen (oder nach dem Backen die Teile wieder voneinander zu trennen). Dann mit einem Handtuch abgedeckt weitere 40 Minuten an einem warmen Ort – bei mir wieder im Backofen – gehen lassen.

Schließlich den Ofen auf 200°C Grad Umluft (bei Ober-/Unterhitze etwa 230°C Grad) vorheizen – ggf. vorher die Teiglinge raus nehmen 😉 – und dann die Brötchen etwa 30-40 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Das Ganze immer mal wieder beobachten, damit sie nicht dunkel oder hart werden. Kommt ja alles auf den Backofen an, daher sind meine Werte nur ein Anhaltspunkt. Schließlich auf dem Blech auskühlen lassen und möglichst luftdicht aufbewahren, wenn sie nicht sofort verzehrt werden. Bei mir halten die Brötchen gut 2-3 Tage frisch, doch meistens sind sie an einem Wochenende mit zweimal Frühstück verputzt. Je nach Appetit am Morgen kommt man vielleicht auch mit 1-1,5 Brötchen aus, da sie gut sättigen. Was übrig bleibt schmeckt auch kurz aufgewärmt überm Toaster noch wie frisch gebacken.

So sieht dann das fertige Ergebnis aus:

Roggenbroetchen, Brötchen, Roggen, aufgeschnitten, Frühstücksbrötchen, Sonntagsbrötchen

Zum Schluss noch ein kleines Fazit zu 2015: es war ein richtig gutes Jahr für mich von den letzten Wochen mal abgesehen und ich freue mich auf ein ereignisreiches Jahr 2016. Nun wünsche ich euch einen richtig tollen Silvesterabend und ein gutes, gesundes sowie fröhliches Jahr 2016.

Guten Rutsch, Silke

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