Mein Ostern 2015 und ein Rezept für Hefezopf einfach & lecker

Hey ihr Lieben,

vermutlich sind viele von euch so wie ich schon wieder ein paar Tage arbeiten nach dem langen Osterwochenende. Ich hoffe ihr konntet die freien Tage genießen und die Zeit so gestalten, wie es euch am besten gefällt. Mein Ostern war dieses Jahr besonders schön, deswegen möchte ich euch mit ein paar Bildern davon erzählen. Oben drauf gibt es dann noch ein super leicht nachzumachendes Rezept für Hefezopf, der nicht nur zu Ostern das Frühstück bereichert. Bisher stand ich mit Hefe eher auf Kriegsfuß, daher bin ich umso glücklicher, wie gut mir der Teig diesmal gelungen ist. Könnte sogar dazu führen, dass ich nun öfter mit Hefe backe, wer weiß. Auch geschmacklich konnte der Zopf überzeugen und war auch nach einigen Tagen genauso lecker wie frisch gebacken. Doch dazu später mehr.

Am Karfreitag nutzten der Liebste und ich erstmal die Gelegenheit richtig auszuschlafen, nachdem wir zuletzt beide immer mal wieder kränklich waren tat das richtig gut. Nach einem leckeren Frühstück ging es dann ans Eier färben. Wie schon im letzten Jahr hatte ich mich für die Variante „Ei da Vinci“ entschieden, bei dem man mit einem Wachsstift sowohl auf dem ungefärbten als auch gefärbten Ei Muster, Buchstaben, Zahlen etc. malen kann. Die Eier werden dann so oft wie gewünscht in eine der 5 Grundfarben getaucht, so kommt man einerseits zu neuen Farbkombinationen, anderseits entstehen durch das zuvor aufgebrachte Wachs interessante Effekte. Falls mal eine Farbe nicht so geworden ist wie gewünscht kann man mit einer Lösung zum Aufhellen entsprechende Veränderungen vornehmen. Es ist zwar etwas zeitaufwändiger als einfarbige Eier, dafür finde ich das Ergebnis besonders, sodass ich gerne die Zeit investiert habe. Hier könnt ihr euch selbst davon überzeugen:

Ei da Vinci; gemusterte Eier; bunte Eier
Für das geplante Osterfrühstück am Sonntag wollte ich von diesen schönen Eiern jedem Gast eins als Geschenk verpacken und darüber hinaus sollte jeder auch die Gelegenheit bekommen, direkt zum Frühstück eins zu essen. Bei 6 Personen wird das mit 10 Eiern problematisch ;). So schickte ich den Liebsten am Samstag nochmal Eier und Farbe kaufen, natürlich war dann die Auswahl bei den Färbemitteln nicht mehr gegeben. Er konnte nur noch Naturfarben ergattern, bei denen die Eier direkt im Farbbeutel gekocht werden. Im Nachhinein eine feine und zeitsparende Angelegenheit, die Farben konnten sich auch sehen lassen. Vielleicht wähle ich im nächsten Jahr doch diese Variante. Seht selbst:

Eier Naturfarben gefärbt; schnell einfach kräftige Farben; natürlich gefärbt
Nach der Färbeaktion am Freitag war dann noch ein wenig Hausputz dran, da wir am Abend ein paar Freunde zum Essen und Filme schauen zu uns eingeladen hatten. Der Abend wurde ein voller Erfolg, die Gäste waren sehr zufrieden und wir hatten eine richtig schöne Zeit zusammen. Es gab selbstgemachte Kartoffelecken mit Dip, Feldsalat mit Erdbeeren und Hähnchennuggets, einen Schafskäsesalat sowie selbstgebackene Brownies als Nachtisch haben die Gäste beigesteuert. Dank Warmhalteplatte auf dem Herd konnten wir das Brownieblech erwärmen, so schmeckten die sowieso schon leckersten Brownies noch viel besser. Vielleicht teile ich das Rezept demnächst mit euch, muss mir aber erst noch die Erlaubnis einholen. Gesehen haben wir „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“, ein französischer Film mit teils lustig bis skurilen Elementen, dennoch spannend erzählt und kurzweilig. Der Titel war mir bisher noch nicht untergekommen, einer der Freunde hatte den Film in der Überraschungspremiere im Kino gesehen. Als zweites haben wir uns für „The Equalizer“ mit Denzel Washington entschieden, ein Film mit guter Story, leider nicht so kurzweilig und spannend wie der vorherige Film trotz deutlich mehr Action und renommiertem Schauspieler. Am Samstag hieß es dann wieder Aufräumen und Durchwischen, da wir für den Sonntag unsere Familien zum Frühstück eingeladen hatten. Neben Eier färben Runde 2, die zum Glück der Liebste übernahm, habe ich mich dann um den Hefezopf gekümmert. Abgesehen von klebrigem Teig an den Fingern kam ich erstaunlich gut zurecht. Hier das Rezept wie versprochen:

Butterweicher Hefezopf (Originalrezept von slava.com)

Zutaten:
400 g Mehl Type 550 (backstark)

1 Prise Salz
70 g Butter oder Margarine (Raumtemperatur)
230 ml lauwarme Milch (fettarm in meiner Version)
1/2 Würfel frische Hefe
50 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
1 Ei zum Bestreichen
ggf. eine Handvoll gestiftelte Mandeln (alternativ Mandelblättchen o. Hagelzucker) zum Bestreuen

Die lauwarme Milch mit dem Zucker, der Hefe und 1 EL Mehl verrühren und abgedeckt 10 Minuten stehen lassen. Danach diese Masse zu den restlichen Zutaten geben und 5 Minuten kneten. Mein Tipp: nicht das ganze Mehl direkt in die Schüssel geben sondern etwas für die Hände zurück halten. Dann klappt es mit dem kneten besser und der Teig klebt nicht so an den Fingern. Das ist zumindest meine Hoffnung ;). Den Teig abgedeckt 10 Minuten gehen lassen, danach die Masse in 3 Stücke teilen und diese auf einer sauberen, glatten Unterlage zu gleichlangen Rollen formen. Ich liebe diesen Geruch von frischem Hefeteig. Die Anfänge der drei Rollen zusammen nehmen, dann wie bei einem Haarzopf die drei Stränge verpflechten und die Enden zusammenstecken. Aufs mit Backpapier belegtem Blech geben und 20 Minuten abgedeckt gehen lassen. Je nach Backofen wäre jetzt die Zeit zum Vorheizen. Nach Ablauf der 20 Minuten den Teig mit Ei bestreichen und je nach Geschmack mit Mandeln oder Hagelzucker bestreuen. Hier seht ihr das rohe Ergebnis:

Hefezopf; Teig geflochten; Osterzopf
Bei den Mandeln muss man aufpassen, dass sie beim Backen nicht zu dunkel werden, hat bei mir in der Zeit aber gut geklappt. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Umluft ca. 20 Minuten je nach Ofen backen, bei mir waren 18 Minuten ideal. Mit Ober-/ Unterhitze habe ich keine Erfahrung müsstet ihr dann mit 20-25 Minuten ausprobieren. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, was meint ihr?

Hefezopf gebacken; Osterzopf gebacken
Der Liebste und ich mussten uns zurückhalten, den Zopf nicht noch im warmen Zustand anzuschneiden. Habe ihn dann nach dem Abkühlen in einen sauberen Müllbeutel gepackt, darin hielt er sich insgesamt 5 Tage ganz wunderbar und war am Folgetag so lecker wie frisch aus dem Ofen. Die Gäste waren genauso begeistert wie wir. Auch wenn es einiges mehr an Kalorien hat als dunkle Brötchen wird es den Zopf bei uns sicher in Zukunft öfter geben. Er schmeckt sowohl mit Butter, Marmelade oder Nutella als auch mit Käse und Wurst, ich mag diese Kombination aus süß und herzhaft. Oder einfach nur pur, so ist er auch ein Genuss. Abschließend noch Fotos vom dekorierten Frühstückstisch, auf den ich auch sehr stolz bin. Normalerweise liegen mir diese Dinge nicht so, weil ich nicht geduldig genug bin. Ich muss zugeben beim Anfertigen der Osterhasen hätte ich auch hin und wieder verzweifeln können, auch wenn es eigentlich nicht so schwer ist. Anhand einer Youtube-Anleitung konnte ich das recht schnell nachmachen. Na wie gefällt es euch?
Osterdekoration; Tisch; Osterfrühstück; grün orange rot gelb
Erfreulicherweise schien bei uns am Ostersonntag die Sonne, das war für mich das I-Tüpfelchen für diesen gelungenen Ostermorgen. Auf den hinteren Tellern seht ihr auch meine Osterpräsente, jeweils ein gekochtes, buntes Ei und eins aus Schokolade verpackt in grünem Stoff, den ich mal in einer großen Gärtnerei im Deko-Bereich gefunden habe. Damit lassen sich die unterschiedlichsten Dinge wunderbar verpacken, meine Rolle ist nun auch fast leer, hoffe ich finde diese Art nochmal wieder. Hier noch eine Nahaufnahme des Servietten-Osterhasen:

Serviette Osterhase
Den Ostermontag haben wir dann abgesehen von einem kurzen Spaziergang ganz gemütlich verbracht und uns gestärkt für die kommenden Arbeitstage. Ich wünsche euch noch eine gute restliche Woche mit viel Sonnenschein, der uns hoffentlich auch über das kommende Wochenende erhalten bleibt. Freue mich schon so sehr darauf, wieder auf der Terrasse zu frühstücken, da wir morgens bis frühen Nachmittag dort Sonne haben.

Ganz liebe Frühlingsgrüße,
Silke

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4 Gedanken zu “Mein Ostern 2015 und ein Rezept für Hefezopf einfach & lecker

  1. Bei mir riecht der selbstgemachte Hefezopf immer etwas (zu) stark nach Hefe. Oder jedenfalls stärker als der gekaufte Zopf. Ist es eventuell wegen dem Vanillezucker? Die Hefemenge ist die gleiche, aber Vanillezucker hatte ich noch nie hinzugefügt. Muss ich unbedingt ausprobieren! Vielen Dank!

    • Hey Karin,

      ich mag den Hefegeruch, egal ob stark oder schwach. Deswegen kann ich das nicht beurteilen. Glaube aber durch die warme Milch kommt der Geruch stärker durch, der Vanillezucker ist nur für den Geschmack. Finde frischer Hefeteig ist viel besser als gekaufter, nur nehme ich oft die bequeme Variante. Nach dem Rezept überlege ich es mir nochmal.

      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße, Silke

Ich freu' mich auf deinen Kommentar!