Apfelkuchen – im zweiten Anlauf geglückt

Ihr Lieben,

wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, gibt es bei mir häufiger etwas Selbstgebackenes, womit ich auch gerne Familie und Freunde versorge. Meine Mutter ist ganz happy, wenn ich den Liebsten und mich zum Kaffee bei ihnen einlade und direkt dabei sage, dass ich den Kuchen mitbringe. In der Regel gelingt mir auch jedes Rezept auf Anhieb, da ich mir schon vorher genau überlege, ob ich das für schaffbar halte oder eher nicht. Bei dem Kuchen, den ich euch heute mitgebracht habe, war das allerdings anders, hier konnte ich erst im zweiten Anlauf ein vorzeigbares Ergebnis erzielen. Doch muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht aufmerksam genug das Rezept gelesen habe.

Wie beschrieben habe ich den Kuchen gebacken und auch eine Stäbchenprobe an mehreren Stellen im Kuchen gemacht, doch erst beim Anschneiden wurde ersichtlich, dass die Mitte noch im Rohzustand war. In meiner Not, wir waren eigentlich auf dem Weg zu den Schwiegereltern in spe, habe ich bei meinem Eltern – denen ich 2 Stücke da lassen wollte – den Kuchen noch einmal nachgebacken. Ganz aufgeregt habe ich dann noch angerufen, dass wir später kommen, weil der Kuchen gerettet werden muss und ich gestehe ein, es hat mich schon zur Verzweiflung gebracht. Durch das erneute Backen konnte zwar ein bisschen was verbessert werden, wirklich gut war der Kuchen nicht. Er wurde zwar trotzdem brav aufgegessen, aber dieser Vorfall beschäftigte mich noch eine ganze Weile. Erst nach mehrmaligen Lesen ist mir mein Fehler dann aufgefallen, ich hatte dennoch lange Zeit nicht den Mut, es noch einmal zu wagen. Vor gut zwei Wochen dann waren wir dann bei meinen Eltern zum Kaffee eingeladen und ich hatte eigentlich vor, einen Pflaumenkuchen zu backen, da in der Woche bereits welche im Supermarkt im Angebot waren. Als ich dem Liebsten davon erzählte, war er wenig erbaut von meiner Idee, sodass ich kurzfristig umdisponierte. Bei meiner Suche, was ich denn stattdessen machen könnte, viel mir dieses Rezept wieder in die Hände, das ich euch nun voller Stolz präsentiere:

Apfelkuchen

Zutaten

  • 1kg Äpfel
  • etwas Butter oder Rama Culinesse zum Braten
  • 4 EL Apfelsaft
  • 250g Butter
  • 200g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 125g Crème fraîche
  • 500g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Zimt
  • ggf. Sahne oder Vanilleeis dazu

Die Äpfel schälen, in Viertel schneiden und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel in schmale Streifen schneiden. Etwas Butter bzw. Rama in einer Pfanne schmelzen und die Apfelspalten kurz darin andünsten. Mit Apfelsaft ablöschen und noch mal 5 Minuten lang dünsten. Danach beiseite stellen und abkühlen lassen. Die Butter, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und schaumig aufschlagen. Nacheinander die Eier und die Crème fraîche unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Zimt mischen, danach unter die Eiercreme rühren. Den Backofen auf 180°C vorheizen und eine Springform einfetten bzw. mit Backpapier auslegen. Jetzt wird es spannend, bitte genau lesen: erst die Hälfte des Teiges hineingeben und die Hälfte der Äpfel mit der Sauce darauf verteilen. Dann den restlichen Teig darüber geben, verteilen und die zweite Hälfte der Äpfel obendrauf legen. [Bei meinem Desaster hatte ich die komplette Menge der Äpfel auf dem Teig verteilt und die andere Hälfte Teig darüber gegeben. Das war wohl zuviel Obst in der Kuchenmitte, weshalb es nicht komplett gar wurde.]

Den Kuchen in der Mitte des vorgeheizten Backofens ca. 1 Stunde backen, kurz vor Ende der Backzeit schon mal Stäbchenprobe machen. Ggf. den Kuchen für die restliche Zeit abdecken, damit er nicht zu dunkel, aber trotzdem gar wird:

Apfelkuchen fast fertig
Dann aus der Form nehmen und auskühlen lassen. Wer mag kann ihn noch mit Puderzucker bestäuben oder mit Sahne bzw. Vanilleeis servieren.

Apfelkuchen fertig
Der Kuchen hat nun allen sehr gut geschmeckt, war auch noch nach 2 Tagen frisch und saftig.

Hier hat es gerade ziemlich heftig geregnet und die Temperaturen sind deutlich gefallen, was aber im Moment ganz angenehm ist. So kann man in der Wohnung wieder durchlüften und nachts besser schlafen. Vielleicht habt ihr jetzt auch Lust wieder den Backofen zu befüllen, vielleicht mit meinem Apfelkuchenrezept. Habt ihr auch schon mal ein Desaster beim Backen erlebt oder gelingt euch alles beim ersten Mal? Freue mich auf eure Kommentare.

Liebe Grüße, Silke

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4 Gedanken zu “Apfelkuchen – im zweiten Anlauf geglückt

  1. Hallo Silke,

    Ich finde es super, dass endlich mal jemand ausspricht, wenn etwas nicht im ersten Versuch klappt. Denn bei mir geht auch oftmals etwas daneben oder ich bin am Ende doch nicht zufrieden mit den Fotos oder oder oder…
    Dein Apfelkuchen sieht sehr lecker aus! So einen wollte ich bald eh noch mal backen. Vielleicht teste ich ja mal deins. 🙂

    LG
    Nika

    • Hallo Nika,

      das ist meine Natur, in der Regel nehme ich kein Blatt vor den Mund (was nicht immer passt, aber das ist ein anderes Thema). Beschönigen liegt mir so gar nicht. In dieser ganzen gestellt, perfekten Onlinewelt lassen wir uns alle gerne blenden, auch wenn wir wissen, dass es nur fürs Foto so hergerichtet ist. Setze mich beim Kochen und Backen auch oft unter Druck, dass es gut werden muss, wobei das völlig unnötig ist. Habe mich aber schon gebessert und vertraue mehr in meine Fähigkeiten, sodass solche Situationen seltener werden und ich mich mit den seltenen Misserfolgen besser klar komme. Und Leidensgenossen kann man immer gebrauchen, denn geteilt ist es nur noch halb so schwer. Also denken wir aneinander, wenn es mal nicht so läuft.

      Liebe Grüße, Silke

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