Kinder – wie die Zeit vergeht

Meine Lieben,

die ersten 4 Monate des Jahres sind bereits um, ich bin immer wieder überrascht wie schnell das doch geht. Früher habe ich meine Eltern und Großeltern belächelt als sie meinten, je älter man wird umso schneller vergeht die Zeit. Quatsch dachte ich mir, die Zeit ist doch immer gleich lang, 60 Minuten hat eine Stunde und ein Tag hat 24 davon. Inzwischen kann ich ihnen nur recht geben. Besonders an der Entwicklung von Kindern in Familie und Freundeskreis kann man das sehen. Gerade noch hat man ihnen beim Essen geholfen oder die Schuhe gebunden, schon luchsen sie einem das Smartphone ab oder kaufen sich etwas von „ihrem“ Geld. Für mich war vor wenigen Wochen die Kommunion meiner Nichte ein sehr emotionales Erlebnis, bei dem mir dieser Umstand so richtig bewusst geworden ist. Da stand ich fast an der gleichen Stelle wie vor gut 8 Jahren bei ihrer Taufe und sah ihr zu, wie sie diesen besonderen Tag erlebte.  Später habe ich dann all meine Fähigkeiten in Sachen Digitalfotografie mit der Spiegelreflex zusammen genommen und viele Aufnahmen von ihr gemacht. Einige davon sind richtig professionell geworden. Mein Lieblingsbild habe ich eingerahmt im Flur hängen und denke jedes Mal beim Betrachten daran, wie groß sie inzwischen ist. Da ich Fotos von Familie und Freunden hier nicht veröffentlichen möchte, hier nur ein Foto von ihrem wundervollen Haarschmuck, der so mancher Braut Konkurrenz machen könnte. Diese hat eine Friseurmeisterin gemacht, die mit meiner Schwester befreundet ist. Würde mir wünschen, das ich mit meinen kurzen Haaren bei einer späteren Hochzeit auch so schön glänzen kann.

Haarschmuck; Kommunion; Blumen
Dieses Erlebnis nehme ich nun zum Anlass hier ein wenig das bisherige Jahr Revue passieren zu lassen und mir in diesem Zusammenhang fest vorzunehmen, ein Memorybook wie Katja es führt anzufangen. Manchmal hilft es ja, sich Vorsätze aufzuschreiben, damit sie endlich umgesetzt werden. Mit erstaunlich viel Schnee für unsere Region im Januar – ich erspare euch so kurz vor dem Sommer ein dazugehöriges Bild 🙂 – beginne ich das Jahr recht entspannt mit viel Zeit in der Familie, besonders da es seit Ende 2014 ein neues Familienmitglied zu bestaunen gibt. Gleichermaßen verbringe ich viel Zeit mit Freunden, die zum Teil auch recht frisch gebackene Eltern sind. Mit den noch ungebundenen Freunden treffen der Liebste und ich uns zum Running Sushi & Grill im Sakura in Bochum, sehr empfehlenswert wenn man die asiatische Küche im Allgemeinen und Sushi im Besonderen mag. Dort ist es fast wie im Schlaraffenland, da das Essen auf Förderbändern am Tisch vorbeifährt und man nur zugreifen muss. Wie ihr bereits aus einem früheren Beitrag von mir wisst, habe ich das Plätzchen backen von vor Weihnachten auf den Januar verlegt. Das könnte ich zur Regel machen, da man in der Vorweihnachtszeit sowieso viel zu viel Süßes um sich herum hat. Den Januar schließen der Liebste und ich mit einem 3-Gänge-Menü im Mediterran Mülheim an der Ruhr ab, das ich zuvor über einen Groupon-Gutschein günstig erstanden habe. Das Restaurant in der Mülheimer Innenstadt hat viel Flair, einen guten Service und das wichtigste: sehr leckeres Essen aus der italienischen, spanischen, portugiesischen und süd-französischen Küche. Wer mag kann sogar ausgefallene Gerichte wie Jakobsmuscheln oder Schnecken wählen, das habe ich mich allerdings nicht getraut. Mitgenommen von diesem Abend habe ich eine neue Vorliebe: griechischer Joghurt. Den gibt es glücklicherweise auch im Supermarkt bei uns zu kaufen, teils schon mit Obst oder Honig verfeinert, schmeckt aber auch pur mit frischen Früchten sehr gut.

Im Februar ist verwenden der Liebste und ich unsere Zeit wieder für Familie und Freunde, für sehr gute Freunde investieren wir diese um beim Hausumbau und Umzug zu helfen. Auch wenn es oft schweißtreibend ist und einem an den Folgetagen gerne mal der ein oder andere Muskel weh tut, mag ich das Gefühl zu sehen, was man getan hat. Das ist ja bei sonst viel Kopfarbeit im Büro eine wirklich schöne Abwechslung. An einem der ersten etwas wärmeren und trockenen Tage machen wir einen Spaziergang in der Umgebung und entdecken, dass es keine 10 Minuten Fußweg einen landwirtschaftlichen  Betrieb gibt, der – wie ich mit der Zeit herausfand – regelmäßig seine Tiere auf den Wiesen unterhalb der Autobahn weiden lässt. Daher findet ihr in meiner Kollage sowohl die weidenden Tiere als auch einen Blick in den Stall, der auf mich riesig und zugleich unheimlich wirkt. Der Liebste meinte darauf nur, dass bei mir so vieles Unbehagen verursacht, dem kann ich selbstverständlich nicht zustimmen 😉 Eines der der Tiere hat sogar neugierig in unsere Richtung geblickt, wenn ich jetzt Gedanken lesen könnte…

Kuehe, Mülheim Ruhr, A40
Der Monat endete dann mit einem „sturmfreien“ Wochenende für mich. Während der Liebste mit Freunden seiner Leidenschaft dem Computerspielen in einem Feriendorf nachging, genoss ich das „Single-Dasein auf Zeit“ mit Ausgehen am Freitagabend zusammen mit meiner besten Freundin, einer ausgiebigen Shopping- Tour am Samstag sowie Mädchen-Filmen am Abend, Essen bei meinen Eltern am Sonntag, das war fast so wie früher. Da er zweimal jährlich zu diesem Wochenende fährt, kann ich diese Zeit entsprechend nutzen. Ist schon was anderes sich so Freiraum zu nehmen und abends doch gemeinsam einzuschlafen als räumlich voneinander getrennt zu sein. Das sehe ich aber noch nicht lange so, anfangs waren diese Wochenende eher eine Qual für mich, aber man wächst ja an seinen Aufgaben.

Im März holte ich mir dann die ersten Frühlingsblumen ins Haus, das mache ich seitdem regelmäßig. Dazu müsst ihr wissen, dass weder der Liebste noch ich mit einem grünen Daumen gesegnet sind, sodass es bei uns recht wenig Pflanzen in der Wohnung gibt. Daher freue ich mich besonders über etwas Blühendes so wie hier:

Tulpen; Fruehling; graue Wand; weißer Tisch
Der Montag bescherte uns so manchen schönen Frühlings- oder Sommertag und einige Wetterphänomene am Himmel:

Wetterphaenomene; roter Himmel; Muelheim Ruhr, Wolkenformation
Auch wenn eigentlich der Mai alles neu macht so haben der Liebste und ich schon im März eine Neuerung für uns entdeckt. Wir versuchen wöchentlich squashen zu gehen, ein Sport den mein Freund früher regelmäßig mit einem Kumpel ausgeübt hat und der mir bisher immer etwas suspekt war aufgrund der Geschwindigkeit des Spiels in diesem „Glaskäfig“. Ein erster Besuch in der Squashhalle eines Fitnessstudios in Mülheim belehrte mich aber eines besseren, schließlich hängt die Geschwindigkeit sehr vom verwendeten Spielball ab und wird erst mit der Zeit höher. Auch der Käfig verlor recht schnell seinen Schrecken und ich fand gefallen an diesem Sport. Es ist mir sogar gelungen insoweit mitzuspielen, dass ich nicht haushoch zu 0 oder 1/2 verloren habe. Einige Male später konnte ich dann sogar meinen ersten Satz gewinnen, was war ich stolz. Den Monat schloss ich dann mit einem Wiedersehen einer alten Schulfreundin ab, die ich Ende 2014 beim 10jährigen Klassentreffen getroffen hatte. Wieder mal eine positive Erfahrung beim Thema Freundschaften und Beziehungen, die ich mit ihr machen durfte, ich lerne gerade bei diesem Thema nicht aus.

Meinen April habe ich ja schon recht ausführlich hier beschrieben. Neben der Kommunion meiner Nichte haben wir dann noch erstmals draußen gegrillt und auf der Terasse gegessen, es gab Burger und Kartoffelecken. Darüber hinaus haben wir unsere Fahrräder flott gemacht und ein wenig die Gegend erkundet. Den Monat ließen wir dann mit Massage und leckerem Essen in Wesel ausklingen. Den Tanz in den Mai haben wir dieses Jahr durch einen ruhigen Abend zu zweit ersetzt, waren die Zeit vorher genug unterwegs.

Nun hoffe ich, dass euch meine Zwischenbilanz gefallen hat und vielleicht erzählt ihr mir in den Kommentaren, was euch bisher am meisten beschäftigt hat. Vielleicht führt ihr ja ein Erinnerungsalbum wie Katja, finde das eine tolle Sache.

Sonnige und frühsommerliche Grüße,
Silke

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