Einblick in unser Viertel – #Heimatgefühl

Ihr Lieben,

am vergangenen Wochenende war Tag der deutschen Einheit und diese ist bereits 25 Jahre her. Wenn ich versuche mich in diese Zeit zurück zu versetzen kann ich mich nur vage erinnern. Schließlich war ich gerade mal 5, aber ich sehe schemenhaft die Fernsehbilder zunächst vom Mauerfall später dann von der Wiedervereinigung und ich weiß, dass es meine Eltern sehr bewegt hat, auch wenn unsere Familien aus Westdeutschland stammen. Es war ein bedeutendes Ereignis, dass unser Land geprägt hat. Vor diesem Hintergrund und auch bei dem Gedanken an die Vielzahl der Flüchlinge, die aktuell nach Europa und nach Deutschland kommen, habe ich mich zuletzt verstärkt mit dem Thema Heimat beschäftigt. Dazu hat die liebe Nicole uns kürzlich in ihr Viertel mitgenommen und gezeigt, wie sie seit vielen Jahren glücklich lebt. Das alles war für mich Anlass genug, nun meine Gedanken nieder zu schreiben und euch unser Viertel zu zeigen, das seit ziemlich genau 2 Jahren nun unser Zuhause ist.

Raffelbergpark Theater an der Ruhr Mülheim Info
Keine 5 Minuten zu Fuß und ich stehe vor diesem Schild, das den Eingang des Raffelbergparks am Theater an der Ruhr bezeichnet und zu kleinen wie größeren Spaziergängen einlädt. Der Park ist wirklich herrlich, kann mir schon gut vorstellen, dort später mal mit Kinderwagen u. Co. unterwegs zu sein.

Raffelbergpark Theater Mülheim Ruhr Springbrunnen
Im Bereich der Pavillons im Hintergrund könnte ich mir wunderbar vorstellen, getraut zu werden. Das schoss mir schon beim ersten Spaziergang durch den Kopf und lässt mich nicht mehr los. Ob es tatsächlich erlaubt und möglich ist, weiß ich nicht, aber wenn es soweit ist, werde ich mich informieren.

Raffelbergpark Theater Mülheim Ruhr Springbrunnen 
Sind diese Rosen nicht wundervoll? Dies ist die vom Teich und Brunnen gegenüberliegende Seite, im Hintergrund ist schon ein Teil des Theaters an der Ruhr zu sehen.

Theater Ruhr Raffelbergpark

Theater Ruhr Raffelbergpark
Der Park ist besonders bei Sonnenschein wirklich eine Oase der Ruhe und Entspannung, obwohl entlang zwei Hauptverkehrsstraßen führen und ein Stück weiter ein Autobahnkreuz liegt. Neben so viel Flora gibt es auch Fauna zu sehen, die für Städter wie mich und den Liebsten immernoch etwas besonderes ist. Wie ihr seht, ist es im Ruhrgebiet doch verdammt grün und gar nicht so, wie es sich viele vorstellen.

Kuh Kalb Mülheim Raffelberg Park

rote Tür Haus Nummer 66
Auf dem Rückweg meines Spaziergangs komme ich gerne mal an diesem Haus mit der auffälligen Tür vorbei, das mir als Fotomotiv sofort gut gefiel. Als ich das erste Mal dann mit Kamera bewaffnet dort vorbeikam, stand die Tür gerade ein Stück auf und es war auch nicht das beste Wetter, sie wäre nicht so schön zur Geltung gekommen. Schließlich habe ich es dann doch, trotz davor parkender Autos geschafft, ein schönes Bild zu machen. Die geniale Hausnummer ist mir erst später beim verkleinern des Bildes am Rechner aufgefallen. Wirklich teuflich gut… 😉

Wenn ich so über mein Zuhause nachdenke macht es mich wirklich stolz und glücklich, was wir uns Gemütliches geschaffen haben, in dem sich auch Gäste sehr schnell wohlfühlen. Wirklich Heimat ist für mich aber immer noch mein „Elternhaus“ und die Gegend darum herum, da kenne ich jede Straße und jeden Weg, finde mich immer ohne Navi und Karte zurecht, egal von wo ich komme. Zwar gelingt mir das in meinem neuen Viertel auch schon ziemlich gut, aber gut zwanzig Jahre gegen zwei ist ja auch kein wirklich fairer Vergleich. Immerhin konnte ich mit der aktuellen Nähe zur Ruhr meine Liebe zum Rhein kompensieren, der nun nicht mehr ganz fußläufig für mich erreichbar ist. Der Liebste meinte schon kürzlich, dass ich eigentlich einen Job haben müsste, der mit Schifffahrt und den Wasserwegen zu tun hat, weil ich mich da so gut auskenne. Das habe ich einzig meinem Vater zu verdanken, der in diesem Bereich tätig war und mir viel beigebracht hat. Interessanterweise fühle ich mich am Wasser wohler als im oder gar auf dem Wasser, wer weiß woher das wieder kommt. Schließlich verbinde ich mit Heimat und Zuhause immer auch liebe Menschen, die mir viel bedeuten, so könnte ich auch, wenn es die Umstände erfordern, woanders leben, solange diese Personen bei mir sind. Ihr merkt schon, es ist mehr ein Gefühl als eine Tatsache, die man wirklich greifen kann. So hat sicher jeder eine andere Definition davon, vielleicht teilt ihr sie mit mir in den Kommentaren, ich freue mich schon darauf.

Ihr merkt sicher, dass der Pott tief in meinem Herzen verankert ist und ich meine Liebe für die Region sehr gerne mit euch teile. Viel zu selten sind wir auf etwas stolz, das auch noch in der Öffentlichkeit, obwohl es durchaus berechtigt ist. Daher bin ich hier so mutig zu sagen, dass ich meine Heimat sehr schätze, was ich sehr wichtig finde. Leider geschieht es viel zu oft, dass einem die Dinge die man hat und das Umfeld in dem man lebt „selbstverständlich“ geworden ist. Sicher kann ich mich davon nicht ganz freisprechen, aber besonders seit meinem Artikel zum Thema „Demut“ ist mir klar geworden, dass es wichtig ist eine bewusstere Wahrnehmung zu entwickeln und dankbar zu sein. Auf diesem Weg versuche ich dem nachzugehen.

Ich wünsche euch noch eine gute restliche Woche in diesen bisher doch ganz wundervollen Herbsttagen.
Liebe Grüße, Silke

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2 Gedanken zu “Einblick in unser Viertel – #Heimatgefühl

  1. Hallo Silke,
    Oh, das ist ein sehr schöner Beitrag von dir. Und ein sehr schöner Park. Da bin ich ein wenig neidisch auf dich. Auch wenn wir das Rheinufer direkt um die Ecke haben, so fehlt es Köln doch sehr an schönen Parks (ja, es gibt sie, aber es könnten mehr sein). Sehr hübsche Bilder, die Lust machen, mal wieder mehr von seiner Stadt zu entdecken.

    Liebe Grüße
    Nika

    • Hallo Nika,

      vielen Dank, den Park liebe ich schon von Beginn an. Ich kann ihn noch so oft besuchen, es ist immer wieder schön. Dennoch ist der Rhein meine wahre Liebe, daher hast auch eine super Wohngegend. Wenn wir uns demnächst mal gegenseitig besuchen, können wir gemeinsam unsere Viertel entdecken. Freue mich schon auf Anfang November. Liebe Grüße, Silke

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