Zehn Veränderungen für mein persönliches Glück

Regenbogen komplett Mülheim bunt Himmel

Diesen Regenbogen so komplett abzulichten war wirklich großes Glück. Bin dafür extra einen kleinen Umweg gefahren, aber es hat sich gelohnt. Sonst sieht man ja meist nur eine Seite vom Bogen, ob Anfang oder Ende kann nicht bestimmt werden. Ein bisschen glaube ich ja an die Mär, dass am Ende ein Goldtopf steht, doch noch war die Neugier und die Motivation nicht groß genug, um danach zu suchen. Wie steht’s mit euch?

Nachdem ich diesen Beitrag auf Lilies Diary gelesen habe, war mir klar, dass ich euch auch von meinen Veränderungen berichten möchte, die ich in der letzten Zeit bereits vorgenommen habe oder noch dabei bin in den Alltag zu überführen. Ich spüre die Wirkung der im Folgenden genannten Punkte deutlich, vielleicht ist auch für dich etwas dabei, dass dir hilft mehr Zufriedenheit im Leben zu erlangen und häufiger glücklich zu sein. Sicher habe ich hier keine Zauberformel gefunden – da muss ich euch leider enttäuschen – und manches ist vermutlich nicht auf jeden gleichermaßen anwendbar, aber die Veränderungen haben mir gezeigt, mit wie wenig man wirklich große Fortschritte hin zu einem gelasseneren und glücklicheren Leben machen kann. Zusätzlichen Auftrieb gab mir eine Challenge auf der Arbeit bei der es in einem selbstgewählten Team darum ging über 10 Wochen an mind. 5 von 7 Tagen 10.000 Schritte zu erreichen. Dazu zählten nicht nur Gehen oder Laufen sondern auch andere Sportarten, die in Schritte umgerechnet werden konnten. Hier nun die zehn Punkte, die ich im vergangenen halben Jahr und verstärkt in den letzten 3 Monaten verfolgt habe:

  • mehr Bewegung im Alltag: für die Challenge bin zu Fuß zum Einkaufen gegangen, mit dem Rad zu spontanen Fotoausflügen aufgebrochen, habe morgens die Treppe – immerhin sieben Etagen bis zum Büro – statt Aufzug genommen und noch vor dem Aufstehen Streching gemacht.
  • mehr Sport: ebenfalls für die Schritte habe ich mir angewöhnt neben meinem Sportkurs zweimal die Woche an anderen Tagen abends Fitnessübungen auf der Gymnastikmatte zu machen, darüber hinaus möchte ich mal Yoga ausprobieren. Dazu werde ich den Tipp von Nicole verfolgen und mit dem DVD Programm starten. Meine in den letzten Wochen gesteigerte Fitness gibt mir ein gutes Körpergefühl und mehr Energie. Morgens bin ich nicht mehr so bleiernd müde und schlapp, auch wenn es draußen noch dunkel ist und ich vielleicht nicht so zeitig schlafen gegangen bin, wie ich wollte. Abends nach dem Training bin ich erschöpft genug, um in einen ruhigen, erholsamen Schlaf zu finden.
  • sich bewusst und gesund ernähren: nehme mehr und vor allem regelmäßiger frisches Obst und Gemüse zu mir, so gibt es mittags schon mal einen selbstgemachten Möhrensalat, vormittags einen Apfel oder schon morgens zum Frühstück frischen Orangensaft. Besonders in dieser Jahreszeit hoffe ich so, den Liebsten und mich vor schlimmerem als einer leichten Erkältung zu bewahren. In der Regel kochen wir abends frisch und in der letzten Zeit versuche ich auf die Herkunft und Inhaltsstoffe der Lebensmittel zu achten, was ich mit bewusst essen meine. Genauso gerne backe ich uns Leckereien, wenn die Lust auf Süßes kommt. Hier probiere ich hin und wieder Kohlenhydrate zu reduzieren oder Brötchen zu backen, die länger satt machen.
  • mehr trinken: schon seit einigen Jahren trinke ich morgens zuhause nur Tee, auf der Arbeit vornehmlich Wasser und zwischendurch Tee, in Ausnahmefällen einen fertigen Cappuccino aus dem Automaten. Abends gibt es neben Wasser auch Cola, sozusagen das Einzige, dass ich mir bei Getränken „gönne“.
  • was für die Seele tun: es ist zu einem gewissen Ritual geworden, neben dem Streching noch ein kurzen Moment morgens zu meditieren, das verschafft mir innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Als ziemlich ungeduldiger Mensch weiß ich es sehr zu schätzen, wenn ich im beispielsweise im Straßenverkehr oder an der Kasse mich nicht mehr selbst so sehr stresse. Auch mal eine Gesichtsmaske auflegen, die Nägel lackieren ist Balsam für meine Seele.
  • häufiger kreativ arbeiten: habe mir vorgenommen, mehr Dinge auszuprobieren, ohne direkt daran zu denken, was ist wenn es nicht klappt. Einfach mal drauf loslegen. So habe ich mir nun Satiniermittel bestellt und möchte Teelichtgläser selbst weihnachtlich gestalten. Mal sehen, wie dieses Experiment verläuft. Überlege auch, mal eine Kindergeschichte zu schreiben.
  • nicht mehr vom Perfektionismus leiten lassen: es gibt sie nicht, die richtige Entscheidung, die allen wenns und abers standhält. Das ist eine wertvolle Erfahrung, die ich in der letzten Zeit gemacht habe. Ich kann nur anhand der aktuellen Informationen abwägen und ein gewisses Risiko für eine Fehlentscheidung zu tolerieren. Sonst überlege ich ewig hin und her, sodass alles andere stagniert. Das ist keine zufriedenstellende Situation und sich endlich zu entscheiden, gibt ein unglaublich gutes Gefühl. Ich bin immer noch dabei, meinen eigenen Weg zu finden, das zu tun, was mir Freude bereitet. Versuche mehr Fortschritte im Kleinen zu machen, die recht schnell Fortschritte erkennen lassen. Das nimmt insgesamt Druck raus, senkt Erwartungen, macht leicht und beschwingt.
  • Freunde und das Umfeld sorgfältig auswählen: sich mit Menschen zu umgeben, die ähnlich ticken, die mehr Freude bereiten als das sie Sorgen/Probleme/Stress verursachen ist eine sehr wichtige Erkenntnis der letzten Monate für mich. Denn nur wenn man einander Kraft gibt, auch mal verständnisvoll zurücksteckt und gemeinsam daran arbeitet, eine wundervolle Zeit zu verbringen ist eine Freundschaft wirklich erfüllend. Zeitgleich ist es notwendig, auch wenn es schmerzhaft ist und schwer fällt, Menschen zu meiden, die einem Energie rauben, mehr Nehmen als Geben und die mich für den Verlauf der Beziehung allein verantwortlich machen.
  • jeden Moment intensiv erleben und genießen: da denke ich an eine Liedzeile, die ich sehr passend finde „one life, one shot – give it all you got“, treffender kann ich es nicht ausdrücken. Hoffe es wird ein Lebensmotto für mich.
  • sich erlauben glücklich zu sein und es auch allen zeigen: wer sagt uns, dass wir nicht offentsichtlich glücklich sein dürfen? Denke wir versagen es uns viel zu oft selbst ohne dass es dafür wirklich einen Grund gibt. Als ersten Schritt, um dies umzusetzen, habe ich kürzlich in der Bahn vor mich hin gelächelt, während ich entspannt der Musik lauschte und an den Liebsten daheim so wie die Familie dachte, zu der ich auf dem Weg war.

Immer schaffe ich es nicht, die zuvor genannten Punkte zu leben, aber einiges ist schon Gewohnheit geworden. Daher bin ich guter Dinge, dass ich noch mehr schaffen kann. Ich hoffe es war auch für dich die ein oder andere Anregung dabei. Über einen entsprechenden Kommentar freue ich mich sehr, vielleicht hast du ja auch Tipps, die ich noch nicht ausprobiert habe und die speziell dich glücklich machen.

Nun wünsche ich euch einen schönen Novembersonntag, mit frühlingshaften Temperaturen.
Viele liebe Grüße, Silke

Facebooktwittergoogle_plusmail

Ich freu' mich auf deinen Kommentar!