Low Carb Küche – Pizza und Pfannkuchen mal anders

Seit etwa Anfang Mai versuchen der Liebste und ich unseren Konsum an Kohlenhydraten einzuschränken, wir ernähren uns seitdem überwiegend low carb wie es so schön heißt. Basis war das Kochbuch zum „I make you sexy“-Programm von Detlef D. Soost, aus dem wir das ein oder andere ausprobiert haben. Allerdings haben es aktuell nur zwei Gerichte geschafft, dass wir sie als schmackhafte Alternative ansehen. Unsere geliebten Nudeln können und wollen wir nicht ersetzen, daher gibt es sie zwischendurch weiterhin. Als Ersatz für Reis haben wir Couscous kennen und lieben gelernt. Nur Pizza- und Pfannkuchenteig kommen ja nicht so recht ohne Mehl aus, sodass dies eine echte Herausforderung darstellt. Nach einigen nur bedingt leckeren Versuchen, Pfannkuchen fast ausschließlich aus Ei, etwas Fett und einer Handvoll gemahlener Mandeln herzustellen, entstand kürzlich eher aus der Not heraus das folgende Rezept. Mangels ausreichend gemahlener Mandeln musste ich mir einfallen lassen, wie ich dieses Defizit nun ausgleiche ohne zu Weizen- bzw. Vollkornmehl zu greifen. Das Ergebnis ist zumindest optisch nicht vom Original zu unterscheiden:

Pfannkuchen, Kirchererbsenmehl, low carb, i make you sexy
Auch geschmacklich konnte es punkten, sodass dies nun für die Zukunft unsere low carb Variante für verschiedene Beläge ist. Bisher haben wir sie nur herzhaft genossen, dazu gleich mehr. Demnächst ist dann mal was Süßes mit Obst dran, vielleicht selbst gemachter Apfelmus, hat hier jemand einen Tipp für mich, was außer Äpfeln da noch reinkommt für die cremige Konsistenz? Nun aber zunächst das Rezept für den Teig und eines für einen Belag:

Zutaten für 2 Pfannkuchen (einer macht gut satt)

  • 5 Eier Größe M (bei Größe L eher 4)
  • 20 g gemahlene Mandeln
  • 40 g Kichererbsenmehl (war noch von einem misslungen Brotbackversuch übrig geblieben – soll wg. der Hülsenfrucht „gute“ Kohlenhydrate enthalten)
  • ca. 20-30 g Frischkäse natur nach Wahl mit viel Fett oder reduziert (alternativ geht auch Quark)
  • etwas Mineralwasser (mindestens medium Blubber)
  • Fett zum Braten

Alle Zutaten bis auf das Wasser möglichst in einem hohen Gefäß glatt rühren, dann spritzt es nicht so. Zum Schluss das Blubberwasser hinzu für die Konsistenz, ggf. kurz mit dem Mixer unterrühren. Die Hälfte des Teigs in eine gefettete Pfanne (wir braten mit Rama Culinesse) geben, sodass ein schöner Pfannkuchen entsteht, evtl. den Teig durch Schwenken verteilen. Auf mittlerer Hitze erst von der einen, dann von der anderen Seite bräunen, ganz so wie ihr ihn am liebsten habt. Ich bevorzuge ihn so wie auf dem Foto, lieber zu hell als zu dunkel. Der Liebste ist da nicht ganz so zimperlich, aber meist sehen sie so aus. Vermutlich lassen sich aus dem Teig auch die kleinen amerikanischen Pancakes formen, doch da weiß ich nicht, wie viele es dann werden. Es empfiehlt sich die Pfannkuchen vor dem belegen etwas abkühlen zu lassen, kommt aber ein bisschen auf die Füllung und den persönlichen Geschmack an. Beim Belag gab es bisher schon Lachs (dünn geschnitten) mit Salatgurkenscheiben, einen Thunfischsalat mit Paprika und Frühlingszwiebeln sowie eine Caeser’s Salad Füllung, die ich euch hier in einer etwas abgewandelten Version vorstelle:

Zutaten für die Füllung von 2 Pfannkuchen

  • 500 g Hähnchenbrustfilet
  • 25 g geriebenen Parmesan
  • 100 ml Majonnaise
  • 3 EL Öl nach Wahl
  • 3 TL Senf
  • 2 EL frisch gepressten Zitronensaft
  • 2 EL Worcester Soße
  • grüner Salat nach Wahl (hatte eine fertig geschnitte Variante von Bonduelle)
  • Salz, Pfeffer

Das Hähnchenfleisch in möglichst kleine Würfel schneiden (oder mit der Küchenmaschine zerkleinern) in einer Pfanne mit Salz und Pfeffer anbraten, zur Seite stellen und abkühlen lassen.

In einer Schüssel den Parmesan, Mayonnaise, Öl, Zitronensaft, Senf und Worcester Soße miteinander vermengen. Das abgekühlte Fleisch hinzufügen und unterrühren. Den Salat (ggf. klein schneiden) und mit der Füllung auf den Tisch stellen. Die etwas abgekühlten Pfannkuchen nun erst mit Salat belegen und dann die Fleischsoße darauf verteilen. Zusammenrollen und genießen.  Diese Variante ist aktuell unser Favorit, wird es sicher in Zukunft öfter geben. Gerade nach dem Sport sind die Pfannkuchen schnell und einfach zubereitet, machen gut satt und das für den Rest des Abends.

Nun zur allseits beliebten Pizza in der kohlenhydratarmen Variante. Als Alternative für den Teig steht einem ja so ganz ohne Mehl und Hefe nicht allzuviel zur Verfügung, aber die folgende Version wird zumindest die Thunfisch-Freunde unter euch überzeugen. Habe zwar auch schon Rezepte mit Hüttenkäse als Basis gesehen, doch mit dem habe ich noch keine Erfahrung gemacht. Hier schon mal ein Vorgeschmack auf das Ergebnis:

Pizza low carb Thunfisch

Zutaten für den Pizzateig (1 großes Blech)

  • 5 Dosen Thunfisch in Wasser
  • 5 Eier Größe M
  • Salz, Pfeffer
  • Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin (Gewürze je nach Geschmack)

Für den Belag
der ist ja individuell gestaltbar, aber diese Version hat sich zusammen mit dem Thunfisch bewährt

  • 1/2 Tube Tomatenmark oder passierte/stückige Tomaten aus der Dose
  • ca. 200 g (Geflügel-) Salami
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1-2 Paprika (Farbe beliebig)
  • 5 Champignons
  • ca. 50 g ger. Käse (Parmesan, Gouda vollfett oder reduziert etc.) zum überbacken
  • ggf. weitere Gewürze

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Thunfisch etwas abtropfen lassen und in eine Schüssel geben. Dann die Eier unterrühren und gut würzen, wichtig ist, dass sich das Ei komplett mit dem Thunfisch verbindet. Sonst ensteht eine ziemlich feste Eischicht beim Backen, die etwas den Geschmack nimmt. Den Teig auf dem Blech gleichmäßig verteilen und für ca. 15 Minuten in den Ofen. Derweil kann der Belag vorbereitet werden, alles an Gemüse in Stücke schneiden und den Rest bereitlegen. Sobald das Blech aus dem Ofen kommt, kann die Tomatenschicht auf dem Teig verteilt werden, ggf. noch einmal würzen. Vorsichtig sein mit dem heißen Blech 😉

Dann nach Belieben erst die Salami, dann das Gemüse darauf verteilen, zum Schluss mit Käse bestreuen. Für weitere 10-15 Minuten in den Ofen, bis der Käse schön verlaufen ist. Dann die Pizza in Stücke zerteilen und genießen. Wir bekommen meist 10-12 Stücke daraus und verputzen jeder um die 3 Teile bis wir richtig satt sind. Diese Sättigung hält gut vor ohne das man sich wie sonst nach Fast Food so vollgestopft fühlt.

So nun hoffe ich, dass ich ein paar Anregungen für low carb Rezepte geben konnte. Freue mich, wenn ihr mir eure Erfahrungen damit teilt oder weitere Tipps und Anregungen hinterlasst.
Genießt die Sonne, wenn sie euch denn beerht, hier scheint sie seit ein paar Stunden.

Viele liebe Grüße, Silke

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