Short Stories #12 Tradition

Advent Stimmung Deko IKEA Schale rotes Herz Teelichter

Ihr Lieben,

bei den aktuellen Temperaturen und dem teils feuchten Wetter macht der Winter sich aktuell sehr rar und es fällt mir bei um die 10 Grad schwer echte Weihnachtsstimmung zu bekommen. Finde ein wenig frostige Finger, die man auf dem Weihnachtsmarkt bei Kakao oder Glühwein wärmen kann und die Freude sich unter die Decke zu kuscheln mit warmem Tee und Gebäck gehört einfach in diese Jahreszeit. Zwar ist mir als Frau ja meistens kalt und so brauche ich auch jetzt Decke und ein warmes Getränk, dennoch sieht richtiger Winter so kurz vor Weihnachten für mich anders aus. Nichtsdestotrotz möchte ich so kurz vor Weihnachten das aktuelle Thema Tradition der Short Stories von Bine und Andrea aufgreifen, finde das passt sehr gut zu dieser Zeit, die ja bei vielen sehr traditionell abläuft. Nachdem ich bei der lieben Caro ihren Post zu diesem Thema so inspierierend fand, dachte ich mir, ich erzähle euch welche Traditionen ich so pflege oder früher gelebt habe.

Als Kind und Jugendliche bekam ich kurz vor dem 1. Dezember von meiner Oma immer einen selbstbefüllten Adventskalender, der jeden Tag und an Nikolaus, meinem Geburtstag und Weihnachten besonders schöne, Überraschungen für mich bereithielt. Darüber hinaus habe ich mit meiner Mutter gerne gemeinsam Plätzchen gebacken und dazu lief Weihnachtsmusik überwiegend Rolf Zukowskis Weihnachtsbäckerei. Zu jeder Plätzchenrunde gehörten Vanillekipferl und Spritzgebäck. Letzteres hat besonders viel Spaß gemacht, da wir dazu einen alten Fleischwolf genutzt haben, wann kommt man sonst in den Genuss so ein Gerät bedienen zu dürfen. Besonders lustig wurde es, wenn der Teig schon etwas wärmer und damit weicher war, sodass er fast von allein aus der Maschine gedrückt kam und wir es kaum zu zweit schafften die entstandenen Kekse auf das Blech zu legen. Ich liebte es zwischendurch oder am Schluss etwas Teig zu naschen, vielleicht backe ich deshalb auch heute noch sehr gerne 😉

Einige Tage vor Weihnachten kauften meine Eltern dann den Weihnachtsbaum, den wir schließlich gemeinsam schmückten und die Krippe aufstellten. Dazu lief ebenfalls Weihnachtsmusik, doch dann eher klassische, um meinem Vater entgegen zu kommen. Die Musik kam von Kassetten (ja ihr lest richtig), auf denen u.a. Schallplattenaufnahmen von Ivan Rebroffs Holla Pferdchen zu hören waren – knacken und knistern der Nadel auf dem Vinyl inklusive. Mein absolutes Lieblingslied zu Weihnachten, das ich sogar heute noch auswendig kann, wie ich gerade festgestellt habe. So entstand eine herrliche Vorfreude auf das Weihnachtsfest, jeden Tag ein Türchen vom Adventskalender öffnen, dabei die Tage zählen, bis es endlich soweit ist. Diese Zeit habe ich dann als Schulkind genutzt, um ein Gedicht auswendig zu lernen, dass ich am heiligen Abend nach dem Essen vor dem Tannenbaum zur Freude der Eltern und Großeltern vortrug. Im Anschluss haben wir ein paar Weihnachtslieder gesungen und schließlich durften die Geschenke ausgepackt werden, als jüngstes Familienmitglied durfte ich damit anfangen.

Heute ist die Adventszeit lange nicht mehr so besinnlich und voller Vorfreude wie früher. Da spürt man allen Ecken und Enden Hektik bei der Suche nach dem perfekten Geschenk. Daher habe ich mir in diesem Jahr besonders vorgenommen, mich davon nicht mitreißen zu lassen und den Dezember für gemütliche Stunden allein, zu zweit oder mit sehr guten Freunden und Familie zu nutzen. Bisher kann ich sagen, dass mir das recht gut gelungen ist. Traditionell ist inzwischen nur das Dekorieren kurz vor dem ersten Advent und das Plätzchen backen, wobei ich dieses Jahr nur einmal mit einer Freundin dafür in Stimmung war. Bei den ganzen süßen Versuchungen, die in der Adventszeit so lauern wollte ich zumindest zuhause nicht zu viele Leckereien da haben. Bisher ist mir nur mäßig gelungen, der Versuchung zu widerstehen, zum Glück kann ich mir direkt für das neue Jahr vornehmen mich zu bessern ;o).

Neben Weihnachten hat sich als Tradition etabliert, das ich einmal im Jahr mit meiner Mutter ins Musical gehe und wir einen intensiven Abend zu zweit erleben, an den wir uns später noch gerne erinnern. Auch für 2015 werden wir uns das gegenseitig schenken, ein prima Weihnachtsgeschenk wie ich finde. Mit meiner besten Freundin habe ich schon seit vielen Jahren, im Grunde seit wir aus der Schule sind, wöchentlich einen festen Termin für unser Treffen, den wir auch meistens einhalten können. So bleiben wir in Kontakt und freuen uns schon die ganze Woche zuvor darauf. In diesem Jahr habe ich erstmals für sie und den Liebsten einen Adventskalender gebastelt, mal sehen, ob sich da eine neue Tradition entwickelt.

Mit dem Begriff Tradition verbinde ich wie ihr seht viele schöne Erinnerungen und meistens sind es Erlebnisse, die ich mit anderen gemeinsam machen durfte. Gewisse Rituale und Traditionen helfen einem besonders in schwierigen Zeiten wieder Halt zu finden und sich auf die schönen Dinge zu besinnen. Nun freue ich mich, wenn ihr mir erzählt, was für euch Tradition bedeutet und welche Erfahrungen ihr damit verbindet.

Wünsche euch einen schönen 4. Advent.

Alles Liebe,

Silke

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