An Tagen wie diesen – eine kleine Anekdote

Sicher kennt ihr solche Tage, im Job läuft nichts rund, dann steht ihr auch noch im Stau und schafft es nicht mehr rechtzeitig zum Sportkurs, der einzige Lichtblick am Tag. Ich hatte heute so einen Tag, an dem ich am liebsten nur schmollend in der Ecke sitzen oder mir die Bettdecke über den Kopf ziehen möchte. Doch natürlich weiß ich, dass das gar nichts bringt. Daher habe ich zuhause ein bisschen trainiert und die Glückshormone haben meine Stimmung etwas aufgebessert. Um mich weiter abzulenken und aufzubauen möchte ich eine kleine Anekdote mit euch teilen.

Manchmal kann ich ganz schön dickköpfig und uneinsichtig sein, oft zum Leidwesen meiner Mitmenschen. Bei folgender Geschichte habe ich mich wieder einmal von meiner besten Seite gezeigt 😉 Vor ein paar Tagen entdeckten wir ein Schneckenhaus am Sturz über der Terrassentür von außen, das verwunderte uns zwar, wir haben es aber nicht weiter verfolgt. Kurze Zeit später finde ich das Schnecken am Boden kurz hinter der Tür auf der Terrasse. Eigentlich möchte ich zunächst verhindern, dass es kaputt getreten wird und hebe es auf. Dabei schaue ich in das Haus und bin fest davon überzeugt, dass es leer ist. Da ich es sehr schön finde setze ich es als Deko in meinen Blumentopf auf dem Terrassentisch. Der Liebste ist allerdings anderer Meinung, lässt mich aber im Glauben, da er in solchen Momenten eh nicht gegen mich ankommt. Schlauer Junge…

Noch am Abend finde ich das Häuschen im Topf nicht mehr an seinem Platz,der Liebste vermutet, dass sie doch weggekrochen ist. Kann ja gar nicht sein, sage ich. Vielleicht hat ein Vogel es weggeholt (wäre nicht das erste Mal, dass Vögel unsere Deko im Topf mögen – zuletzt fanden Deko-Eier aufgepickt vor) oder der Wind hat es weggeweht, lenkt er ein. Nein ich lasse mich nicht beirren und suche den ganzen Topf in der Dämmerung ab. Finde das Haus ganz nah am Übergang der Pflanze in die Erde, komisch denke ich. Wie ist es da nur hingekommen? Und voller Erde ist es auch, unerhört! Schüttle und klopfe das Häuschen am Rand des Pflanztopfes, um es von der Erde zu befreien und hinein sehen zu können. Auch wenn ich immernoch fest vom „Leerstand“ überzeugt bin, sieht sich der Liebste nur bestätigt, sagt aber nichts weiter. Besser so glaube ich. Setze nach eingehender Untersuchung das Häuschen wieder an den Rand des Topfes, da wo es hingehört. So, wäre ja noch schöner!

Am Folgetag will ich wieder nach dem Häuschen sehen und bin überrascht, wo ich es finde:

Schneckenhaus Blumentopf
So musste ich dem Liebsten widerwillig recht geben. Setze die Schnecke wieder in die Wiese, weit weg von unserer Terrasse damit sie ihre Ruhe findet. Schließlich meint der Liebste noch, das sie Kopf über am Topf hänge sei kein Wunder, da ich immerhin ihr Haus gut durchgeschüttelt habe bei meiner Erd-Entfernungs-Aktion. Nun wolle sie verhindern, das sie ihr Frühstück rückwärts isst. Was ich gemacht habe sei so, als würde jemand unser komplettes Haus nehmen und immer wieder in den Boden rammen. Das würde uns auch nicht gefallen. Er hat schon recht – irgendwie. Auch wenn es mir widerstrebt dies zuzugeben. Später wundere ich mich über schlammige Fußspuren von der Terrassentür in den Flur, die mir der Liebste nur mit meinem Ausflug in den feuchten Garten erklären kann. Somit habe ich beim Versuch die Schnecke doch noch zu retten mir zusätzlich Arbeit im Haushalt geschaffen. Großartig!

Ich hoffe euch hat meine kleine Geschichte gefallen, so etwas passiert mir hin und wieder. Naja NObody’s perfect oder so. Vielleicht hattet ihr auch einen harten Tag und ich konnte euch ein wenig aufheitern. Falls ihr ähnliche Geschichten zu erzählen habt, freue ich mich über jede in den Kommentaren.

Wünsche euch noch einen schönen Abend.
Ganz liebe Grüße, Silke

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2 Gedanken zu “An Tagen wie diesen – eine kleine Anekdote

  1. Das ist ein sehr hübsches Schneckchen. Seitdem ich vor zig Jahren mal Schneckenhäuser, die ich auch unbewohnt wähnte, auf meiner Fensterbank „dekoriert“ habe und die nachher überall im Wohnzimmer von der Wand gepflückt habe beschränke ich mich aufs Fotografieren und lassen, wo sie sind 🙂

    Und so blöde Tage kenne ich auch. So wie heute, da hätte ich auch besser im Bett bleiben sollen.

    Liebe Grüße,
    Mirtana

    • Oh Mann, deine Geschichte ist ja noch besser, fühle mich gleich besser und nicht mehr allein mit meiner falschen Annahme. Zum Glück habe ich mein Schneckchen draußen gelassen. Hoffe deine Wände waren nicht allzu schleimig anschließend? Meine hat keine Spur hinterlassen, sonst wäre ich vielleicht schon eher drauf gekommen.

      Den heutigen Tag haken wir dann mal ab, vielleicht liegt es auch einfach an der Schlecht-Wetter Phase, da fehlt die Sonne, die das Gemüt erhellt. Morgen ist es bestimmt schon besser (hoffentlich).

Ich freu' mich auf deinen Kommentar!